Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

Alte Bundesstr. 58, 79194 Gundelfingen

Tel: (0761) 55 77 58 0

kontakt@gelenk-doktor.de

Termin anfragen

Knieschmerzen verstehen: Gefahr für das Kniegelenk oder eher harmlos?

Knieschmerzen: Was tun?

Knieschmerz sind stets ein wichtiges Warnzeichen, das auf Überlastung, akute Verletzungen, Gelenkverschleiß, Stoffwechselprobleme oder Einklemmungen von Nervenbahnen hinweisen kann. Dabei haben die Schmerzen die bioloische Funktion auf den Defekt hinzuweisen. Schmerzfreie Traumata sind viel gefährlicher, weil der Patient bei einem nicht fühlbaren Schaden im Knie nicht die Möglichkeit hat, rechtzeitig ärztliche Hilfe aufzusuchen.

Das Kniegelenk wird gebildet durch drei knöcherne Gelenkpartner: Femur (Oberschenkel, Tibia (Unterschenkel) und die Patella (Kniescheibe). Die Hebelwirkung der Patella ist wichtig für die Kraftübertragung von der Oberschenkelmuskulatur in das Kniegelenk. Das Kniegelenk ist als ganzes abhängig von der Funktion der Seitenbänder und innen verlaufender Kreuzbänder. Es ist eingebettet in eine kräftige Oberschenkel-Muskulatur. Aus diesem komplexen Zusammenspiel aus Knochen, Bändern und Muskeln können viele Arten von Knieschmerzen entstehen. © MedicalArtInc @Istockphoto Der anatomische Aufbau des Kniegelenks ermöglicht ein komplexes Zusammenspiel aus Knochen, Knorpeln, Bändern und Muskulatur. Viele Arten von Knieschmerz können daraus entstehen. © MedicalArtInc @Istockphoto

Wenn Sie Knieschmerzen haben, sollten Sie die Beschwerden möglichst genau beschreiben: Die Umstände, die Art, der genaue Ort und die auslösenden Bewegungen Ihres Knieschmerzes helfen bei der notwendigen Diagnose der Schmerzursachen.

Das Kniegelenk wird gebildet durch drei knöcherne Gelenkpartner: Femur (Oberschenkel, Tibia (Unterschenkel) und die Patella (Kniescheibe). Die Hebelwirkung der Patella ist sehr wichtig für die Kraftübertragung von der Oberschenkelmuskulatur in das Gelenk.

Das Verständnis der Anatomie des Kniegelenks ist wesentlich: Das Kniegelenk ist als Ganzes abhängig von den Funktionen von Außenband, Innenband und den beiden innen im Knie verlaufenden Kreuzbänder. Das Kniegelenk als Ganzes ist eingebettet in eine kräftige Muskulatur. Aus diesem komplexen Zusammenspiel aus Knochen, Bändern und Muskeln können viele Arten von Knieschmerzen entstehen.

Knieschmerzen können viele Ursachen haben

Es gibt viele Arten von Knieschmerzen: Je nach den Eigenschaften, Verlauf, Schmerzart, Schmerzort und Dauer, kommen unterschiedliche Ursachen in Frage.

Das Kniegelenk ist durch seinen komplizierten Bau und seine große Beweglichkeit eines der verletzungsanfälligsten Gelenke des menschlicken Körpers. Das Knie wird stabilisiert durch einen fein abgestimmten Apparat aus Bändern und Muskeln.

