Orthopädische Gelenk-Klinik

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Evolution des Fußes: Der Ur-Mensch musste erst mal die Hände frei bekommen

Anatomisches Bildes des FussgewölbesGreif-Fuß und der federnde Menschen-Fuß haben ganz unterschiedliche Spezialisierungen © The Institute of Human Origins

In der Stammesgeschichte des Menschen ist der Fuß aus dem Greiffuß unserer baumbewohnenden Vorfahren entstanden. Bei dem Greiffuß sind die Fußwurzelknochen, wie jeder noch an seiner eigenen Hand sehen kann, flach nebeneinander und hintereinander angeordnet. Die Fußinnenfläche ist in diesem Stadium noch weich und gekrümmt.

Der Greiffuß ist hervorragend zum Festhalten geeignet.

Beim Gehen über den Boden bietet er aber wenig Stabilität. Der Greiffuß rollt beim Gehen über die Außenkante ab. Den instabilen watschelnden Gang, der daraus resultiert, kennt jeder, der einen Schimpansen auf zwei Beinen gesehen hat: Die Schimpansen mühen sich zwar für kurze Zeit in einen schwankenden, aufrechten Gang, um dann aber so schnell es geht wieder vierfüßig zu gehen.

Fußabdrücke eines Australopithecus afarensis aus Laetoli Vor 3,5 Mio Jahren war es so weit: die ersten in Vulkanasche erhaltenen Fußabdrücke eines Australopithecus afarensis aus Laetoli gleichen in allen Details denen des modernen Menschen. Ein paar Schuhgrößen fehlen noch, aber die Evolution kann beginnen. © Wikimedia

Was mußte also passieren, bevor der Mensch sich entspannt aufrichten und auch mal ein Eis essen gehen konnte?

Der menschliche Fuß, der unsere Hände befreit hat und uns die entspannte Rundumsicht, etwa zum Schuhe kaufen, ermöglicht, mußte stabiler werden. Die menschliche Beinachse musste sich begradigen. Der Mensch musste lernen, von der Ferse ausgehend über den Großzehen abzurollen.

Vom Greiffuß zum menschlichen Fuß: die stabile Knochenspirale

Der entscheidende Schritt vom Greiffuß zum menschlichen Fuß ist eine spiralige Verdrehung der Fußwurzelknochen. Die Fußwurzelknochen kommen so übereinander zuliegen. Die Fußknochen liegen dann nicht mehr flach nebeneinander auf dem Boden, sondern bilden einen stabilen, dennoch federnden Bogen: das Längsgewölbe des menschlichen Fußes.

Natürliche Variation beim Fußlängsgewölbe: Hohlfuß und Senkfuß

Anatomisches Bildes des FussgewölbesDer Trick mit der Spirale: Aus 49 Knochen konnte die Natur durch Verdrillung eine federnde, stabile Einheit formen © Grays Anatomy

Auch heute noch sieht der Orthopäde das Längsgewölbe des Fußes in mehreren unterschiedlichen Varianten. Beim stärker verdrehten Hohlfuß ist das Fußgewölbe besonders hoch aufgerichtet. Beim Senkfuß ist das Fußlängsgewölbe abgesenkt, die innen liegenden Fußwurzelknochen sind dem Boden näher.

Während der baumbewohnende Vorfahr des Menschen von solchen Varianten des Greiffußes nicht profitieren konnte, muß der stabilere Fuß mit dem aufgerichteten Längsgewölbe einem seiner eher bodenbewohnenden Nachfahren so entscheidende Vorteile gebracht haben, daß er ihn uns vererbt hat.

Der menschliche Fuß befreit die Hände

Der menschliche Fuß verschafft in Verbindung mit dem aufrechten Gang Umsicht und Überblick. Der stabile Fuß befreit die Hände für den Werkzeuggebrauch- der Fuß ermöglicht wanderndes Durchqueren der Savannen, Sammeln oder einfach das Tragen des Nachwuchses.

Die Wissenschaft entwickelt regelmäßig neue Theorien darüber, was uns letztlich zu Menschen gemacht hat: das komplexe Sozialleben; die Fähigkeit monatelang extrem unselbstständige Jungtiere zu versorgen und damit eine komplexere Gehirnentwicklung zu unterstützen; Werkzeuggebrauch und Ausbildung des Verstandes durch Perfektion unserer Hand-Augen Koordination.

Es gibt aber eine meist unausgesprochene Voraussetzung für all diese Prozesse. Der Urmensch musste zunächst einmal die Hände frei bekommen, sich dann gut koordiniert auf stabile Füße aufrichten, um all diese hochinteressanten Projekte der Evolution anpacken zu können.

Der Mensch und seine besonderen Projekte beginnen also mit und an seinen Füßen. Und seither verrichten unsere Füße bescheiden und verlässlich, weit weg vom Kopf, Ihren Dienst, damit der Mensch sich mit den scheinbar wirklich wichtigen Dingen beschäftigen konnte.

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