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Tarsaltunnelsyndrom - wenn plötzlich der Schmerz im Fuß auftritt

Orthopädie Aktuell - Fr, 11/02/2018 - 11:17

Sie verspüren Schmerzen im Fuß und das im Bereich des Innenknöchels? Möglicherweise wird dieser Schmerz auch von Schwellungen begleitet? Der Schmerz strahlt aus bis in den Vorfuß und in die Fußsohle? Kommt es zusätzlich zu einem Kribbeln, Brennen oder gar Taubheitsgefühlen in den Zehen? Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie am sogenannten Tarsaltunnelsyndrom leiden. Den Tarsaltunnel als Halteband des Beugemuskels finden wir als kleineren Kanal direkt hinter dem Innenknöchel. In diesem Bereich durchlaufen zahlreiche Blutgefäße, Sehnen und Bänder den Tunnel. Doch was ist zu tun, wenn Sie am Tarsaltunnelsyndrom leiden? Was sind die Ursachen? Wie diagnostiziert es Ihr Arzt und welche Behandlungswege stehen offen? Das werden wir Ihnen im nachfolgenden Artikel Schritt für Schritt näherbringen.

Was ist und wie äußert sich das Tarsaltunnelsyndrom?

Das Tarsaltunnelsyndrom ist eine schmerzhafte Erkrankung der Weichteilgewebe am Rückfuß. Die stechenden oder dumpfen Schmerzen sind aber nicht belastungsbedingt, sondern beruhen auf einer Veränderung der Weichteilgewebe am Rückfuß.

Ursachen
  • Umknickverletzung des Knöchels mit Schwellung
  • Diabetischer Fuß
  • Angeborene Fehlbildung der Innenbänder
  • Arthrose im Sprunggelenk
  • Verstärkung durch Skischuhe

Liegt ein sogenanntes Tarsaltunnelsyndrom vor - welches auch als Nervenkompressionssyndrom oder tarsales Engpasssyndrom bezeichnet wird - handelt es sich dabei um einen Reizungs- oder Schädigungszustand des Schienbeinnervs, Nervus tibialis. Dieser Nerv durchläuft durch den zwischen dem Ligamentum Laciniatum (einem Innenband) und dem Sprungbein gebildeten Kanal hinter dem Sprunggelenk und verzweigt sich dann im Fuß.

Beim Tarsaltunnelsyndrom ist dieser Kanal - der Tarsaltunnel - verengt und das im Bereich Ihres Sprunggelenks.

Symptome des Tasaltunnelsyndroms Mögliche Symptome
  • Schmerzen am inneren Fußrand
  • Ausstrahlung zur Fußsohle
  • Ausstrahlung zum Fußrücken
  • Rückfußschmerz mit Ausstrahlung in die Wade
  • Gefühlsstörungen an der Außenseite des Fußes
  • Gefühlsstörungen an der Fußsohle
  • Druckschmerz im Bereich des Tarsaltunnels hinter dem Innenknöchel

Die Symptome des Tarsaltunnelsyndroms sind häufig für Arzt und Patient schwer zu interpretieren. Wie bei jedem Nervenkommpressionssyndrom sind sie häufig individuell verschieden und verändern sich im Laufe der Zeit. Nicht immer treten alle Veränderungen gleichzeitig auf. Man verwechselt das Tarsaltunnelsyndrom häufig auch mit rheumatischen Erkrankungen des Fußes.

Ein verengter Kanal, durch welchen unter anderem Nervenbahnen laufen, sorgt für Druck oder gar Druckschädigungen auf diesen Nerv. Jeder Druck auf Nervenbahnen versucht Taubheit aber auch Schmerzen. Menschen mit Problemen im Bereich der Halswirbelsäule kennen das. Was bei der HWS (Halswirbelsäule) zu einem Schmerz im Arm, Taubheitsgefühlen oder einem Kribbeln bis in die Finger führt, zeigt sich beim Tarsaltunnelsyndrom in gleicher Weise in Ihrem Fuß. Hierbei sind wegen dem Verlauf des Nervs die Symptome jedoch schwerpunktmäßig auf Ihren Vorfuß und den Innenrand der Fußsohle konzentriert.

Was ist das Behandlungsziel bei Tarsaltunnelsyndrom?