Das Knie ist sehr komplex aufgebaut. Oberschenkel und Unterschenkel sind im inneren und äußeren Kompartiment des Kniegelenks beweglich miteinander verbunden. Als dritter Partner ist die frei an Bändern aufgehängte Patella mit dem Oberschenkelknochen gelenkig verbunden (Femoropatellar-Gelenk) © MedicalArt @istockphoto Das Knie ist sehr komplex aufgebaut. Oberschenkel und Unterschenkel sind im inneren und äußeren Kompartiment des Kniegelenks beweglich miteinander verbunden. Als dritter Partner ist die frei an Bändern aufgehängte Patella mit dem Oberschenkelknochen gelenkig verbunden (Femoropatellar-Gelenk) © MedicalArt @istockphoto

Akute oder chronische Knieschmerzen

Wenn Knieschmerzen plötzlich auftreten, ist meist eine akute Verletzung am Kniegelenk z.B. durch Sturz oder Verdrehung (Distrorsion), die Ursache.

Dauern die Schmerzen länger als sechs Wochen, dann sprechen wir von chronischen Knieschmerzen.

Akute (plötzlich auftretende) Knieschmerzen

Akute Knieschmerzen nach Unfall oder Trauma

Akuten Knieschmerzen liegen meistens traumatische Erignisse wie ein Sturz oder ein Aufprall zugrunde. Das führt meist zu sofort schmerzhaften Verletzungen im Kniegelenk. Die Verletzungen führen unmittelbar zu Schmerzen im Kniegelenk, häufig mit Schwellung (Gelenkerguß) und Entzündungsreaktion (Überwärmung). Die Reaktion des Kniegelenks nach einem Trauma steht in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit dem Ereignis. Die Untersuchung erfolgt meist mit Hilfe von Ultraschall und MRT, so dass auch Weichteile gut dargestellt werden können. Der genaue Unfallhergang erleichtert die Diagnose sehr:

  • Abknicken des Kniegelenks nach Innen, z.B. Skiunfall: Verletzung Außenmeniskus, Dehnung des Innenbandes, Kreuzbandriss, Knorpelschaden.
  • Abknicken des Kniegelenks nach außen (z.B. Fußballverletzung): Innenbandriss, Innenmeniskusriss, Knorpelschaden, Kreuzbandriss.

Akute Knieschmerzen bei älteren Patienten mit Gelenkverschleiß

Bei älteren Patienten treten akute Knieschmerzen häufig ebenfalls plötzlich auf. Diese werden jedoch durch eine degenerative Schwächung des Kniegelenks verursacht, die schon lange andauert und bisher schmerzfrei verlaufen ist. Diese degenerative Erkrankung des Kniegelenks kann sich nach eigentlich harmlosen Belastungen des Kniegelenks plötzlich durch heftige Schmerzen zeigen. Diese akuten Knieschmerzen auf Grund aktivierter Kniearthrose haben einen entzündlichen Verlauf mit Schwellung, Rötung und Überwärmung des Kniegelenks.

Im Kniegelenk bilden Knochen, Sehnen, Bänder und Knorpel eine funktionelle Einheit mit der Muskulatur. Jeder dieser Bestandteile des Kniegelenks kann zu akuten oder chronischen Knieschmerzen beitragen. Knieschmerzen sind häufig auch multifaktoriell. So werden z.B. Arthroseschmerzen am Kniegelenk häufig nicht durch Knorpelverschleiß in der Gelenkfläche, sondern durch eine kontrakte, verhärtete Muskulatur verursacht. Für die Therapie von Knieschmerzen bedeutet das: Wir müssen nicht nur Röntgenbilder analysieren,  sondern auch alle funktionellen Aspekte v.a. der Muskulatur und der Beweglichkeit aller Strukturen des Kniegelenks berücksichtigen. Im Kniegelenk bilden Knochen, Sehnen, Bänder und Knorpel eine funktionelle Einheit mit der Muskulatur. Jeder dieser Bestandteile des Kniegelenks kann zu akuten oder chronischen Knieschmerzen beitragen. Knieschmerzen sind häufig auch multifaktoriell. So werden z.B. Arthroseschmerzen am Kniegelenk häufig nicht durch Knorpelverschleiß, sondern durch eine kontrakte, verhärtete Muskulatur verursacht. Für die Therapie von Knieschmerzen bedeutet das: Nicht nur Röntgenbilder analysieren, sondern auch alle funktionellen Aspekte v.a. der Muskulatur und der Beweglichkeit des Kniegelenks einbeziehen. © bilderzwerg @ fotolia

Chronische Knieschmerzen

Chronische Knieschmerzen - Schmerzen, Schwellungen, Versteifungen - die länger als sechs Wochen andauern, bezeichnet man als chronische Schmerzen am Kniegelenk. Wenn Knieschmerzen nach 3-4 Tagen nicht verschwinden oder immer wieder auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Chronische Knieschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben.

