Orthopädische Gelenk-Klinik

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Untersuchung Knieschmerz mit Ultraschall

Knieschmerzen: Verletzung, Arthrose, Kreuzband oder eine andere Ursache?

  1. Was ist Knieschmerz?
  2. Symptomecheck: Welche dieser Knieschmerzen haben Sie genau?
  3. Anatomie des Kniegelenks: Warum ist es so schmerzanfällig?
  4. Ursachen und Risikofaktoren von Knieschmerzen
  5. Wann sollten Sie mit Knieschmerzen sofort zum Arzt?
  6. Wie untersucht der Arzt Ihre Knieschmerzen?
  7. Hausmittel und Selbsthilfe bei Knieschmerzen
  8. Operation bei Knieschmerzen
  9. Akute Knieschmerzen nach Unfall oder Trauma
  10. Chronische Knieschmerzen bei Läufern nach Überlastung
  11. Kniearthrose und Gelenkverschleiß als Ursache von Knieschmerzen
  12. Knieschmerzen wegen Stoffwechselstörung, Immunstörung, Erbkrankheit

Knieschmerzen, was tun?

Das Kniegelenk wird gebildet durch drei knöcherne Gelenkpartner: Femur (Oberschenkel, Tibia (Unterschenkel) und die Patella (Kniescheibe). Die Hebelwirkung der Patella ist wichtig für die Kraftübertragung von der Oberschenkelmuskulatur in das Kniegelenk. Das Kniegelenk ist als Ganzes abhängig von der Funktion der Seitenbänder und innen verlaufender Kreuzbänder. Es ist eingebettet in eine kräftige Oberschenkel-Muskulatur. Aus diesem komplexen Zusammenspiel aus Knochen, Bändern und Muskeln können viele Arten von Knieschmerzen entstehen. © MedicalArtInc @Istockphoto Der anatomische Aufbau des Kniegelenks ist ein komplexes Zusammenspiel aus Knochen, Knorpeln, Bändern und Muskulatur. Diese Abbildung zeigt Muskulatur, Sehnen und Bändern bei der Bewegung des Kniegelenks. Die Kniescheibe ist an vier Bändern frei aufgehängt. Verletzung dieser Strukturen können zuunterschiedlichen Arten von Knieschmerz führen. © MedicalArtInc @Istockphoto

Knieschmerzen sind ein biologisch wichtiges Warnzeichen, das auf Überlastung, akute Verletzungen, Gelenkverschleiß, Stoffwechselstörungen oder Einklemmungen von Nervenbahnen hinweisen kann: Die Schmerzen haben die biologische Aufgabe, auf einen gefährlichen Defekt hinzuweisen.

Knieschmerzen betreffen die Knochen (Femur, Tibia und Fibula oder Patella) des Kniegelenks, oder die Muskeln um das Kniegelenk herum, die Bänder (Kreuzbänder oder Seitenbänder) Knorpel oder Meniskus des Kniegelenks.

Schmerzfreie Traumata des Kniegelenks sind viel gefährlicher als heftige Knieschmerzen, weil der Patient bei einem nicht fühlbaren Schaden im Knie keine Warnung bekommt: Er hat also nicht die Möglichkeit, rechtzeitig darauf zu reagieren und ärztliche Hilfe aufzusuchen.

Wenn Sie Knieschmerzen haben, sollten Sie die Beschwerden möglichst genau beschreiben: Die Umstände, die Art, der genaue Ort und die auslösenden Bewegungen Ihres Knieschmerzes helfen bei der notwendigen Diagnose der Schmerzursachen.

Anatomie des Kniegelenks: Warum ist das Kniegelenk so schmerzanfällig?

Das Kniegelenk ist durch seinen komplizierten Bau und seine große Beweglichkeit eines der verletzungsanfälligsten Gelenke des menschlichen Körpers. Das Knie wird stabilisiert durch einen fein abgestimmten Apparat aus Bändern, Sehnen und Muskeln.

