Orthopädische Gelenk-Klinik

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Die Untersuchung von Hüftschmerzen mit dem Ultraschallgerät ist ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik

Zementfrei oder zementierte Befestigung der Hüftprothese?

Hüfttotalendoprothese für ältere Patienten mit geringerer Knochenstabilität: die Vollprothese der Hüfte mit zementierter Schaftbefestigung im Oberschenkelknochen.

Der Gelenk-Kopf der Hüftprothese mit Metall PET-Gleitpaarung Der Gelenk-Kopf (inks) und Gelenkpfanne (rechts) der Hüftprothese mit Metall PET-Gleitpaarung.

Der stabile knöcherne Einbau einer Hüftprothese in den Oberschenkelknochen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Rehabilitation und eine lange Standzeit der Prothese. Wir setzen die stabile, schnell herstellbare Zement-Verankerung nach einer Hüftarthrose, aber auch nach einem Oberschenkelhalsbruch ein.

Hüftprothese mit Schaftbefestigung. Diese Vollprothese wird stabil im Markraum des Oberschenkel- Knochens verankert. Der Oberschenkelhals wird dabei ersetzt und stabilisiert. Hüftprothese mit Schaftbefestigung. Diese Vollprothese wird stabil im Markraum des Oberschenkelknochens verankert. Der Oberschenkelhals wird dabei ersetzt und stabilisiert. Die Prothese besteht aus einer Titanlegierung, die sehr gut verträglich ist.

Zementierte Hüft-TEP nach Hüftkopffraktur

Bei vielen, gerade älteren , Patienten über 75 Jahren, ist nicht nur der Gelenkknorpel durch Hüftarthrose beeinträchtigt.

Auch die Knochendichte und Knochenstabilität ist so stark herabgesetzt, dass die Gefahr von " Oberschenkelhalsbrüchen besteht. Eine verminderte Knochendichte oder gar Osteoporose führt vor allem nach Stürzen älterer Patienten zu Oberschenkelhalsfrakturen.

Ein solcher Oberschenkelbruch hat eine lange, für ältere Menschen gefährliche Heilungszeit mit ungewissem Ergebnis zur Folge. Durch die lange Liegezeit bei einer Knochenheilung nach Oberschenkelhalsbruch gibt es die Gefahr von Folgeerkrankungen und allgemeinem körperlichem Abbau durch die erzwungene, mehrmonatige Ruhigstellung.

Die Implantation einer Hüftprothese nach Resektion des berochenen Oberschenkelhalses kann diese - gerade für ältere Patienten - gefährliche Phase der Immobilität auf wenige Tage abkürzen: Der Patient kann mit einer modernen Hüfttotalendoprothese bereits am Tag nach der Operation wieder gehen.

Die schnelle, dauerhafte Befestigung des Prothesenschaftes mit Knochenzement (Polymethyl-Acrylat) leistet einen wichtigen Beitrag für diese schnelle Mobilisierung nach Hüftfraktur. Der Knochenzement stellt innerhalb von Minuten eine stabile Verbindung zwischen Prothesenschaft und Oberschenkelknochen her.

Zementierung bei geringerer Knochendichte

Die Versorgung schwerer Hüftarhrose ist neben den unfallchirurgischen Anwendungen das Haupeinsatzgebiet der Hüftprothese. Auch nach Hüftarthrose kann die Knochendichte und damit die Regenerationsfähigkeit des Oberschenkelknochens bei älteren Patienten herabgesetzt sein. Hier ist die zementierte Befestigung der Prothese mit sofortiger Vollbelastung vorteilhaft für das Gesamtergebnis.

Was kann die Knochenstabilität im Hüftgelenk herabsetzen?

  • Altersbedingter Abbau der Knochendichte
  • Osteoporose
  • Durchblutungsstörungen
  • Knochennekrose
  • Starke Verformung von Gelenkpfanne oder Oberschenkelhals

    Zementierung verkürzt die Rehabilitation

    Die Zementverankerung der Hüfttotalendoprothese ist die älteste Verankerungmethode. Zur zementierten Hüftprothese liegen heute am meisten klinische Erfahrungen vor. Bei der Zementverankerung wird der Prothesenschaft im Markraum des Oberschenkelknochens "einzementiert". Bei der zementierten Hüftprothese kommt der körperverträgliche, sofort klebende Kunststoff Polymethylacrylat zum Einsatz. Er härtet sofort aus, die Hüftprothese ist also am Tag nach der Operation bereits belastbar.

    Moderne Zementiertechniken bei Hüftprothesen

    Der Knochenzement für die Hüftprothese ist ein schnell aushärtender Kunststoff. Er wird während der Hüftprothesenoperation durch Vermischen einer Flüssigkeit und eines Pulvers hergestellt. Zement verbindet die Knochenoberfläche mit dem in den Knochenhohlraum hineinragenden Schaft der Hüftprothese. Gerade die Technik der Zementierung einer Hüftprothese hat sich in den letzten Jahrzehnten noch einmal deutlich verbessert. Wir verwenden heute alle technischen Möglichkeiten zur optimierten Zementiertechnik. Diese Technik wird als Vakuumzementiertechnik bezeichnet.