Chronische Knieschmerzen nach Trauma

Immer wiederkehrende Knieschmerzen können auf nicht ausgeheilten Verletzungen beruhen. In einigen Fällen reicht Schonung, Ruhigstellung und Kühlung nicht als Therapie nach einem Trauma des Knies. Es gibt Strukturen, die nicht von alleine ausheilen, sondern eine operative Therapie benötigen.

Die Schäden an einigen Strukturen können aber nicht konservativ ausgeheilt werden. Die Nichtbeachtung z.B. eine Kreuzbandrisses oder Meniskusrisses führt aber zu dauerhaften Beschwerden im Kniegelenk.

Zu chronischen Beschwerden können aber auch operativ ausgeheilte Traumata führen: So sind etwa Knochenbrüche (Frakturen des Kniegelenks) unter Beteiligung des Kniegelenks besonders gefährlich: Eine Störung der Gelenkfläche etwa durch Stufenbildung kann zu einem Knorpelschaden führen.

Chronische Knieschmerzen wegen Überlastung

Häufig, vor allem bei Sportlern oder intensiv trainierenden Sportanfängern - finden sich chronische Knieschmerzen durch Überlastung bestimmter Bereiche des Kniegelenks. Besonders anfällig für chronische Überlastungsschmerzen sind die Sehnenansatzbereiche. Vor allem der Ansatz der Patellasehne ist betroffen. Intensives Training kann aber alle Weichteile des Kniegelenks überlasten und zu Entzündungen führen. Ein weiterer Bereich, wo intensives Training zu chronischen Schmerzen führen kann ist die Entzündung der Iliotibialen Sehne (ITS-Syndrom).

Durch Fehlstellungen (X- oder O-Fehlstellung) im Kniegelenk kann das Auftreten von Überlastungsschmerzen noch deutlich verstärkt werden.

Stoffwechselbedingte Ursachen von chronischen Knieschmerzen

Für Knieschmerzen gibt es nicht nur mechanische Ursachen wie Unfall oder chronische Überlastung. Auch bestimmte, teilweise erbliche Stoffwechselerkrankungen, können dauerhafte Knieschmerzen verursachen.

In vielen Fällen werden Knieschmerzen daher nicht orthopädisch verursacht, sondern stehen im Zusammenhang mit Stoffwechsel oder der Funktion des Immunsystems.

Diese Gelenkentzündungen können zwar ebenfalls plötzlich auftreten, haben aber ihre Ursache in einer langfristigen Veränderung des Stoffwechsels, nicht im Knorpelverschleiß (Arthrose) oder einer Verletzung von tragenden oder für die Kraftübertragung verantwortlichen Strukturen

Hat Ihr Knieschmerz eine bestimmte Schmerzqualität?

Es gibt unterschiedliche Schmerzqualitäten. eine genaue Beschreibung des Knieschmerzes kann helfen, den zugrundeliegenden Krankheitsprozess sinnvoll einzugrenzen.

Stechende Knieschmerzen

Stechende Knieschmerzen sind meist Hinweise auf akute Verletzungen, häufig mit Ödembildungen (Wassereinlagerung im Knochen), oder akute Entzündungsvorgänge:

Unmittelbar nach Bänderrissen und Weichteilverletzungen

Nach Bänderrissen oder Weichteilverletzungen kommt es zu schmerzhaften Schwellungen im Kniegelenk, die das Kniegelenk gegen Druck, Berührung oder Belastung hochempfindlich machen.

