Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

Alte Bundesstr. 58, 79194 Gundelfingen

Tel: (0761) 55 77 58 0

kontakt@gelenk-doktor.de

Termin anfragen

Oberschenkelhalsbruch (Oberschenkelhalsfraktur)

Wichtige Begriffe und Synonyme
Coxarthrose, Hüftarthrose, Hüft-OP, Hüft-TEP, Hüftprothese, Totalendoprothese, Hüfttotalendoprothese, Oberschenkelhalsbruch, Schenkelhalsfraktur, Oberschenkelbruch, Oberschenkelfraktur, Hüftkopfsterben, Hüftkopfnekrose Osteoporose
Der Oberschenkel ist über den Oberschenkelhals mit dem Hüftgelenk verbunden. Der Oberschenkel ist über den Oberschenkelhals mit dem Hüftgelenk verbunden. Osteporose kann die Knochendichte vermindern und bei Stürzen die Wahrscheinlichkeit von Brüchen deutlich erhöhen. Oberschenkelhalsbrüche sind eine häufige Ursache für die Operation von Hüfttotalendoprothesen. © Grays Anatomy

Oberschenkelhalsfrakturen gehören zu den häufigsten Verletzungen für Menschen über 65 Jahren. Oft führen banale Stürze älterer Menschen zu den gefürchteten Oberschenkelhalsbrüchen. Weil oft betagte Menschen betroffen sind ist ein Oberschenkelhalsbruch oft ein einschneidendes Ereignis mit einem hohen Komplikationsrisiko und sogar Sterblichkeitsrisiko bei der Ausheilung. Oft vermindert sich die Mobilität nach Oberschenkelhalsbruch ganz entscheidend: Betroffene werden oft nicht mehr gehfähig oder werden bettlägerig.

Klirrende Kälte und Schnee sorgen nicht nur für Spaß auf den Ski-und Snowboardpisten: An ältere Menschen stellt ein harter Winter ganz besondere Anforderungen. Durch Eis und überfrierende Nässe auf Straßen, rutschigen Hauseingängen und Treppen ergeben sich zahlreiche Gefahrensituationen. Sogar in der eigenen Wohnung verursacht an Schuhen eingebrachter Schnee plötzlich neue Gefahrenherde, die zu Stürzen führen können. Ein Oberschenkelhalsbruch nach einem Sturz wird durch Osteoporose begünstigt: Bei Osteoporose nimmt die Knochendichte allgemein ab. Durch die bei Osteoporose abnehmende Knochendichte erhöht sich bei Stürzen die Gefahr von Brüchen, also auch von Oberschenkelhalsbrüchen.

Neben Glatteis und gefährlichem Untergrund ist nicht selten das Auftreten von Kreislaufstörungen, Schwindel, Bewusstlosigkeit und Gleichgewichtsstörungen der Anlass für gefährliche Stürze im älterer Menschen.

Bei Sturz auf Oberschenkel oder Hüfte tritt oft ein Oberschenkelhalsbruch auf. Der Oberschenkelhals ist die Verbindung des langen Hüftknochens (Femur) mit dem Hüftgelenk.

Der beste Schutz gegen Oberschenkelhalsbruch: ein guter Trainingszustand

Prävention gegen Oberschenkelhalsbruch

  • Beweglichkeit und Muskelstärke
  • Gute Sicht
  • Vitamin-D und calciumreiche Nahrung
  • Verzicht auf Nikotin und Alkohol
  • Einrichtung mit Haltegriffen
  • Barrierefreie Wohnumgebung

Bewegliche Senioren in einem guten Trainingszustand überstehen solche Glatteisstürze oft ohne Folgen. Die beste Vorbeugung gegen Sturzverletzungen am Hüftgelenk ist daher regelmäßige körperliche Bewegung und eine gut trainierte Hüftmuskulatur.

Für ältere Menschen ist die Beachtung von Grunderkrankungen, die Stürze auslösen können besonders wichtig. Dazu gehören Herz-Kreislaufbeschwerden und Schwindel. Auch die Sehfähigkeit sollte kontrolliert werden, denn gutes Sehen ermöglicht das Erkennen von Hindernissen und beugt Stürzen mit Oberschenkelhalsbruch vor.

Eine Ernährung mit viel Kalzium und Vitamin-D kann einen Beitrag zum Aufrechterhalten einer guten, stabilen Knochenstruktur sein. Ein Verzicht von Alkohol und Nikotin ist im Interesse einer guten Knochendichte zu empfehlen. Altersgerechte Einrichtungen Haltegriffe im Badezimmer, und Hilfsmittel wie Gehstöcke und Greifzangen können die Gefahr von Stürzen mit Oberschenkelhalsbruch weiter vermindern.