    Der Zement wird unter einem Vakuum angerührt: Während dem Anrühren wird die gesamte Luft aus dem geschlossenen Behälter gesaugt. Dieses Vakuum vermindert Einschlüsse von Luft. Wenn beim Aushärten des Knochenzements am Sitz der Hüftprothese im Markraum des Oberschenkelknochens keine durch Lufteinschlüsse gebildeten Hohlräume vorhanden sind, wird der Zement wesentlich stabiler. Die Lockerungsggefahr der Hüftprothese kann so deutlich gesenkt werden

    Der Vorteil der Zementbefestigung der Hüfttotalendoprothese liegt auf der Hand: Durch volle Belastbarkeit der Prothese gleich nach der Operation ist die Rehabilitationszeit des Patienten stark abgekürzt. Gerade ältere Patienten profitieren davon.

    Nachteile der zementierten Befestigung beim Prothesenwechsel

    Diese Methode zur Verankerung der Hüftprothese ist aber nicht für alle Patienten optimal: Sollte - gerade bei jüngeren Patienten - irgendwann doch eine Prothesenwechseloperation erforderlich sein, sind die Kunststoffkomponenten schwer zu entfernen: Es ist dann nicht so leicht, erneut eine sauber zementierte Verankerung zu erzielen. Prothesenwechseloperationen der Hüftprothese sind daher bei zementierten Hüftprothesen besonders anspruchsvoll.

    Ermüdung der Zementschicht

    Die zementierte Metall-Knochenverbindung kann mit der Zeit oder unter hoher Belastung ermüden: Kleine Zementfragmente können sich lösen.

    Zementverankerte Prothesen werden daher vorwiegend bei älteren Patienten mit geringerer Gesamtbelastung eingesetzt: In dieser Patientengruppe ist Belastbarkeit unmittelbar nach der Operation ein entscheidender Vorteil. Die Gefahr der Lockerung durch die altersbedingt geringere Belastung im Alltag ist geringer.

    Einwachsende Hüftprothesen

    Die zementfreie Verankerung der Prothese ist anspruchsvoll und erfordert eine fortgeschrittene Operationstechnik: Der Hüftspezialist muß eine genaue Anpassung der Prothese an den Knochen vornehmen können. Die zementfreie Verankerung erfolgt durch Einwachsen des Knochens in das zu diesem Zweck aufgeraute Oberflächenrelief des Prothesenschaftes. Das setzt eine gute Regenerationsfähigkeit des Knochegewebes voraus. Je geringer die Vitalität des Knochens, um so problematischer wird diese Befestigung.

    Vor dem Einbringen des Prothesenschaftes muß der Markraum durch Bearbeitung genau an die Prothese angepasst worden sein. Beim Einpressen des Schaftes in den Markraum kann es auch zur Perforationen des Oberschnekelknochens kommen.

    Die Rehabilitations- und Liegezeit des Patienten ist dadurch erhöht: Der Prozess der Verknöcherung (Osteo-Ossifikation) muss vor der Vollbelastung der Prothese abgewartet werden.

    Die resultierende Knochen-Prothesenverbindug ist dann aber wesentlich haltbarer.

    Jüngeren, aktiveren Patienten erlaubt die zementfreie Prothese einen langfristig stabilen Sitz bei höheren Belastungsspitzen.

    Die gerade bei jüngeren Patienten unter 60 Jahren nicht auszuschließenden Prothesenwechsel werden durch zementfreie Prothesen deutlich leichter

    Daher ist die zementfreie Verankerung heutzutage für Hüftspezialisten die Methode der Wahl, wenn keine bestimmten Ausschlußgründe vorliegen.

     

    Checkliste Hüftprothesen: Wann ist eine zementierte oder zementfreie Verankerung empfohlen?

    • Alter: Je älter der Patient, um so wahrscheinlicher die wird die Zementverankerung der Hüftprothese.
    • Geschlecht: Frauen nach der Menopause haben eine erhöhte Osteoporoseneigung. Verminderte Knochendichte spricht für eine Zementverankerung der Hüftprothese.
    • Aktivitätsniveau: Ein hohes Aktivitätsniveau spricht gegen eine Zementverankerung der Hüftprothese. Eine eingewachsene Prothese kann besser mit Kraftspitzen umgehen.
    • Gesamtbefinden: Ein Patient mit schlechtem Gesamtbefinden ist auf eine schnelle Mobilisierung nach Operation angewiesen, um Folgeerkrankungen zu vermeiden. Das spricht für eine zementierte Hüftprothese
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