Das Kniegelenk wird gebildet durch drei knöcherne Gelenkpartner: Femur (Oberschenkel, Tibia (Unterschenkel) und die Patella (Kniescheibe). Die Hebelwirkung der Patella ist sehr wichtig für die Kraftübertragung von der Oberschenkelmuskulatur in das Gelenk.

Das Verständnis der Anatomie des Kniegelenks ist wesentlich für das Verständnis von Knieschmerzen: Das Kniegelenk ist abhängig von den Funktionen von Außenband, Innenband und den beiden innen im Knie verlaufenden Kreuzbänder. Das Kniegelenk als Ganzes ist angewiesen auf eine kräftige Muskulatur, in die es eingebettet ist. Aus diesem komplexen Zusammenspiel aus Knochen, Bändern und Muskeln können unterschiedliche Arten von Knieschmerzen entstehen.

Das Knie ist sehr komplex aufgebaut. Oberschenkel und Unterschenkel sind im inneren und äußeren Kompartiment des Kniegelenks beweglich miteinander verbunden. Als dritter Partner ist die frei an Bändern aufgehängte Patella mit dem Oberschenkelknochen gelenkig verbunden (Femoropatellar-Gelenk) © MedicalArt @istockphoto Das Knie ist sehr komplex aufgebaut. Oberschenkel und Unterschenkel sind im inneren und äußeren Kompartiment des Kniegelenks beweglich miteinander verbunden. Als dritter Partner ist die frei an vier Bändern aufgehängte Patella mit dem Oberschenkelknochen gelenkig verbunden (Femoropatellar-Gelenk) © MedicalArt @istockphoto

Was können Ursachen von Knieschmerzen sein?

Ursache von stechenden Knieschmerzen, die von einer Schwellung des Kniegelenks begleitet sind, sind meist Verletzungen. Entzündliche Veränderungen und Verschleiß werden durch Kniearthrose oder durch rheumatische Erkrankungen des Kniegelenks verursacht.

Risikofaktoren für die Entstehung von Knieschmerzen

Knieschmerzen können aus vielen Gründen auftreten. Es gibt jedoch bestimmte Umstände, die das Auftreten von Knieschmerzen sehr viel wahrscheinlicher machen: Das sind spezifische Risikofaktoren für Knieschmerzen.

Übergewicht oder Überlastung des Kniegelenks

Übergewicht belastet auch die Gelenke bei jedem Schritt, über viele Jahre. Menschen mit Übergewicht bekommen im Durchschnitt viele Jahre früher Knieschmerzen oder Kniearthrose, als normalgewichtige Menschen, weil der Gelenkknorpel deutlich stärker belastet wird. Dazu kommt die zusätzliche Belastung des Kniegelenks wegen ungünstiger, entzündungsfördernder Faktoren des Stoffwechsels (Adipokine).

Fehlende Muskelkraft, Steifheit oder Muskelschmerzen

Sehr häufig haben Knieschmerzen ihre Ursache in der Funktion der gelenkführenden Muskeln und Sehnen, in die das Gelenk eingebettet ist. Verhärtete Muskeln und eine geringe Flexibilität können das Kniegelenk nicht gut führen. Chronischen Schmerzen in der häufig bereits verhärteten und nur noch wenig vitalen Muskulatur werden so wahrscheinlicher.

Kontakt-Sportarten mit vielen Stößen belasten das Kniegelenk

Sportarten mit vielen Start-Stop-Bewegungen, Sprints oder Stößen belasten das Kniegelenk besonders. Dazu gehören fast alle Ballsportarten (Fußball besonders), aber auch Tennis, Badminton oder Squash. Auch Skifahren mit wiederholten Stößen im Kniegelenk belastet alle Strukturen des Kniegelenks sehr stark.