Häufig treten diese stechenden Schmerzen zusammen mit Schwellungen und Hämatomen (Blutergüssen) auf.

Ursache für die Knieschmerzen nach Verletzungen ist die natürliche Entzündungsreaktion des Kniegelenks. Durch die Entzündung sollen Gewebstrümmer beseitigt werden. So schafft der Körper die Voraussetzungen für die Heilung der erlittenen Verletzung.

In das Knie ausstrahlende, stechende Schmerzen

Knieschmerzen werden nicht immer dort verursacht, wo sie empfunden werden: Sie können auch Verletzungen aus anderen Bereichen in das Kniegelenk hinein ausstrahlen.

Eine sehr anspruchsvolle Differentialdiagnose ist das Erkennen einer Hüftarthrose (Coxarthrose), wenn chronische laterale (äußere) Knieschmerzen aufgetreten sind.

Auch Nervenschmerzen können bis in das Kniegelenk ausstrahlen. Meistens ist eine Kompression des Ischiasnervs bzw. einer Nervenwurzel der Lendenwirbelsäule für diese ins Knie ausstrahlenden Schmerzen verantwortlich. Eine angemessene neurochirurgische Untersuchung der Lendenwirbelsäule kann Klarheit bringen.

Krankheitsprozesse an Knochen und Knorpeln

  • Osteonekrose im Kniegelenk (Morbus Ahlbäck) führt im Akutstadium zu stechenden Knieschmerzen.
  • Ödembildung im Knochen unter dem Gelenkknorpel bei Kniearthrose.

Wassereinlagerungen (Ödeme) in den Knochen führen ebenfalls zu stechenden Knieschmerzen. Das Knochengewebe hat im Inneren Schmerzfühler. Diese Schmerzfühler werden durch die Ödeme gereizt. Daher führen Ödeme zu den typischen stechenden Schmerzen wie wir es nach Prellung oder Verstauchung eines Gelenks spüren. Diese Knochenödeme können im MRT gezeigt werden. Es gibt außer Traumata und Prellungen einige Ursachen, die zu stechenden Knieschmerzen führen können.

Die Osteonekrose im Kniegelenk ist eine Störung des Knochenstoffwechsels durch Unterbrechung der Blutzufuhr in einem Teilbereich. Auch das kann die Folge eines Traumas sein.

Knorpelverlust in der Gelenkfläche ist ebenfalls eine Ursache für eindringende Gewebsflüssigkeit ins Knochengewebe. Für viele Patienten ist das das erste schmerzhafte Arthrosezeichen im Kniegelenk. Knorpelverlust selbst ist schmerzfrei.

Bei stechenden Schmerzen durch Ödembildung ist Entlastung des Kniegelenks durch Unterarmgehstützen ein sinnvolle Massnahme.

Entzündungen im Kniegelenk

Entzündungen mit Schwellungen in der Gelenkkapsel des Kniegelenks können zu stechenden Knieschmerzen führen. Häufig ist diese Entzündung mit einer Überwärmung des Kniegelenks verbunden.

Entzündungen im Kniegelenk sind deswegen so folgenschwer, weil das entzündete Milieu auch den Knorpelabbau und die Knorpelerweichung fördert. Wiederholte Entzündungen oder besonders schwere Entzündungen fördern deswegen die Entwicklung von Kniearthrose.