Diagnose: Ein Oberschenkelhalsbruch ist nicht immer offensichtlich

Treten nach einem Sturz aber Schmerzen im Hüftgelenk auf, ist eine Klärung durch den orthopädischen Hüftspezialisten dringend geboten. Denn ein Oberschenkelhalsbruch muss nicht sofort zu vollständigen Gangstörungen führen. Oft erscheint das Bein noch belastbar, kann aber nicht mehr aktiv angehoben werden. Nach Bruch im Oberschenkelhals kann das Bein auch lediglich verdreht und leicht schmerzhaft erscheinen, weil die starken Bänder und Muskeln der Hüfte die Bruchstellen noch immer fest zusammenhalten.

Nach Erkennung der Bruchstelle muss der Oberschenkelhals schnell stabilisert werden

Erst das Röntgen durch den spezialisierten Orthopäden kann Gewissheit schaffen. Die Behandlung durch den Orthopäden richtet sich im Einzelfall nach zahlreichen Umständen, die der Spezialist erwägen muss: der genaue Verlauf der Bruchstelle und der Gesamtzustand des Patienten, Gewicht, allgemeiner Trainingszustand, biologisches Alter und Grunderkrankungen, wie Osteoporose, spielen bei der Wahl der Behandlung eine große Rolle.

Immobilität nach Oberschenkelhalsbruch birgt für den älteren Patienten zahlreiche Gefahren

Der Orthopäde will die Bruchstelle rasch stabiliseren. Gerade dem älteren Patienten muss der Orthopäde lange Phasen völliger Unbeweglichkeit ersparen. Er weiß, dass Folgeerkrankungen, wie lebensbedrohliche Thrombosen, Harnwegsinfekte und Lungenetzündungen bleibende Fehlstellungen im Hüftgelenk für Senioren sehr gefährlich sind. Je nach Lage der Bruchstelle kann der Oberschenkelhals fixiert werden oder durch eine Hüftprothese (Hüft-TEP) ersetzt.

Ein Oberschenkelhalsbruch wird in den wenigsten Fällen konservativ behandelt. Bei der konservativen Behandlung wird Belastung der Bruchstelle vermieden, in der Regel durch das konsequente Einhalten von Bettruhe mit Lagerung des vom Oberschenkelhalsbruch betroffenen Beins. Nach einiger Zeit kann bei konservativer Ausheilung das Bein wieder krankengymnastisch mobilisiert werden. Während der konservativen Behandlung des Oberschenkelhalsbruchs müssen regelmäßige Röntgenkontrollen erfolgen.

Obwohl eine konservative oder Hüftkopferhaltende Behandlung des Oberschenkelhalsbruchs Operationsrisiken scheinbar vermeidet, ist sie nicht ohne Risiken. Die Bruchstelle kann während der Ausheilung wieder verrutschen. Ein sogenanntes falsches Gelenk kann sich ausbilden. Betagte Patienten können sich auf Grund der langen Heilungszeit wundliegen. Auch bei einer konservativen Heilung kann der Knochen absterben, wenn durch Art und Lage des Oberschenkelhalsbruchs Blutgefäße absterben und die Versorgung des Knochens im Hüftgelenk unterbrochen ist. Man spricht dann von einer Hüftkopfnekrose als Folge des Oberschenkelhalsbruchs.

In den meisten Fällen entscheidet sich der Orthopäde für eine operative Behandlung des Oberschenkelhalsbruchs. Man spricht hier von hüftkopferhaltender und hüftkopfersetzender Therapie der Oberschenkelhalsfraktur. Mit Hilfe einer Hüftprothese kann der Patient schnellstmöglich die Folgen eines Oberschenkelbruches überwinden: bei einer Hüftprothese ist das betroffene Bein bereits am Tag nach der Operation wieder belastbar, langdauernde Bettruhe ist nicht erforderlich. Unmittelbar nach der Hüftprothesenoperation wird mit krankengymnastischen Übungen begonnen, um den Patienten wieder zu mobilisieren.

Verletzung der Weichteile: Arthrose kann die Folge sein

Abbbildung einer entzündeten Gelenkkapsel. Stürze auf das Hüftgelenk können auch ohne Bruch Langzeitschäden und Arthrosegefahr verursachen.  Abbbildung einer entzündeten Gelenkkapsel. Stürze auf das Hüftgelenk können auch ohne Bruch Langzeitschäden verursachen und zu Arthrose führen. © Dr. Schneider

Doch nicht nur Brüche des Oberschenkelhalses haben oft drastische Folgen für das Leben der Betroffenen. Oft verharmlost werden Verletzungen der Weichteile, Knorpel, Bänder und der Gelenklippe an der betroffenen Hüfte.