Knieschmerzen beim Joggen und bei anderen Ausdauersportarten

Ausdauersportarten - vor allem Joggen oder Marathontraining - stellen besondere Anforderungen an das Kniegelenk. Die beim Joggen wirkenden Kräfte sind nicht so hoch, wie bei den Kontaktsportarten mit Sprints Zweikämpfen und Richtungswechseln. Dafür werden die Sehnen, Knorpel und Muskeln um das Kniegelenk über viele Stunden immer wieder auf die gleiche Art und Weise - also monoton - belastet. Das stellt besonders hohe Anforderungen an die Sehnenansätze (Enthese bzw. Enthesenorgan), die Sehnenscheiden (Hüllgewebe der Sehnen) sowie die für die Beweglichkeit der Gewebe zuständigen Schleimbeutel im Kniegelenk (Bursa). Durch vorangegangene Verletzungen oder durch Störung der Beinachse im Kniegelenk (O-Bein oder X-Bein) werden diese Beschwerden noch verstärkt.

Symptome bei Knieschmerzen und Verletzungen des Kniegelenks

Unterschiedliche Knieschmerzen...
  • Stechende Schmerzen
  • Brennende Schmerzen
  • Dumpfe Knieschmerzen
  • Schwellung
  • Rötung des Kniegelenks
  • Erwärmung
  • Knirschen oder Knacken
  • Versteifung
  • Schmerzen bei der Belastung

Knieschmerzen können sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise bemerkbar machen. Ganz unterschiedliche Symptome können an Ihrem Knieschmerz beteiligt sein. Für die Feststellung der Ursache Ihrer Knieschmerzen ist es immer hilfreich, wenn Sie möglichst viele dieser Symptome einzeln erkennen und benennen können. Auf der Suche nach einer geeigneten Behandlung hilft die genaue Beschreibung der Symptome Ihres Knieschmerzes dabei, bestimmte Ursachen zu erkennen und die richtige Diagnose zu finden.

Im Kniegelenk bilden Knochen, Sehnen, Bänder und Knorpel eine funktionelle Einheit mit der Muskulatur. Jeder dieser Bestandteile des Kniegelenks kann zu akuten oder chronischen Knieschmerzen beitragen. Knieschmerzen sind häufig auch multifaktoriell, haben also mehrere Ursachen. So werden z.B. Arthroseschmerzen am Kniegelenk häufig nicht durch Knorpelverschleiß in der Gelenkfläche, sondern durch eine kontrakte, verhärtete Muskulatur verursacht. Für die Therapie von Knieschmerzen bedeutet das: Wir müssen nicht nur Röntgenbilder analysieren,  sondern auch alle funktionellen Aspekte v.a. der Muskulatur und der Beweglichkeit aller Strukturen des Kniegelenks berücksichtigen. Im Kniegelenk bilden Knochen, Sehnen, Bänder und Knorpel eine funktionelle Einheit mit der Muskulatur. Jeder dieser Bestandteile des Kniegelenks kann zu akuten oder chronischen Knieschmerzen beitragen. Knieschmerzen sind häufig auch multifaktoriell, haben also mehrere Ursachen. So werden z.B. Arthroseschmerzen am Kniegelenk häufig nicht durch Knorpelverschleiß, sondern durch eine kontrakte, verhärtete Muskulatur verursacht. Für die Therapie von Knieschmerzen bedeutet das: Nicht nur Röntgenbilder analysieren, sondern auch alle funktionellen Aspekte der Muskulatur und der Beweglichkeit des Kniegelenks einbeziehen. © bilderzwerg @ fotolia

Wann mit Knieschmerzen sofort zum Arzt?

Mit Knieschmerzen müssen Sie nicht immer sofort zum Arzt. Häufig verschwinden die Beschwerden mit etwas Ruhe und Schonung nach wenigen Tagen von selbst. Bei welchen Symptomen sollten Sie mit Knieschmerzen sofort einen Arzt aufsuchen?

  • Rötung und Überwärmung des Kniegelenks
  • Akute Schwellung des Kniegelenks oder des Weichteilmantels um das Knie herum.
  • Schwäche, plötzlicher Kraftverlust und Instabilität sowie Koordinationsprobleme.
  • Knirschende und knackende Geräusche im Kniegelenk.
  • Knie ist so schmerzhaft, dass es nicht belastbar ist, bei Belastung sofort nachgibt, oder nicht mehr bewegt werden kann.
  • Das Knie verliert seine äußere Form.
  • Knieschmerzen treten zusammen mit Fieber auf.

