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Spezialisierung Hüftgelenk

  • Seit 2004 konsequente Methodenentwicklung und Fortbildung zu Hüft-Erkrankungen
  • Hüft-Diagnostik, konservative und operative hüftgelenks-erhaltender Orthopädie
  • Knochenerhaltende Teilprothetik der Hüfte

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Hüftarthrose (Coxarthrose): Die Hüfte erhalten oder ersetzen?

Orthopaedie Freiburg Drucken

Die Hüfte trägt den ganzen Körper - jeden Tag. Bei vielen Menschen wird die Funktion der Hüfte im Laufe des Lebens - meist nach dem 50. Geburtstag - immer schlechter.

Was mit Hüftarthrose nicht mehr geht...

  • Die Beugung der Hüfte beim Treppensteigen.
  • Anziehen von Strümpfen und Schuhen (Beweglichkeit).
  • Aufheben eines Gegenstandes vom Boden (Bücken).
  • Starke Verminderung der maximalen Gehstrecke.
  • Das Tragen von Gegenständen ist eingeschränkt (Einkauf).
  • Einschränkung der Sexualfunktion

Haben Sie morgens Anlaufschmerzen im Hüftgelenk, die sich nach einigen Minuten wieder legen? Fühlen Sie sich nach einer Ruhezeit beim Aufstehen steif und haben zunächst eine mangelnde Koordination? Haben Sie schon manchmal heftig aufflammende, dauerhafte Hüftschmerzen, die sich nach einigen Wochen wieder legen? Dann sollten Sie sich untersuchen lassen, um herauszufinden, ob Sie eine Hüftarthrose haben.

Die Hüfte ist eines der am häufigsten orthopädisch behandelten Gelenke.

Knochensporne (Osteophyten) beschleunigen den Knorpelabrieb bei Hüftarthrose
Abb. 1: Hüftarthrose geht häufig mit der Aufrauhung der Gelenkflächen einher: Immer dort, wo Knochen beweglich aneinanderstoßen (Impingement), entstehen Knochensporne (linkes Hüftgelenk). Diese Knochensporne (Osteophyten) beschleunigen den Knorpelabrieb bei Hüftarthrose erheblich. Auf der rechten Seite zeigt die Abbildung den weißen, glatten Gelenkknorpel einer gesunden Hüfte. © Viewmedica
Wichtige Begriffe und Synonyme
Coxarthrose, Hüftarthrose, Hüftgelenks-Arthrose, Hüft-OP, Hüft-TEP, Hüftprothese, Totalendoprothese, Teilprothese, McMinn-Prothese, Hüftkappen-Prothese, Hüftgelenksprothese

Die Hüfte kann aus vielen Ursachen erkranken: Angeborene Fehlstellungen (Hüft-Dysplasie), Durchblutungstörungen und Knochen-Nekrose (Sterben des Knochens), Bruch des Oberschenkels und Osteoporose (Knochenschwund). Es gibt auch verschiedene Kinderkrankheiten, die zu einer früher Schädigung des Hüftgelenks führen. Dazu gehört vor allem Morbus Perthes Manchmal wird eine Hüfte als Folge der Arthrose völlig unbeweglich und versteift.

Hüftarthrose kann durch die damit verbundene Bewegungseinschränkung auch den Altersabbau stark beschleunigen.

Manchmal wird eine Hüfte sogar völlig unbeweglich. Hüftschmerzen und Hüftarthrose (Coxarthrose) müssen ein aktives und selbstbestimmtes Leben heutzutage nicht mehr beenden.

Das Potential gelenkerhaltender Therapien bei Hüftarthrose nimmt zu

Zunehmend setzen sich auch gelenkerhaltende Therapien bei Hüftarthrose durch. Je mehr über die Ursachen bekannt ist, um so häufiger wird ein Hüftgelenk bei rechtzeitigem Therapiebeginn auch erhalten bleiben.

Hüftarthrose im Endstadium

Hüftarthrose im fortgeschrittenen Stadium ist eine Bedrohung für die Selbstständigkeit und die Selbstversorgungsfähigkeit der Betroffenen. Durch die Reduktion der Mobilität gefährdet Hüftarthrose auch die Gesundheit und Vitalität. Durch Bewegungseinschränkungen kann Hüftarthrose den Altersabbau stark beschleunigen.

