Wann ist eine Knick-Senkfuß Operation wirklich notwendig?
Rehabilitation nach der Knick-Senk-Fuß-Operation
- Elastische Wickelung des Fußes mit Kompressionsverband
- Antiobiotikaprophylaxe gegen Infektionen
- Hochlagerung des Beines wann immer möglich
- Thromboseprophylaxe (Heparinspritzen) bis zur Vollbelastung
- Starrer Walker Schuh für 6 Wochen mit Teilbelastung (20kg)
- Röntgenkontrollen in der 3. und 6. Woche nach der Operation
- Aufbau der Vollbelastung ab der 6. Woche
- Sitzende Tätigkeiten ab vollendeter Wundheilung
- Beruflich Stehen und Gehen unter Vollbelastung ab 8. der Woche nach der Operation
Sehr schwer korrigierbare Fehlstellungen können manchmal nicht mehr konservativ behandelt werden. Junge Patienten bilden auch bei Fehlstellungen der Fußgelenke Knorpel und Gelenkschmiere zwischen den Fußgelenken aus. Bei älteren Patienten mit Knick-Senk-Fuß kann dagegen eine schmerzhafte Arthrose der Fußgelenke auftreten. Diese Arthroseschmerzen der Fußwurzelknochen können bei rechtzeitiger Therapie oft noch durch eine Versorgung mit orthopädischen Einlagen behandelt werden.
Eine Stabilisierung der Fehlstellung der Fußgelenke ist hier dringend geboten, um Schmerzen zu vermeiden und die Beweglichkeit im Alltag zu erhalten.
Genügt die orthopädische Einlage nicht, kann oft ein Eingriff an der degenerierten, vom Außenknöchel über der Ferse zum Innenfuß verlaufenden Tibialis-Posterior-Sehne die Stabilität wiederherstellen. Diese Sehne kann leicht verkürzt und neu vernäht werden. Sollte das nicht mehr möglich sein, kann diese Sehne durch körpereigenes Material - ein Stück einer anderen Sehne des Fußes- ersetzt werden.
Genügt dieser Weichteileingriff an der Sehne nicht mehr zur Stabilisierung, können stabilisierende Korrekturen an den Knochen weiterhelfen.
- Eine Verlängerung des Knochens am Fußaußenrand durch verschiedene Versteifungs-Operationen (Verlängerungsarthrodese des Calcaneocuboidal-Gelenkes)
- Osteotomie: Einfügung eines körpereigenen Knochenstücks aus dem Becken oder Wadenbein in den Fußaußenrand zur Begradigung des Fußgewölbes
- Verschiebung des Fersenbeines und damit eine Veränderung der Achillessehnenzuges durch eine Fersenumstellung. (Fersenbeinumstellungsoperation nach DWYER)
Die Verbesserung der Fußfehlstellung ist in fortgeschrittenen Fällen also nur noch durch eine Versteifung (Arthrodese) der beweglich miteinander verbundenen Fußwurzelknochen erreichbar.
Diese Themen zu Fußorthopädie und Fußchirurgie gehören zum Spezialgebiet und Arbeitsschwerpunkt von Dr. Schneider. Sie können hier Kontakt zu Dr. Schneider aufnehmen.