Wie untersucht der Spezialist Ihre Knieschmerzen?

An den Anfang jeder Untersuchung gehört das Gespräch mit dem Patienten (Anamnese) und die Beschreibung der Schmerzempfindung im Arztgespräch. Dann folgt eine klinische Untersuchung mit äußerer Inspektion des Kniegelenks. Ausgehend von den Erkenntnissen aus Patientengespräch und klinischer Untersuchung können weitere Untersuchungen wie Bildgebung oder Labor angeordnet werden.

Patientenbefragung und klinische Untersuchung

Die Untersuchung beginnt mit der Anamnese (Patientenbefragung) und der klinischen Diagnose Ihrer Knieschmerzen durch körperliche Untersuchung. Bei der Anamnese wird der Spezialist die medizinische Geschichte und die genauen Umstände Ihrer Schmerzwahrnehmung abfragen. Er wird das Kniegelenk inspizieren und sichtbare Signale wie Blutergüsse, Schwellung, Rötung oder Überwärmung feststellen. Durch Tasten wird auf Druckschmerz geprüft. Die Beweglichkeit bzw. Blockaden des Kniegelenks werden in jede Bewegungsrichtung untersucht.

Die Beinachse kann bereits durch Inspektion des unbekleideten Beines geprüft werden. Das Röntgenbild vervollständigt später die Untersuchung der Beinachse. Der Spezialist wird das Gangbild inspizieren und feststellen, ob es Ausweichbewegungen oder schmerzbedingtes Hinken gibt. Die Beweglichkeit des Kniegelenks wird überprüft. Durch den Schubladentest (Ziehen am Unterschenkel nach vorne) wird geprüft, ob das Knie etwa durch Schäden an den Kreuzbändern überbeweglich ist.

Untersuchung von Knieschmerzen mit Hilfe der Bildgebung

Mit Hilfe verschiedener bildgebender Verfahren können Knochen, Bänder und Weichteile in der Umgebung des Kniegelenks untersucht werden:

  • Röntgenuntersuchung:
    Die Röntgenuntersuchung kommt fast immer zum Einsatz. Sie bildet vor allem den Zustand der Knochen und den Knochenstoffwechsel ab. Indirekt wird bei belasteten Aufnahmen, wo der Patient mit vollem Gewicht auf dem Gelenk steht, auch die Funktion und Intaktheit der Sehnen, Bänder und Knorpel überprüft.
  • Ultraschalluntersuchung:
    Die bei der Ultraschalluntersuchung in den Organismus gesendeten Schallwellen zeigen vor allem den zustand der Weichteile: Sehnen, Bänder und Knorpel können im Ultraschall sogar unter Bewegung des Gelenks gezeigt werden. Sehnendefekte, Schwellungen und Flüssigkeitseinlagerungen im Kniegelenk werden sichtbar.
  • Computertomografie (CT):
    Der CT-Scanner kombiniert Röntgenstrahlen aus verschiedenen Richtungen, um Schnittbilder darzustellen. Der Zustand des Knochens kann mit Hilfe des CT-Scanners dreidimensional dargestellt werden. Brüche des Knochens werden vom CT also hinsichtlich ihres gesamten Verlaufs dargestellt.
  • Magnetresonanztomografie (MRT):
    Das MRT verwendet starke magnetische Felder, um die Schwingung von Wasserstoffatomen im Körper zu beeinflussen: So werden alle wasserhaltigen Weichteilgewebe besonders detailliert sichtbar gemacht. Vor allem Knorpel, Sehnen, Bänder und Wassereinlagerungen können in Schnittbildern detailliert auf Veränderungen und Verletzungen ausgewertet werden.