4  Stadien der Kniearthrose: 1. Stadium besteht in der leichten, aber noch symptomfreien Aufrauung des Gelenkknorpels. 2. Stadium zeigt bereits Risse in der Oberfläche des  Gelenkknorpels. Im 3. Stadium sehen wir Risse im Gelenknorpel, die bis auf den darunterliegenden Knochen hindurchgehen. Hier ist im Röntgenbild bereits eine Verengung des Gelenkspaltes sichtbar. Im 4. Stadium der Kniearthrose sind weite Bereiche des Kniegelenks von Knorpel befreit (Knorpelglatze). Das 1. Stadium und 2. Stadium der Kniearthrose sind symptom- und schmerzfrei.  Im 3. und 4. Stadium der Kniearthrose treten bereits Knieschmerzen auf. © bilderzwerg @ fotolia.de 4 Stadien der Kniearthrose: 1. Stadium besteht in der leichten, aber noch symptomfreien Aufrauung des Gelenkknorpels. 2. Stadium zeigt bereits Risse in der Oberfläche des Gelenkknorpels. Im 4. Stadium Sehen wir Risse im Gelenknorpel die bis auf den darunterliegenden Knochen hindurchgehen. Hier ist im Röntgenbild bereits eine Verengung des Gelenkspaltes sichtbar. Im 4. Stadium der Kniearthrose sind weite Bereiche des Kniegelenks von Knorpel befreit (Knorpelglatze). 1. Stadium und 2. Stadium der Kniearthrose sind symptom- und schmerzfrei. Im 3. und 4. Stadium der Kniearthrose treten bereits Knieschmerzen auf. © bilderzwerg @ fotolia.de

Das wichtigste Behandlungsziel ist also in jedem Fall das Abkürzen und die Kontrolle der gelenkschädigenden Entzündung. Mit Hilfe von Gelenkspunktionen und Blutuntersuchungen kann der Arzt die Ursache der schmerzhaften Entzündung im Kniegelenk ermitteln.

Dumpfe Knieschmerzen

Dumpfe Knieschmerzen weisen häufig auf chronische, unterschwellig verlaufende Krankheitsprozesse im Kniegelenk hin. Das kann ein Meniskusriss sein, der das Kniegelenk langfristig schädigt. Auch krankhafte Prozesse an den Knochen, z.B. die Unterbrechung der Blutzufuhr im Oberschenkelknochen bei Morbus Ahlbäck (Knochennekrose im Kniegelenk) können nach abklingen der akuten Phase mit dem stechend schmerzhaften Ödem im Knochen zu einem langwierigen Verlauf mit dumpfen Schmerzen führen.

Sind die dumpfen Knieschmerzen eher vorne im Kniegelenk hinter der Patella zu spüren, kann eine Patelladysplasie zu einer Knorpelschädigung (Chondromalazie) hinter der Kniescheibe führen.

Brennende Knieschmerzen

Brennende Schmerzen haben auch im Kniegelenk häufig eine neurologische Ursache (Ursache im Nervensystem).

Typischerweise treten brennende Schmerzen nach Nerveneinklemmungen oder nach Nervenreizungen auf. Diese Nervenreizung kann aus einem anderen Bereich ausstrahlen, und dadurch brennende Knieschmerzen verursachen. Vor allem Bandscheibenvorfälle oder spinale Stenosen (Einengung von Rückenmark oder Nervenwurzeln) können das verursachen.

Die Nervenschäden könne aber auch lokal sein. Schädigung der Nervenendigungen im Rahmen einer durch Diabetes oder Alkoholismus begünstigten Polyneuropathie (Erkrankung des peripheren Nervensystems) können brennende Schmerzen in Knie und Bein auftreten.

Knieschmerzen in bestimmten Situationen oder bei bestimmten Bewegungen

Einer der ersten Hinweise für die Diagnose von Knieschmerzen, ist die Situation oder Bewegung, in der diese Schmerzen typischerweise auftauchen. Meist sind damit bestimmte Bewegungsabläufe und Alltagssituationen gemeint, in denen die Knieschmerzen besonders stark sind.

