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Kartilaginäre Exostose (Osteochondrom) am Talus (Sprunggelenk)

Die kartilaginäre Exostose am Fuß und Sprunggelenk ist ein gutartiger Knochentumor. Als "gutartig" bezeichnen wir nicht streuende Tumore, die sich nicht in anderen Geweben verbreiten, um dort ebenfalls Tumorwachstum auszulösen.

Dieser Knochentumor wird auch als Osteochondrom bezeichnet.

Auf Grund eines Gendefekts kann die kartilaginäre Exostose familiär gehäuft auftreten. Mädchen und Jungen sind gleich häufig betroffen.

Wichtige Begriffe zu Verständnis und Abgrenzung von Knochentumoren

  • Ganglion: Ein Ganglion ist als Weichteil-Tumor zu unterscheiden von der Exostose. Der Weichteiltumor der im Volksmund: Überbein genannt wird, ist also keine knöcherne Exostose.
  • Exostose: Eine Exostose ist ein meist gutartiger knöcherner Tumor. Meistens wächst er aus dem Knorpelgewebe der Wachstumsfuge (Epiphysenfuge), verknöchert dann aber im weiteren Verlauf.
  • Osteochondrom: Ein Osteochondrom ist ein meist gutartiger kartilagener (aus dem Knorpel der Epiphysenfuge stammender) Tumor. Meistens wächst er aus dem Knorpelgewebe der Wachstumsfuge (Epiphysenfuge), verknöchert dann aber im weiteren Verlauf.
Röntgenbild einer kartilaginären Exostose am Talus (schwarz umrandet) Röntgenbild einer kartilaginären Exostose am Talus (schwarz umrandet). Diese Wucherung verknöchernden Knorpelgewebes aus der Wachstumsfuge muss nur dann operativ entfernt werden, wenn Schmerzen auftreten oder Fehlbildungen der umliegenden Gelenke drohen. Diese Exostose vergrößert sich während der Wachstumsphase von Kindern. Bei Erwachsenen ist das Wachstum der Exostosen meistens abgeschlossen. Wenn es dann noch immer weiterwächst, muss es operativ entfernt werden. In der überwiegenden Mehrzahl aller Fälle handelt es sich um einen gutartigen Tumor. Bei unvollständiger Entfernung droht ein Rezidiv (Rückfall). © Dr. Thomas Schneider

Was ist eine kartilaginäre Exostose (Osteochondrom?)

Das Osteochondrom der Epiphysenfuge des Talus besteht aus langsam verknöcherndem Knorpel und Knochengewebe. Dieses Osteochondrom kann praktisch an allen Knochen als gutartige Wucherung der Epiphysenfuge (Wachstumszone) des Körpers vorkommen. Wenn ein Osteochondrom auftritt, wächst es, wie der übrige Knochen, in der Wachstumsphase. Es wird also in den meisten Fällen im Alter zwischen 10-20 Jahren bemerkt.

Symptome der kartilaginären Exostose

Das Osteochondrom bzw. die kartilaginäre Exostose ist in der Regel nicht schmerzhaft. Je nach Anzahl und Wachstumsverhalten der kartilaginären Exostosen sind die tatsächlich beobachteten Symprome sehr variabel. Schmerzen entstehen, wenn es im Verlaufe des Wachstums auf ein Blutgefäß oder einen Nerven trifft. Schmerzhaft kann auch eine mögliche Blockade eines Gelenks durch das Wachstum des Osteochondroms sein, wie in der Abbildung am Beispiel der kartilaginären Exostose des Talus gezeigt. Durch diese ungewöhliche Form der kartilaginären Exostose kann auch eine schmerzhafte Schleimbeutelentzündung (Bursitis) ausgelöst werden.

Auch eine maligne Entartung des Osteochondroms ist schmerzhaft.

Form der kartilaginären Exostose

Die kartilaginäre Exostose ist mit 90% überwiegend stilförmig, manchmal auch breitbasig am übrigen Knochen befestigt. Sie wächst meist aus den metaphysären Epiphysenfugen (Wachstumsfugen) der Knochen. Die Exostose hört auch meist mit dem allgemeinen Knochenwachstum auf, weiter zu wachsen. Das Osteochondrom, ist stets von einer dünnen Knorpelschicht bedeckt.

Meist entsteht das Osteochondrom am Ende langer Röhrenknochen: Humerus (Oberarm), Femur (Oberschenkel) und Tibia (Schienbeinknochen).

Seltenetr sind Hand- und Fußknochen, wie z.B. der Talus (Sprungbein) vom Osteochondrom betroffen.

Prognose und Therapie

Diese Exostosen sind im wesentlichen gutartige Tumore: Sie streuen nicht. Nur 0,25% aller Osteochondrome sind bösartig. In der Regel wird daher von einer operativen Entfernung abgesehen. Nur wenn diese Exostosen nach Beendigung der Wachstumsphase weiterwachsen, ist eine operative Resektion (Entfernung durch Herausschneiden) des Osteochondroms notwendig.

MRT-Bild einer kartilaginären Exostose am Talus MRT-Nachweis einer kartilaginären Exostose am Talus. Die MRT Aufnahme unterstützt die Differentialdiagnose der kartilaginären Exostose. Vor allem die Verbindung zu Blutgefäßen oder NErven kann mit Hilfe des MRTs gut gezeigt werden. © Gelenk-Klinik

Symptome der kartilaginären Exostose am Talus

Die kartilaginäre Exostose kann aber gerade am Sprungbein (Talus) durch verdrängen von anderem Knochen oder Nerven udn Blutgefäßen sehr störend und schmerzhaft sein. Im Wachstum kann diese Exostose ausgeprägte Gelenkdeformitäten am Sprunggelenk nach sich ziehen.

Die kartilaginäre Exostose hat häufig eine Pilzform und ist an der Oberfläche noch mit einer dünnen (1-4mm) Knorpelschicht bedeckt.

Diagnose der kartilaginären Exostose (Osteochondrom)

Die Lage, Symptome wie Schmerzen, und das Wachstumsverhalten des Knochentumors entscheidet über die Behandlung. Gerade am Sprunggelenk kann die kartilaginäre Exostose zu Gelenkfehlstellungen oder sogar Fußfehlstellungen führen.

Die Diagnose wird zunächst klinisch durch eine direkte Untersuchung geführt. Zur weiteren Absicherung wird eine Röntgenuntersuchung durchgeführt.

Eine MRT-Untersuchung leistet einen Beitrag zur Abgrenzung der kartilaginären Exostose von anderen Tumorarten.

Operation der kartilaginären Exostose am Talus

Die Operationen am Fuß- und Sprunggelenk bedürfen hier aus anatomischen aber auch aus operationstechnischen Gründen einer besonderen Spezialisierung.

Die in der Nähe liegende Wachstumsfuge darf dabei unter keinen Umständen geschädigt werden: Auch bei Schäden an der Epiphyse (Wachstumsfuge) drohen Deformationen durch Störung des Knochenwachstums.

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