Therapieziel: Erhalt der Beweglichkeit in Alltag und Sport

Der Anspruch unserer Patienten an Lebensqualität und Mobilität auch im höheren Lebensalter ist fühlbar angestiegen. Auch Hüftschmerzen und Hüftarthrose (Coxarthrose) sollen ein aktives und selbstbestimmtes Leben heutzutage nicht mehr einschränken. Mit Hilfe zahlreicher gelenkerhaltender oder gelenkersetzender Verfahren können wir als Hüftspezialisten bei Hüftarthrose wirksame Therapien anbieten, um Einschränkungen durch Hüftschmerzen zu vermeiden.

Was ist Hüftarthrose?

Wird die Beweglichkeit der Hüfte immer stärker und schmerzhafter eingeschränkt, ist die Ursache meist eine Hüftarthrose: Arthrose ist zunehmender Verschleiß des Gelenkknorpels, der nach und nach auch Knochen, sowie die Funktion von Sehnen, Bändern und Muskeln erfasst. Der Patient mit Hüftarthrose ermüdet leichter, er hat Anlaufschmerzen. Später ist er zu jedem Zeitpunkt weniger belastbar.

Die Hüfte fängt an zu reiben und zu knirschen. Es läuft dann nicht mehr "rund" im Gelenk.

Was geschieht bei Hüftarthrose?

Die Knorpelschicht ist normalerweise stark wasserhaltig, weiss und elastisch. In gesundem Zustand an der Oberfläche ermöglicht Knorpel fast völlig reibungsfreie Bewegung.

Die Bewegung im Hüftgelenk wird für betroffene Patienten zunehmend schmerzhaft. Das Hüftgelenk kann auch seine Form verlieren. Das Gelenk versteift. Wenn nicht durch rechtzeitige Behandlung die Arthrose des Hüftgelenks gestoppt werden kann, ist Hüftarthrose ein unaufhaltsam fortschreitender (chronischer) Krankheitsprozess des Hüftgelenks, der erst mit der schmerzhaften Versteifung endet. Angesichts der wichtigen Rolle des Hüftgelenks beim gesamten Bewegungsablauf im Alltag ist eine Versteifung aber nicht akzeptabel.

Wie entwickelt sich eine Hüftarthrose?

Stadium I der Hüftarthrose: schleichender Knorpelverlust

Die Hüftarthrose ist anfangs schleichend und völlig symptomfrei. Der Knorpelabbau im Hüftgelenk des Patienten hat sich zwar schon beschleunigt. Der Patient bemerkt aber nichts davon. Oft wird die Hüftarthrose in diesem Stadium nur per Zufalll entdeckt, wenn aus einem anderen Grund, z.B. wegen Kreuzschmerzen, ein Röntgenbild gemacht wird.

Stadium II der Hüftarthrose: Anlaufschmerzen und Einschränkungen

Im Stadium II der Hüftarthrose hat der Patient bereits Hüftschmerzen als Anlaufschmerzen oder als schmerzhafte Bewegungsblockade bei bestimmten Bewegungen. Immer dort, wo sich Knochen bei Hüftarthrose entweder durch Impingement der Hüfte oder nach Knorpelverschleiß berühren und aneinanderstoßen, bildet sogenannte Knochensporne (Osteophyten) aus.

Wichtige Faktoren bei der Hüftarthrose

  • Knorpelabrieb
  • Knochensporne (Osteophyten)
  • Bewegungsblockaden (Hüftimpingement)
  • Weichteilverletzungen (Hüftkopfband, Gelenklippe)
  • Entzündlich aktivierte Arthrose

Diese Osteophyten im Hüftgelenk werden bei jeder Bewegung über die gegenüberliegende Knorpelschicht im Hüftgelenk gezogen. Irgendwann reiben die Knochen der beteiligten Gelenkpartner aneinander. Sie machen die Gelenkflächen rauh und beschleunigen den Knorpelabrieb in der Hüfte erheblich.