Stechende Knieschmerzen beim Beugen des Knies oder in die Hocke gehen

Das in die Hocke gehen kann zu stechenden Schmerzen führen. Die hockende Position führt zu ganz bestimmten Belastungen im Kniegelenk, die für viele Patienten nicht günstig sind, und eine Überlastung des Kniegelenks darstellen. Es gibt bestimmte Verletzungen des Kniegelenks, die zu Schmerzen in der Hocke führen:

  • Ein Meniskusriss wird schmerzhaft, weil in der Hocke der Druck im Kniegelenk stark ansteigt.
  • Femoropatellare Arthrose (Knorpelschaden bzw. Chondromalazie hinter der Kniescheibe) wird in der Hocke schmerzhaft, weil in dieser Postion die Kniescheibe mit maximaler Kraft gegen den Oberschenkelknochen drückt. Ausgelöst wird der Knorpelschaden hinter der Kniescheibe durch chronische Überlastungen (Fehlstellungen, Überlastung) oder durch ein Trauma (Fraktur). Diese Schmerz hinter der Kniescheibe kann also ein Hinweis auf Patellaarthrose sein.
  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis) vor der Patella oder hinter der Patellasehne.

Knieschmerzen beim treppenabwärts gehen oder bergab gehen

Beim abwärts gehen muss das ganze Körpergewicht abgebremst werden: Das geschieht durch die Kraft der Oberschenkelmuskeln und durch Zug an der Patella. Daher wird bergab oder treppab besonders viel Druck hinter Kniescheibe erzeugt.

  • Knorpelschaden hinter der Kniescheibe: Wenn die Lagerung der Kniescheibe im Oberschenkelknochen durch einen Knorpelschaden hinter der Patella geschädigt ist, dann verursacht das treppenabwärts gehen besondere Knieschmerzen.
  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis): Ebenso werden die Gleitgewebe vor der Kniescheibe und unter der Patellasehne besonders belastet. Eine Bursitis (Schleimbeutelentzündung) ist also beim treppabwärts gehen besonders schmerzhaft
  • Kreuzbandriss oder Kreuzbandverletzung: Beim abwärtsgehen wirkt eine besonders starke Kraft, die den Oberschenkel über das Schienbein hinausschiebt. Die Kreuzbänder wirken dieser Kraft entgegen. Wenn bergabwärts gehen im Kniegelenk schmerzhaft wird oder das Kniegelenk nach vorne ausweicht, ist eine Kreuzbandinsuffizienz oder ein Kreuzbandriss wahrscheinlich. Die Muskeln versuchen dieses Ausweichen auszugleichen, aber es gelingt nicht vollständig. Ein Knie ohne Kreuzband ist in bestimmten Situationen immer instabil und überbeweglich.
  • Knieschmerzen beim Hinknien

    Beim Arbeiten auf den Knien wird ein besonders starker Druck auf die Kniescheiben ausgeübt. Schmerzen beim Hinknien beruhen daher meist auf Problemen mit der Kniescheibe oder dem patellofemoralen Gelenk.

    Problemen mit den Gleitgeweben der Patella oder der Patellasehne können zu einer ebenso schmerzhaften Bursitis führen. Schleimbeutel sind gleitfähige Hüllgewebe von Sehnen und Muskeln. Wenn Schleimbeutel sich entzünden, führt das zu stechenden Schmerzen, Schwellung und Überwärmung der betroffenen Bereiche. Wegen der hohen Berührungsempfindlichkeit der entzündeten Schleimbeutel wird auch das Knien überaus schmerzhaft.

    Kniegelenk von vorne seitlich: Die Kniescheibe ist an zwei Sehnen frei aufgehängt. Die Sehne zwischen Kniescheibe und Schienbein kann am Patellaansatz (Patellaspitze) bei Läufern besonders leicht schmerzhaft werden und entzünden. Man nennt diese Erkrankung Patellaspitzensyndrom © Istockphoto.com/Medicalart Inc. Kniegelenk von vorne seitlich: Die Kniescheibe ist an zwei Sehnen frei aufgehängt. Die Sehne zwischen Kniescheibe und Schienbein kann am Patellaansatz (Patellaspitze) bei Läufern besonders leicht schmerzhaft werden und entzünden. Man nennt diese Erkrankung Patellaspitzensyndrom © Istockphoto.com/Medicalart Inc.