Rolle von Laboruntersuchungen

Zum Ausschluss oder zur Bestätigung von Knieschmerzen, die durch Stoffwechsel oder durch Störung des Immunsystems verursacht werden, kann eine Laboruntersuchung des Blutes oder der Gelenkflüssigkeit aus der Gelenkkapsel angeordnet werden. Die Blutuntersuchung liefert bei folgenden Erkrankungen des Kniegelenks entscheidende Hinweise auf medizinische Krankheitsursachen und Therapie Ihrer Knieschmerzen:

  • Gicht (Störung des Harnsäurestoffwechsels)
  • Rheumatische Arthritis (Autoimmunerkrankung)
  • Bakterielle Arthritis

Knieschmerzen: Wirksame Behandlung durch konservative Verfahren

Mit Hilfe der biomechanischen Stimulation - einer Vibrationstherapie - kann lokaler Knieschmerz in den Weichteilen rund um das Kniegewebe sehr effizient therapiert werden. Häufig ist eine Operation zur Therapie der Knieschmerzen dann nicht mehr erforderlich. Mit Hilfe der biomechanischen Stimulation - einer Vibrationstherapie - kann lokaler Knieschmerz in den Weichteilen rund um das Kniegewebe sehr effizient therapiert werden. Häufig ist eine Operation zur Therapie der Knieschmerzen dann nicht mehr erforderlich. © www.gelenkreha.de

Der erfahrene Orthopäde verfügt ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten, das den unterchiedlichen Patienten gerecht wird: Ein sportlicher, jüngerer Patient mit hohem Aktivitätsniveau strebt Trainierbarkeit und Belastbarkeit an. Ein älterer Patienten mit oft langwieriger Krankengeschichte, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, will so schnell wie möglich wieder Schmerzfreiheit und Beweglichkeit im Alltag erreichen.

Der spezialisierte Orthopäde beherrscht ein ganzes Spektrum an Methoden der Behandlung von Kniearthrose (Gonarthrose). Gemeinsam mit seinem Patienten kann er individuell angepasste Verfahren wählen.

Selbsthilfe und Hausmittel gegen Knieschmerzen

Es gibt viele Situationen, die zu Knieschmerzen und Schwellungen im Kniegelenk führen: Stürze, Prellungen, Überlastung und Verdrehungen. Nicht immer müssen Sie mit einem Knieschmerz gleich zum Arzt. Wenn Sie das Knie noch belasten können, der Schmerz erträglich bleibt und das Knie beweglich ist, können Hausmittel und Ruhe helfen. Bemerken Sie aber nach drei Tagen keinerlei Besserung, sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen und Ihr Knie auf Schäden und Verletzungen untersuchen lassen.

Welche Hausmittel gegen Knieschmerz können Sie selbst anwenden?

  • Ruhe und Entlastung des schmerzenden Kniegelenks:
    Vermeiden Sie weitere Belastung und gehen mit einem schmerzhaften Kniegelenk nicht weiter in das Training oder den Wettkampf. Wechseln sie die Belastung und versuchen es mit Schwimmen oder Radfahren oder anderen sanften Belastungsformen.
  • Kühlung oder Eis:
    Kühlung des geschwollenen Gelenks durch Eisbeutel oder Kühlmanschetten reduziert Schmerz, Schwellung und die Entzündung im Kniegelenk. Ein Handtuch über der Haut kann die Haut schützen und Erfrierungen vermeiden. Die Kühlung bitte nicht länger als 20 min am Stück anwenden.
  • Kompressionsverband:
    Ein elastischer Verband oder ein Kompressionsstrumpf hilft Schwellungen zu vermeiden. Der Druck auf der Haut fördert den lymphatischen Abfluss von Gewebsflüssigkeit und den venösen Abfluss des Blutes aus der Beinmuskulatur. So senkt das Tragen von Kompressionsstrümpfen nachweislich die Regenerationszeit nach dem Training.
  • Hochlegen des verletzen Kniegelenks:
    Das Hochlegen des verletzen Beins reduziert Schwellungen und senkt den Flüssigkeitsdruck im verletzen Kniegelenk.

Medikamente zur Behandlung von Knieschmerzen

Zu den meist verordneten Medikamenten gegen Knieschmerzen gehören nichtsteoridale Antirheumatika (NSAR wie Diclofenac, Aspirin, Ibuprofen).