Die Knorpelschicht dient als Gleitschicht und Stoßdämpfer. Knorpel hält alle Gelenke beweglich. Bei Arthrose wird diese Gleitschicht im Gelenk zunächst rauh und rissig, dann immer dünner und erodiert. Ist der Knorpel abgenutzt und reiben die Knochen aufeinander (sog. Knochenglatze), werden auch Knochen, Bänder und Gelenkkapsel des Hüftgelenks angegriffen.

Stadium III der Hüftarthrose: Entzündungen, Nachtschmerz und Versteifung

Mit zunehmenden Knorpelabrieb zeigt dieses Hüftgelenk immer öfter eine akute Entzündungsreaktion ("aktivierte Arthrose"). Diese Entzündungen sind sehr schädlich für den Gelenkknorpel und tragen erheblich zur biochemischen Auflösung des Bindegewebes bei, das die Knorpelschicht aufbaut. So wird die Arthrose im Hüftgelenk zum selbstverstärkenden Prozess (Teufelskreis). Der Patient hat in dieser Phase schon Ruheschmerzen. Das Krankheitsbild der Hüftarthrose hat sich in Stadium III mit allen Einschränkungen voll entfaltet.

Führt eine Hüftarthrose über längere Zeit zu Ausweichbewegungen und schmerzbedingten Fehlhaltungen des Patienten, können auch Kreuzschmerzen und Rückenschmerzen die Folge sein.

Knochensporne (Osteophyten) beschleunigen den Knorpelabrieb bei Hüftarthrose
Abb. 2: Hüftarthrose geht mit Einschränkungen in bestimmten Bewegunsgrichtungen einher. Das wird auch bei der Diagnose der Hüftarthrose zu Nutze gemacht: Das Drehen des Beines um die eigene Längsachse wird bei Arthrose schmerzhaft. © Viewmedica

Hüftarthrose Symptome

Die meisten Patienten kommen durch chronische Hüftschmerzen erstmals auf die Möglichkeit des Gelenkverschleißes an der Hüfte aufmerksam gemacht: Meist beginnt dieser Hüftschmerz als Anlaufschmerz am Morgen oder in Ruhe, der nach dem "Warmlaufen" bei beginnender Tagesaktivität zunächst wieder verschwindet. Patienten mit Hüftarthrose fühlen sich nach längerem Sitzen zunächst steif und schmerzhaft.

Symptome

  • Anfangs: Hüftschmerzen als Anlaufschmerzen
  • Später: Ruheschmerzen in der Hüfte
  • Schwellung, Überwärmung
  • Knieschmerzen außen als Folge von Hüftarthrose
  • Frühe Ermüdung
  • Blockade bestimmter Bewegungsrichtungen: Vor allem das Drehen des Beines im Hüft-Gelenk um die eigene Achse wird schmerzhaft
  • Kreuzschmerzen und Rückenschmerzen wegen der Ausweichbewegungen

Erst in fortgeschrittenem Stadium der Hüftarthrose bleibt der Schmerz in Ruher oder als Nachtschmerz dauerhaft bestehen: Der permanente Ruheschmerz entwickelt sich.

Chronische Hüftschmerzen sind bei Arthrose das Zeichen eines fortgeschrittenen Hüftverschleißes: Denn Knorpel selbst hat keine Schmerzfühler. Erst wenn der Knorpelabrieb weit fortgeschritten sind und die Knochen beteiligt sind, wird die Arthrose schmerzhaft. Dabei spielen die Schmerzfühler in den Knochen eine Rolle. Durch zunehmende Wassereinlagerung durch die zunehmend brüchige und und poröse Oberfläche entsteht bei Hüftarthrose ein schmerzhaftes Knochenödem.

Erst in fortgeschrittenem Stadium kann der Patient auch Knirschen und Reibegeräusche aus dem Hüftgelenk wahrnehmen. Bestimmte Bewegungsrichtungen werden zunehmend eingeschränkt oder durch Schmerzen abhängig von bestimmten Bewegungsrichtungen blockiert.

Je früher sie bei Zeichen von Arthrose oder schmerzhaften Bewegungseinschränkungen ärztliche Hilfe aufsuchen, um so größer sind Ihre Behandlungsmöglichkeiten.