Behandlungsziel beim Tarsaltunnelsyndrom ist es natürlich, die Kompression des Nerven zu beseitigen und dadurch diese Missempfindungen oder gar Schmerzen abzustellen. In der Regel ist dabei auf keine OP erforderlich. Doch je nach Ausprägung kann es unter Umständen notwendig werden, den Druck vom Nerv zu nehmen.

Wieso ist es so wichtig, hier regulierend und behandelnd einzugreifen?

Ihr Schienbeinnerv hat eine wichtige Aufgabe bei der Bewegung des Fußes. Die Muskulatur der Unterschenkel und die Bewegung des Fußes wird durch diese Nervenbahn gesteuert. Letztlich wird hier das Gangbild des "ausgesteuert". Doch nicht nur das: Sämtliche Gefühlswahrnehmungen der Fußsohle, der Ferse und Ihres Unterschenkels werden über diese Nervenbahn zurück an Ihr zentrales Nervensystem geleitet. Liegt hier eine (nachhaltige) Störung vor, die durch den konstanten Druck bei einer Verengung vom Tarsaltunnel erzeugt wird, beeinträchtigt dieser Zustand im Bereich Ihres Fußes oder des Unterschenkels Ihr Gangbild erheblich. Wie bei jeder Nervenkompression ist es wichtig, eine dauerhafte Schädigung oder gar ein Absterben des Nervus tibialis und seiner Verzweigungen im Fuß zu verhindern. Hierfür kann sogar eine nervenentlastende Operation (Dekompression) notwendig werden.

Was ist unter dem "vorderen Tarsaltunnelsyndrom" zu verstehen?

Ist bei Ihnen der Bereich am Fußrücken oder am Sprunggelenk von der Einengung betroffen, so wirkt sich das auf den Nervus peronaeus profundus aus: Dann handelt es sich bei Ihrem Tarsaltunnelsyndrom um das sogenannte "vordere Tarsaltunnelsyndrom". Dies wird in der Medizin ebenso als Fibularis-Syndrom bezeichnet.

Wodurch wird das Schmerzsyndrom im Vorfuß ausgelöst?

Bänder und Strecksehnen Ihrer Muskulatur am Unterschenkel überspannen den Fuß. Hierbei kann der Nerv eingeengt werden. Das äußert sich durch ein breites Spektrum an Beschwerden. Gerade dann, wenn Sie Ihren Fuß belasten, verspüren Sie einen Schmerz im Bereich Ihres Fußrückens. Je nach Ausprägung weiten sich die Schmerzen jedoch auch auf die Ruhephasen aus und sind selbst in der Nacht zu verorten.

Leiden Sie unter einem vorderen Tarsaltunnelsyndrom, können Sie das auch an weiteren Beschwerden oder Empfindungen festmachen. So weist das Hautareal zwischen Ihrer ersten und zweiten Zehe ein geändertes Hautgefühl auf, wenn Sie es berühren oder beispielsweise die so beliebten Flip-Flops im Sommer tragen. Dieses Tunnelsyndrom bringt zudem Kribbeln und weitere Empfindungsstörungen im Fuß sowie in den Zehen mit sich. Zusätzlich zu diesen Formen der Beschwerden ist es möglich, dass Ihre Muskeln der Zehenstrecker schwächer als zuvor sind. Der obligatorische Druckschmerz, der durch die Verengung des Kanals auftritt, ist selbstverständlich ebenso deutlich zu spüren. Gerade dann, wenn sie sehr enge und hochhackiges Schuhwerk oder Schuhe mit einem hohen Schaft (Bergschuhe, Skischuhe) tragen, werden die Ihnen bereits bekannten Symptome in der Regel nachhaltig verstärken.

Doch was löst das vordere Tarsaltunnelsyndrom aus? Die Möglichkeiten, die als ursächlich für diese Problemstellung führen, sind breit gestreut. Es ist möglich, dass eine Fußverletzung bei Ihnen zu diesem Syndrom führt oder ein Überbein verantwortlich ist. Doch auch eine Diabetes mellitus kann das Krankheitsbild verursachen. In rund der Hälfte aller Fälle ist jedoch beim vorderen Tarsaltunnelsyndrom keine definitive Ursache als Auslöser zu verorten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Symptome häufig einfach ignoriert werden, bis der Druckschmerz und die Missempfindungen zu intensiv werden.

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