Häufig werden auch Injektionen empfohlen: Bei Injektionen können die Wirkstoffe gezielt - ohne Umweg durch den Organismus - den betroffenen Bereich im Kniegelenk erreichen:

  • Kortisoninjektionen:
    Kortison ist ein Steroidhormon, das eine lokal stark entzündungshemmende Wirkung hat. Eine Entzündung oder entzündete Arthrose kann durch Kortison schnell und häufig über längere Zeit zum Abklingen gebracht werden. Kortison ist aber mit starken Nebenwirkungen behaftet: Es schwächt Weichteile, Fettgewebe, Knorpel und Sehnen am Injektionsort. Als wiederholte Therapie oder Dauertherapie ist Kortison nicht empfehlenswert.
  • Hyaluronsäure-Injektionen:
    Hyaluronsäure ist ein langkettiges Molekül, das aus dem Grundbaustein der Gelenkschmiere im Kniegelenk aufgebaut ist. Hyaluronsäure unterstützt in frühen Phasen der Kniearthrose die Knorpelernährung und die Bildung von Bindegeweben im Gelenkknorpel. Wenn kein Gelenkknorpel mehr vorhanden ist, kann auch die Hyaluronsäureinjektion gegen Kniearthrose nicht mehr helfen.

Einlagenversorgung gegen Knieschmerzen

Schuheinlagen, häufig mit Seitenranderhöhung innen oder außen, können Knieschmerzen zum Abklingen bringen. Die Bereiche des Kniegelenks, die am stärksten von Kniearthrose betroffen sind, können durch eine Seitenranderhöhung der Schuheinlage gezielt entlastet werden. Varus- oder Valgusgonarthrosen auf der Grundlage schwerer Fehlstellungen der Beinachse im Kniegelenk können allerdings nicht durch Schuhzurichtung therapiert werden. Hier kann eine Umstellungsoperation (Osteotomie) weiterhelfen.

Operative Verfahren bei der Behandlung von Knieschmerzen

Häufig können Knieschmerzen nur durch eine Knieoperation behandelt werden. Verletzungen von Knochen und Bändern, aber auch schwere Arthrose des Kniegelenks, gehören zu den Umständen, bei denen häufig nur Operationen weiterhelfen. Jede Operation hat ein spezifisches Risiko: Infektionen, Wundheilungsstörungen und andere mögliche Probleme müssen stets in Betracht gezogen werden. Wir müssen immer auch das individuelle Operationsrisiko des einzelnen Patienten bedenken. Besondere Umstände wie hohes Alter, Narkosehindernisse wie Herzerkrankungen, und die Einnahme von Blutverdünnern und anderen Dauermedikamenten gehören dazu.