Manchmal ist das Gelenk bei Hüftarthrose geschwollen, überwärmt und stark in seiner Beweglichkeit eingeschränkt: Man spricht in diesen Fällen von einer entzündlich aktivierten Hüftarthrose.

Starke Hüftschmerzen durch Arthrose können häufig ohne eingehende klinische Untersuchung nicht von Kreuzschmerzen aus dem Bereich des Kreuzdarmbeines auseinandergehalten werden.

Welche Fragen stellt Ihnen der Hüftspezialist bei der Diagnose?

  • Haben sie morgens nach dem Aufstehen Anlaufschmerzen?
  • Spüren Sie eine Steifigkeit nach längerem Sitzen oder Ruhe?
  • Ist Ihr Hüftgelenk überwärmt, gerötet und schmerzhaft geschwollen?
  • Spüren Sie leichte oder deutliche Bewegungseinschränkungen oder Blockaden in Ihrem Hüftgelenk?
  • Spüren Sie schon Ruheschmerzen oder Nachschmerzen in Ihrer Hüfte?
  • Haben Sie nach Sport oder nach körperlicher Aktivität Beschwerden, die nicht nach 12-24 Stunden wieder zurückgehen?
  • Knackt oder reibt es in Ihrem Hüftgelenk?

Wenn einige dieser Fragen mit "Ja" beantworten müssen, wird Sie der Orthopäde auf eine Hüftarthrose untersuchen.

Diagnose der Hüftarthrose mit bildgebenden Verfahren

Andere Ursachen von Hüftschmerzen

  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
  • Verletzungen von Sehnen und Bändern
  • Nervenreizungen oder Druck auf Nerven
  • Probleme im Bauch mit Inneren Organen
  • Krampfadern bzw Probleme mit Venen
  • Gicht
  • Rheuma
  • Muskelverletzungen
  • Oberschenkelhalsbruch oder Trauma nach Sturz und Unfall
  • Hüftkopfnekrose
  • Ischiassyndrom

Röntgen:
Die Röntgenuntersuchung ist die wichtigste bildgebende Untersuchung bei Hüftarthrose. Unter Belastung kann der Knorpelverschleiß durch Verschmälerung des Gelenkspaltes ganz eindeutig nachgewiesen werden. Der Röntgenbefund im Stehen bei Belastung der Hüfte durch das eigene Körpergewicht ist der maßgebliche Befund, um eine Hüftarthrose nachzuweisen.

Die anderen diagnostischen Verfahren dienen lediglich der Differentialdiagnose (Ausschluß anderer Schmerzursachen) und der Diagnose von Begleiterkrankungen.

Ultraschallgerät (Sonografie):
Mit Hilfe des Ultraschallgerätes kann der Spezialist Wassereinlagerungen und Veränderungen der Weichteile (Sehnen, Bänder, Gelenk-Lippe, Muskulatur) im Hüftgelenk feststellen. Durch Ultraschall kann die Funktion der Bänder und Muskeln in Bewegung analysiert werden.

Magnetresonanztomographie (MRT):

Hüftschäden, die das MRT feststellen kann:
  • Labrumläsion: Beschädigung der Knorpellippe an der Gelenkpfanne
  • Knorpelschäden: Mechanische Schäden des Gelenkknorpels
  • Geröllzysten:Knöcherne Beteiligung bei Arthrose
  • Ödeme: Wassereinlagerungen im Knochen als Folge der Arthrose oder einer Knochennekrose
  • Magnetresonanzarthrografie: Verstärkung der Darstellung durch Gabe des Kontrastmittels Gadolinum
  • Bandverletzungen
Die MRT Untersuchung hat bei der Diagnose der Hüftarthrose gegenüber der Röntgenaufnahme einige Nachteile. Meist wird das MRT im Liegen gemacht. Daher wird die Verschmälerung des Gelenkspaltes nicht angemessen gezeigt. Die Untersuchung der Gelenkfunktion, die bei Arthrose durch Gelenksspaltverschmälerung sehr aussagekräftig ist, ist bei der MRT-Untersuchung also nur eingeschränkt.

Knorpelspezifische MRT Untersuchungsmethoden können aber den Zustand und die Vitalität des Gelenkknorpels, sowie in Ansätzen die Verteilung von Knorpelschäden im Gelenk verdeutlichen. (Sog. GERMRIC-Sequenz im MRT).