Früherkennung von Knorpelverletzungen ist wichtig

Der Sturz auf das Hüftgelenk kann zu einem Einreißen oder einer Aufrauhung der Knorpel im Hüftgelenk führen. Die erhöhte Reibung im Gelenk kann zu gefährlichem Knorpelabbau und später zu Hüft-Arthrose führen. Die klassische Röntgendiagnostik kann solche Knorpel-Verletzungen nicht erfassen. Mit modernen Methoden der Hüftarthroskopie und Kernspintomographie kann der orthopädische Spezialist Verletzungen des Knorpels und der Gelenksflächen inzwischen gut erkennen.

Schmerzepisoden in der Hüfte dürfen nicht verdrängt werden

Werden diese Verletzungen im Frühstadium nach dem Sturz behandelt, können chronische Krankheits-Verläufe bis hin zu schwerer Hüft-Arthrose (Coxarthrose) verhindert werden. Wird diese Verletzung nicht rechtzeitig behandelt, kann sich das Hüftgelenk stetig verschlechtern. Nach einem Sturz auf das Hüftgelenk kann der betroffene Patient Schmerzen zunächst nur unter Belastung oder in wiederkehrenden Episoden erleiden, bevor die Schmerzen später anfangen, den Alltag zu bestimmen.

Diese Schmerzepisoden werden von Betroffenen oft so lange verdrängt, bis sich das Hüftgelenk chronisch entzündet hat. Besucht der von Hüftschmerzen betroffene Patient den orthopädischen Spezialisten frühzeitig, wird eine Erkennung und relativ einfache Frühbehandlung dieser Sturzfolgen möglich.

Literatur

Eigene Bewertung: 
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3.9 (19 Stimmen)
Folgen Sie der Gelenk-Klinik auf Facebook oder Twitter

Wählen Sie ein Gelenk

Für eine medizinische Fragestellung - Coxarthrose, Arthrose, Gonarthrose, Sprungelenksarthrose, Hüftprothese, Hüftgelenks-TEP, Karpaltunnel-Syndrom, Facettengelenksarthrose etc klicken Sie auf ein Gelenk der orthopädischen Abbildung oben: Sie gelangen dann zu allen wichtigen Informationen Schulter, Sehnenverkalkung, Frozen Shoulder, Auskugelungen, Schultergelenks-Arthrose, Omarthrose, Schleimbeutel, Rotatorenmanschette Taube Hände, Karpaltunnelsyndrom, Medianus Neurolyse minimalinvasiv durchführen Huefte, Coxarthrose, Cox-Arthrose, Hueft-TEP, künstliches Hüftgelenk, Hüftprothese, Hüftschmerzen, Hüftnekrose, Ellenbogen-Gelenk Handgelenk: taube Hände und das Karpaltunnelsyndrom, Medianus Neurolyse minimalinvasiv durchführen knie Haglundferse, Fersensporn, Morton Neurom, Metatarsalgie,  Fuss, Zehen, Hallux Valgus, Hallux Rigidus, Schiefe Zehen, Hammerzehe, Krallenzehe, Korrektur Sprunggelenk, Sprunggelenksprothese, Knöchel, Fussgelenk, Sprunggelenk-Arthrose, Sprunggelenk-Prothese, Sprungelenksarthroskopie, Knorpeltransplantation, Chondrozytentransplantation Wirbelsäule, Bandscheibe, Lendenwirbelsäule, Halswirbelsäule, Bandscheibenvorfall, Rückenschmerzen

Orthopädische Spezialisten

Facharzt für Orthopädie

Dr. med. Martin Rinio
Facharzt für Orthopädie an der Gelenk-Klinik

 
Facharzt für Orthopädie

Dr. med. Thomas Schneider Facharzt für Orthopädie an der Gelenk-Klinik

 
Termin telefonisch vereinbaren:
0761-55 77 58 0

Orthopädische Gelenk-Klinik

Informationen zu Untersuchung und stationärem Aufenthalt in der orthopädischen Gelenk Klinik

Orthopädische
Gelenk-Klinik
Zentrum für Arthrosetherapie und Endoprothetik

Spezialisierung:

  • Orthopädie
  • Unfallchirurgie
  • Neurochirurgie
  • Rehabilitative Medizin

Tel: (0761) 55 77 58 0

praxis@gelenk-doktor.de

Virtueller Rundgang

360° Virtueller Rundgang: Ansicht der Ambulanz