  • Kniearthroskopie:
    Die Kniearthroskopie ist die minimalinvasive Operation aller Strukturen des Kniegelenks mit Hilfe kleiner Optiken und operativer Instrumente in Schläuchen, die über 1,5 cm lange Hautschnitte in die Gelenkkapsel eingeführt werden. Für die exakte Diagnose, Schmerzbehandlung und knorpelerhaltende Eingriffe bei einer Arthrose des Kniegelenks, Knorpelpflege und Gelenkspülung ist die Kniearthroskopie unersetzlich. Rechtzeitig angewendet kann die Arthroskopie bei Kniearthrose den Gelenkverschleiss verlangsamen und häufig das Knie retten. Mit Hilfe der Kniearthroskopie ist es möglich, Kreuzbänder zu ersetzen, Menisken zu nähen oder knorpelschädliche Fragmente zu resezieren, freie Gelenkkörper zu entfernen oder eine entzündete Gelenkschleimhaut (Synovia) zu entfernen. Wenn der Strukturschaden am Kniegelenk beseitigt ist, lassen meist auch die Knieschmerzen nach. Bei einer fortgeschrittenen Kniearthrose ist die Arthroskopie aber nicht mehr als gelenkerhaltende Operation angezeigt.
  • Knorpeltransplantation im Kniegelenk:
    Bei lokal genau definierten Knorpelschäden im Kniegelenk kann die Knorpelsubstanz durch eine Knorpelverpflanzung regeneriert werden. Dabei wird eine kleinste Menge körpereigenen Gelenkknorpels operativ entnommen, in einem Speziallabor außerhalb des Körpers vermehrt und nach sechs bis acht Wochen wieder in das Gelenk eingebracht. An der Schadstelle bildet sich dann in wenigen Monaten wieder gesunder, elastischer Gelenkknorpel aus, der vom natürlichen Knorpel im Kniegelenk nicht mehr zu unterscheiden ist. Die Knorpeltransplantation (autologe Knorpeltransplantation, kurz: ACT) ist also ein operatives Verfahren, um nach Knorpelschäden der Entstehung der Kniearthrose und damit dem Gelenkverschleiß effektiv vorzubeugen.
  • Teilprothese des Knies:
    Wann benötigt ein Arthrosepatient eine Knieteilprothese? Prothesen sind angezeigt, wenn alle anderen Behandlungsmöglichkeiten bei Kniearthrose erschöpft sind und Alltagsfähigkeit mit anderen Mitteln nicht mehr hergestellt werden kann. Die Knieteilprothese hilft bei Knieschmerzen, die nicht durch Knorpelverschleiß im gesamten Kniegelenk, sondern lediglich durch Knorpelschäden in einem Bereich ausgelöst werden.
    Bei gutem Zustand der benachbarten Kompartimente des Kniegelenks kann der erfahrene Orthopäde die gleitenden Oberflächen im Knie durch eine Knieteilprothese verstärken. Ein großer Teil des natürlichen Gelenks und der Knochensubstanz kann durch dieTeilprothese erhalten werden: Lediglich die von Arthrose zerstörten Oberflächen werden durch Metall- und Kunststoffeinlagen verstärkt (HemiCap®-Technik mit WAVE-Implantaten). Die natürliche Beweglichkeit des Knies und die Führung durch den Bänder und Muskelapparat bleibt mit diesen Teilprothesen erhalten. Die Knieteilprothese wird meist durch eine minimalinvasive Operation durchgeführt.
  • Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP):
    In manchen Fällen ist das Kniegelenk durch Arthrose so großflächig zerstört, dass Knorpeltherapie oder ein Teilersatz (Teilprothese) des Kniegelenks nicht mehr möglich ist. In diesen Fällen kann ein Arthrosepatient die schmerzfreie Beweglichkeit im Alltag eine Knievollprothese zurückerhalten. Die zerstörten Knorpeloberflächen werden gemeinsam mit dem darunterliegenden Knochen entfernt und gereinigt. Der natürliche Bänder- und Muskelapparat des Knies bleibt bei der Operation erhalten. Der Arthrosepatient bekommt mit einer Knieprothese (medizinisch: Knie-TEP) also ein bewegliches, im Alltag leistungsfähiges Knie zurück. Bei schwerer Kniearthrose mit starker Knorpelzerstörung ist die Endoprothese der einzige Weg, chronische Knieschmerzen zu therapieren. Die Knie-TEP ist eine sehr zuverlässige, erfolgreiche Operation. Die Haltbarkeit der Knieprothese beträgt 15 - 20 Jahre.

Arthrose ist häufig Begleiterscheinung, nicht Ursache von Knieschmerzen

Kniefehlstellung (oben) im Vergleich zu einem normalen Knie seitlich abgebildet Kniefehlstellung (oben) kann Knie-Arthrose (Gonarthrose) begünstigen. Unten im Vergleich ein gesundes Knie mit deutlich, beidseitig sichtbarem Gelenkspalt. Ist der Knorpel geschädigt, wird der Spalt im Röntgenbild immer schmaler: Der im Röntgen verengte Gelenkspalt (siehe Bild oben) ist ein eindeutiges diagnostisches Zeichen für Kniearthrose. Auch bei im Röntgenbild schwerer Kniearthrose ist es jedoch nicht selbstverständlich, dass Knieschmerzen immer durch eine Endoprothese beseitigt werden können. Eine Begleittherapie von Muskeln, Sehnen und Weichteilen ist häufig erforderlich, um das Behandlungsziel der schmerzfreien Belastbarkeit zu erreichen. © Wikipedia

Die Arthrose im Knie - medizinisch auch Gonarthrose genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen, die ein Orthopäde in seinem Berufsalltag sieht.