Ein MRT kann auch auch die Feinstruktur von Sehnen, Bänder und andere Weichteile darstellen. Röntgenbilder hingegen stellen nur Knochen und Ihre Lage zueinander dar. Für die Differentialdiagnose von Hüftschmerzen - also der Ermittlung anderer Ursachen neben der Arthrose - ist das MRT ebenfalls sehr hilfreich. Besonders wichtig ist die Magnetresonanzarthrografie: Das ist die Kombination einer MRT Unterschung mit einem Kontrastmittel (Gadolinum): Das Gadolinum wird vor der Untersuchung in die Vene gespritzt und führt zu einer besonders detailreichen Abbildung der Weichteile am Hüftgelenk.

Ernährung und Hüftarthrose

Fettgewebe und Hüftschmerzen

Das Fettgewebe bildet die sogenannten Adipokine. Das sind entzündungsfördernde Hormone. Adipokine fördern die Produktion weiterer Botenstoffe und Enzyme, die auch die elastische Knorpelmatrix im Hüftgelenk degradieren. Der Knorpel wird weicher und verliert seine Zähigkeit. Die Hormonwirkung wurde mit Hilfe von Untersuchungen an der Gelenkflüssigkeit von Patienten mit Arthrose des Hüftgelenks gezeigt. Muskelaufbau und Gewichtsreduktion - auch in bescheidenem Ausmass - wirken daher auch auf biochemischer Ebene schmerzlindernd und knorpelerhaltend.
Zur Adipokin-Studie

Der Knorpel in dem Hüftgelenk verschwindet nicht einfach so. Wenn es keine mechanischen Ursachen wie Hüftimpingement oder Schäden durch Unfälle gibt, ist meist die Lebensweise der wichtigste Einflußfaktor.

Meist werden Gelenke in der Moderne nicht mehr abgenützt, sondern sie verkümmern wegen Bewegunsgmangels und Sitzender Lebensweise.

Hüftarthrose und Sport: Die Rolle der Bewegung

Das Hüftgelenk leidet also unter Vernachlässigung mehr als unter Aktivität. Mit jedem Schritt wird die Gewebsflüssigkeit aus dem wasserhaltigen Knorpelgewebe hinausgedrückt. Bei jeder Entlastung saugt das Gewebe wieder frische Gewebsflüssigkeit an und führt dadurch Sauerstoff und Nährstoffe zu.

Bewegung ist also essentiell für den Stoffwechsel und die Vitalität des Knorpels. Dabei sind vor allem sanfte Bewegungen ohne heftige Stöße - also Radfahren, Schwimmen, Skilanglauf - besonders förderlich. Eine kräftige Hüftmuskulatur fördert den Stoffwechsel im Hüftgelenk ebenfalls. Sie entlastet zudem das Hüftgelenk indem Sie die Gelenkführung verbessert. Auch bei beginnender Arthrose können diese Faktoren den Fortgang der Arthrose stark verlangsamen, wenn die Lebensweise rechtzeitig angepasst wird.

Ernährung und Hüftarthrose

Die Ernährung wirkt sich mehrfach auf die Knorpelgesundheit im Hüftgelenk aus:

  1. Je höher das Körpergewicht, um so früher entwickelt sich Arthrose
    Menschen mit Übergewicht haben nach Studien über 10 Jahre früher Hüftarthrose als normalgewichtige Menschen mit ansonsten vergeichbaren Umständen. Das Übergewicht führt zu zunehmendem Knorpelabrieb und ist ein eigenständiger Stressfaktor für das Hüftgelenk. Bereits 5 Kilo weniger Körpergewicht erhöhen die Lebensdauer des Hüftgelenks um Jahre.
  2. Stoffwechselstörungen sind nicht gut für den Gelenkknorpel
    Störungen des Fettstoffwechsels, des Zuckerstoffwechsels und der Harnstoffwechsels stehen mit Hüftschmerzen und Hüftarthrose in Verbindung. Auch das Auftreten schädlicher Entzündungen des Hüftgelenks bei Arthrose sowie das Schmerzniveau werden durch diese Stoffwechseleinflüsse stark erhöht. Als Schlussfolgerung empfehlen wir eine nährstoffreiche Diät die arm ist an Kohlenhydraten, reich an Protein und den Verzicht auf Nikotin, Alkohol und andere Zellgifte.
  3. Hüftarthrose wird durch entzündungsfördernde Ernährungbeschleunigt
    Mit Hilfe einer Ernährung, die reich ist an Omega-3-Fettsäuren könenn sie Entzündungsvorgänge reduzieren. Das wirkt shcmerzlindernd und hilft Ihnen dabei, Ihre Schmerzmittel zu reduzieren. Damit senken Sie auch die Wahrscheinlichkeit von knorpelschädigenden, entzündlich aktivierten Arthrosen. Sie können diese Nährstoffe in Kaltwasserfisch und Pflanzenölen (Rapsöl, Walnussöl, Leinöl) finden. Auch mit Hilfe von Fischölkapseln können Sie Ihre Omega-3-Fettsäure Zufuhr gezielt erhöhen. Erhöhen Sie auch den Anteil an pflanzlichem Proteinquellen, denn tierisches Eiweiß erhöht auch stets das Risiko von Entzündungsvorgängen im Körper.
Ausführliche Hinweise zu Arthrose und Ernährung finden Sie hier.

Vorbeugung gegen Hüftarthrose und arthrosegerechtes Verhalten

Das Hüftgelenk wird vor allem beim Stehen statisch belastet. Das gesamte Körpergewicht lastet auf der Hüfte. Durch den Mangel an Dynamik - also Schritte und Bewegungen - wird der Knorpel im Hüftgelenk permanent komprimiert. Durch fehlende Entlastung können bei statischer Belastung keine Nährstoffe in den Gelenkknorpel eingearbeitet werden. Bei stehenden Berufen ist so eine eigentlich unnatürliche Belastung sogar alltäglich. Der Gelenkknorpel der Hüfte regeneriert nicht mehr und verkümmert.

Hüftarthrose Übungen: Vorbeugung und arthrosegerechtes Verhalten.

  • Vermeiden Sie Streckbewegungen der Hüfte unter Last, z.B. Langes Autofahren mit Kupplung. Automatik ist gesünder.
  • Trainieren Sie die Hüfte durch die Pendeln in Rückenlage: Legen Sie sich auf den Rücken, winkeln Sie Ihre Beine an. Lassen Sie Ihre Knie langsam unter dem eigenen Gewicht nach außen sinken, und schließen Sie sie wieder. Das dehnt Ihre Gelenkkapseln an der Hüfte und ernährt Ihre Gelenkknorpel.
  • Abspreizübung für die Hüfte: Lagen sie sich auf die Seite und heben ein Bein langsam soweit an wie es schmerzfrei möglich ist (Abduktionstraining). Wiederholen Sie das bitte 10 mal. Das fördert die Knorpelernährung
  • Entlasten Sie Ihr Bein durch Zug: Stehen Sie auf einem Bein und lassen Sie das freie Bein langsam vor und zurückpendeln. Durch Stehen auf einer Treppe, einem Absatz oder einem Block können Sie den Effekt noch verstärken. Der Gelenkknorpel der Hüfte wird so komplett entlastet und unter Zug bewegt.
  • Sitzen Sie mit Hüftarthrose nur mit Keilkissen: Die Hüfte sollte höher sein als die Knie.
  • Bewegen Sie sich hin und wieder während des sitzenden Alltags. Bei langem Sitzen unter 90° Winkel der Oberschenkel zum Körper stehen die Gelenkflächen der Hüfte unter Dauerdruck.
  • Nehmen Sie beim Aufstehen die Arme zu Hilfe: Senken Sie die beim Aufstehen hohe Belastungsspitze auf dem Knorpel des Hüftgelenks. Stützen Sie sich ab beim Aufstehen.
  • Treppen steigen ist gesund, statt Treppen abwärts gehen, nehmen Sie lieber Fahrstuhl oder Rolltreppe. Die Last auf den Gelenken ist beim Treppen abwärts gehen viel höher.

Hüftoperation bei Arthrose: Gelenkerhalt oder Gelenkersatz?