Häufig ist Arthrose eine Begleiterscheinung des Älterwerdens. Dennoch wird viel zu schnell ein Knieschmerz auf den Gelenkverschleiß durch Knorpelabbau zurückgeführt. Doch häufig ist der Knieschmerz nur eine Begleiterscheinung des Knorpelverschleißes, nicht aber eine direkte Folge der Arthrose.

Das bedeutet: Nicht immer sind Therapien einer Kniearthrose auch geeignet, den chronischen Knieschmerz zu therapieren. Viele Patienten nach Knieprothese, spüren erst nach der Prothesenoperation, dass auch der Austausch der Gelenkflächen (Knieprothese) als Therapie der Arthrose die eigentliche Ursache der Knieschmerzen noch nicht beseitigt hat.

Spätestens dann muss der Kniespezialist tun, was er bei einer sorgfältigen diagnostischen Abklärung vor der Operation schon hätte sehen müssen: Er muss auch die Muskulatur sowie den Zustand der Sehnen, Muskeln und Faszien berücksichtigen.

Bei der Diagnose und Behandlung der Kniearthrose muss der Spezialist alle Lebensumstände des Patienten - Alter, Beruf, besondere Belastungen - mit einbeziehen.

Er muss auch alle Gewebe des Kniegelenks miteinbeziehen: Verkürzungen und Verhärtungen der Muskulatur sowie den Zustand der Sehnen, um eine im Sinne der Schmerzreduktion wirklich zielführende Therapie empfehlen zu können. Unabhängig von den Röntgenbildern muss jedes Kniegelenk ganzheitlich aus seiner eigenen aktuellen Situation verstanden werden.

Zellbiologische Regulationstherapie (ZRT®-Matrix-Therapie) gegen Knieschmerzen

Zu diesen besonderen Umständen gehört stets auch die Stoffwechselsituation der Muskulatur. Arthrosebedingte Knieschmerzen dürfen nicht nur als Folge des Knorpelverschleißes gesehen werden. Viele Patienten spüren nämlich auch nach erfolgreicher Prothesen-Operation noch starke Schmerzen im Kniegelenk. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Kniespezialisten und Physiotherapeuten in jedem Stadium der Kniearthrose ist für uns deshalb selbstverständlich.

Knieschmerzen werden häufig durch eine als Reaktion auf die Arthrose ungünstige Stoffwechsel-Situation und Verkürzungen sowie Verhärtungen im umliegenden Weichteilgewebe - Muskeln, Sehnen und Faszien - verursacht. Mit Hilfe der biomechanischen Stimulation (Zell-Matrix-Therapie) können wir diese Schmerzen direkt behandeln. Häufig zeigt sich, dass die Gelenkschmerzen auch bei radiologisch nachgewiesener, schwerer Kniearthrose therapiert werden können. Knieschmerzen werden häufig durch eine als Reaktion auf die Arthrose ungünstige Stoffwechsel-Situation und Verkürzungen sowie Verhärtungen im umliegenden Weichteilgewebe - Muskeln, Sehnen und Faszien - verursacht. Mit Hilfe der biomechanische Stimulation (Zell-Matrix-Therapie) können wir diese Schmerzen kausal therapieren. Häufig zeigt sich, dass die Gelenkschmerzen auch bei radiologisch schwerer Kniearthrose therapiert werden können. © Gelenkreha.de

Bei vielen Fällen von Muskelverhärtung und schmerzhafter Verspannung ist es noch nicht möglich, die Knieschmerzen mit Hilfe von Muskelkräftigung und Verbesserung der Koordination physiotherapeutisch zu behandeln: Die Trainierbarkeit des Gewebes ist noch nicht gegeben. Daher ist die zellbiologische Regulationstherapie (ZRT®) eine notwendige Therapiephase, bevor die Physiotherapie greifen kann.

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