Hüft-TEP (Total-Endoprothese)
Eine durch Arthrose versteifte, schmerzhafte Hüfte ist heute kein endgültiger Zustand mehr: Die Verwendung von Hüftprothesen (Hüft-TEP) als Gelenk-Ersatz ist sehr erfolgreich. In diesem Bild: Moderne Schaftprothese mit Keramik-Gleitflächen. ©Gelenk-Doktor.de
Bei der Wahl der Operation bezieht der erfahrene Chirurg die persönliche Situation des Patienten immer mit ein. Je nach Alter, Beruf, Bewegungsvorlieben und Vorerkrankungen kann eine andere angepasste Therapie optimal sein. Der erfahrene Orthopäde mit einem weiten Methodenspektrum kann mit seinem Patienten eine genau passende Behandlung finden. Seit etwa 10-15 Jahren steht nicht mehr der Gelenkersatz durch Prothesen im Vordergrund, wenn über Hüftoperationen bei Arthrose gesprochen wird.

Mehr und mehr gerät die Früherkennung der Arthrose mit nachfolgender gelenkerhaltender Behandlung im Vordergrund. Voraussetzung für diese Entwicklung ist die intensive Erforschung der Ursachen der Hüftarthrose. Sind konkrete Ursachen erkennbar, kann der Orthopäde inzwischen häufig einen gelenkerhaltenden Behandlungsansatz bei beginnender Hüftarthrose finden. Je früher die Hüftarthrose diagnostiziert wird, um so eher kann ein gelenkerhaltender Behandlungsansatz gefunden werden.

Ist Heilung der Hüft-Arthrose ist bei rechtzeitiger Behandlung möglich?

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Viele Ursachen - Fehlstellungen, Knochen-Nekrose, Schenkelhalsbruch, können zu Hüftschmerzen und Hüftarthrose (Coxarthrose) führen. © Grays Anatomy

Bei rechtzeitiger Behandlung der Hüftarthrose gibt es zahlreiche Heilungsmöglichkeiten, die der Hüft-Spezialist patientengerecht einsetzen kann. Knorpelerhaltende oder knorpelpflegende minimalinvasive Behandlungen und Arthroskopie können den Krankheitsprozess oft frühzeitig stoppen. Moderne Verfahren wie Knorpelzelltransplantation (Autologe Chondrozytentransplantation) können - bei rechtzeitiger Anwendung - geschädigte Knorpel sogar aus körpereigenem Knorpelgewebe wieder nachwachsen lassen. Ursachen der sogenannten sekundären Arthrose, wie Hüftimpingement oder Hüftdysplasie können gelenkerhaltend behandelt werden, wenn Diagnose und Eingriff rechtzeitig erfolgen.

Fachartikel von Dr. Schneider zu Hüftarthrose:

Hüftarthroskopie

Wann hilft Hüftarthroskopie?
In einer Studie wurden 19 Patienten, Durchschnittsalter 36 Jahren, mit Femoro-Acetabulärem Impingement durch Hüftarthroskopie behandelt. Die Nachuntersuchung nach 4 Jahren ergab, dass 13 Patienten eine deutliche Verbesserung erfahren hatten. 4 Patienten, mussten in der Zwischenzeit mit einer Hüftprothese behandelt werden. Ausschlaggebend für den Ausgang der gelenkerhaltenden Hüftarthroskopie war der zum OP-Zeitpunkt bereits vorliegende Grad des Knorpelverschleißes. Literatur

Bei der Hüftarthroskopie erfolgt eine minimalinvasive Therapie des Hüftgelenks durch arthroskopische Instrumente. Diese Instrumente werden in langen, dünnen Schläuchen durch kleine, maximal 2 cm lange Schnitte in das Gelenk eingeführt. Die Hüftarthroskopie wird meist mit einem kurzen stationären Aufenthalt von etwa 4 Tagen verbunden. Mit wenigen Ausnahmen ist keine Rehabilitation nach der Operation erforderlich.

Durch rechtzeitiges Aufsuchen der orthopädischen Sprechstunde können Sie durch eine Hüftarthroskopie häufig eine schmerzhafte Krankheitsgeschichte bis hin zu einem Verlust des Hüftgelenks verhindern.

Welche Hüfterkrankungen können mit Hüftarthroskopie behandelt werden?
  • Labrum-Riss am Hüftgelenk (Riss der Gelenklippe an der Gelenkpfanne)
  • Knorpelschäden, z.B. nach Unfall
  • Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovialitis des Hüftgelenks
  • Freie Gelenkkörper ("loose bodies"): Knorpelabrieb und Knochensplitter im Gelenkraum in der Hüfte
  • Riss des Ligamentum teres femoris: Das Ligamentum teres ist das kleine Band, das innerhalb der Gelenkkapsel den Oberschenkelkopf mit der Hüftgelenkpfanne verbindet.
  • Femoro-Acetabulares Impingement: Wiederholte Berührung zwischen Oberschenkelhals und der Hüftpfanne führt zur Degeneration des Hüftgelenks.
  • Behandlung von Osteonekrose im Hüftgelenk: Hüftkopfnekrose ist das Absterben von Knochenzellen im Knochengewebe wegen fehlender Durchblutung.

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Bei schwerer Hüftarthrose oder Fehlstellung des Hüftgelenks können Korrekturen und Prothesen helfen

Hüftfehlstellung mit schwerer Arthrose (oben) im Vergleich zu einer gesunden Hüfte
Hüftfehlstellung mit schwerer Arthrose (oben) im Vergleich zu einer gesunden Hüfte (unten). ©Wikipedia
Schwerwiegende Fehlstellungen oder sehr fortgeschrittene Gelenkschädigung können einen vitalen und aktiven Menschen schwer behindern. Hüftarthrose kann äußerst schmerzhaftes Leiden verursachen. Daher ist immer wieder auch Gelenk-Ersatz (künstliches Hüftgelenk) die letzte Behandlungsmöglichkeit. Sogenannte "Total-Endoprothesen" (künstliche Hüftgelenke oder Hüft-TEP) zählen zu den zuverlässigsten Operationen überhaupt: Zuvor stark behinderte Menschen erlangen wieder ein hohes Maß an schmerzfreier, natürlicher Beweglichkeit. Sie können oft in Beruf und Freizeit wieder aktiv werden. Wichtige Voraussetzung für den dauerhaften Erfolg der Hüftprothese (künstliches Gelenk) ist die Erfahrung des operierenden Arztes. Nach oben zum Inhaltsverzeichnis

Operationstechnik: Kleine Schnitte - Schnelle Genesung - maximale Erhaltung des natürlichen Knochens

Wesentlich - gerade für den älteren Patienten - sind schonende Operations- Techniken: Muskeln und Sehnen müssen möglichst unverletzt bleiben. Eine großflächige Durchtrennung der starken Hüftmuskeln bei herkömmlichen Operationen verursacht Blutverlust, große Narben und lange Heilungszeiten. Sie als Patient wollen eine lange Heilungsdauer aber vermeiden. Die anspruchsvolle minimalinvasive Operation (kleine Schnitte) ermöglicht Ihnen eine raschere Genesung und Rückkehr zur Beweglichkeit. Der erfahrene Orthopädische Gelenks-Spezialist kann auf Grund moderner Methodik Prothesen auch knochensparend operieren: Ihr natürlicher Knochen kann weitestgehend erhalten bleiben.Nach oben zum Inhaltsverzeichnis

Wichtige Behandlungsmethoden der Hüfte mit Arthrose

Dr. Schneider kann durch seine Spezialisierung ein umfassendes Spektrum an Hüfteingriffen anbieten. Der Gelenks-Spezialist ist mit den modernen Methoden praktisch vertraut. Bei älteren Patienten ist schnelle Genesungszeit wesentlich. Für jüngere, aktive Patienten steht oft natürliche Beweglichkeit und sportliche Aktivität im Vordergrund. In vielen Fällen kann der erfahrene Spezialist eine angepasste Operation wählen.
Hüftkappenprothesen oder McMinn Prothesen sind knochensparende Hüft-Prothesen. Für Menschen Mit Metallallergie gibt es die McMinn-Prothese mit Keramik-Beschichtung
Hüftkappenprothesen oder McMinn Prothesen sind knochensparende Hüft-Prothesen. © Gelenk-doktor.de

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