    Knieschmerzen nach längerer Ruhe oder Morgens

    Schmerzen nach Ruhe oder nach dem morgendlichen Aufstehen werden als Anlaufschmerzen bezeichnet. Anlaufschmerzen, die nach einigen Schritten oder nach dem Aufwärmen des Gelenks wieder verschwinden haben meist bestimmte Ursachen:

    • Arthrose im Kniegelenk (Gonarthrose): Kniearthrose, also krankhafter Knorpelverschleiß im Kniegelenk ist die häufigste Ursache für morgendliche Knieschmerzen und Anlaufschmerz bei älteren Patienten.
    • Patellaspitzensyndrom: Die Patellasehnenentzündung ist eine Sehnenansatzerkrankung. Es ist die Sehnenansatzentzündung der Patella-Sehne, die die Kniescheibe mit dem Schienbein verbindet. Bei diesen Sehnenentzündungen treten häufig zu Beginn der Bewegung stechende Schmerzen auf, die sich aber nach dem Warmlaufen wieder verlieren. Bei Patellasehnenentzündungen sollten Sie aber auf keinen Fall in den Schmerz hineintrainieren. Nur Ruhe, Entlastung und Kühlung können die Situation wieder verbessern.

    Knieschmerzen nach dem Joggen oder nach dem Sport

    Viele Läufer - Anfänger oder Athleten mit hohen Trainingsleistungen - haben Knieschmerzen nach dem Joggen. Viele Läufer - Anfänger oder Athleten mit hohen Trainingsleistungen - haben Knieschmerzen nach dem Joggen. © Istockphoto

    Viele Läufer - Anfänger und Profis mit hohen Trainingsumfängen - haben Knieschmerzen nach dem Joggen. Auch der Wiedereinstieg nach längerer Sportpause ist häufig mit Knieschmerzen verbunden.

    In der Regel sind Knieschmerzen nach dem Joggen unbedenklich, wenn Sie wieder über Nacht zurückgehen, also spätestens 2 Tage nach dem Training verschwunden sind. Wenn die Schmerzen aber länger anhalten oder sehr heftig werden, ist Vorsicht angesagt. Ein Arzt sollte konsultiert werden. Bei Dauerschmerzen sollte von einer Entzündung im Kniegelenk ausgegangen werden, die zuerst abklingen sollte. Auf keinen Fall ist es empfehlenswert unter Einnahme von Ibuprofen und anderen Schmerzmitteln einfach in den chronischen Schmerz hineinzutrainieren.

    Was sind mögliche Ursachen von Knieschmerzen beim Laufen oder nach dem Joggen?

    • Bindegwebe und Gelenkknorpel sind bei Laufanfängern noch nicht an die erhöhte Belastung angepasst.
    • Der Läufer hat schon Knorpelschäden, so dass es nach dem Laufen eine entzündliche Reaktion gibt (sog. Gelenkkater)
    • Der Läufer hat eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) im Kniegelenk.
    • Die Kniescheibe ist nicht passend für die Gleitrinne im Oberschenkel geformt (Patellladysplasie).

    Diese Knieschmerzen nach dem Lauftraining können durch Fehlstellungen im Kniegelenk (X-Bein oder O-Bein) noch verstärkt werden.

    Knieschmerzen nach akuten Verletzungen

    Bei jungen Patienten sind Überlastung und Unfälle die häufigste Ursache von Knieschmerzen.

    Beim Verdrehen des Kniegelenks können eine ganze Reihe von Strukturen verletzt werden. Ein typischer Hergang ist das Abknicken des Kniegelenks beim Ski-Fahren. Dabei werden alle Strukturen - Außenbänder, Kreuzbänder, Menisken und Gelenkknorpel - belastet, gequetscht und könne potentielle Schäden davon tragen. In der überwiegenden Mehrzahl aller Fälle von Sprunggelenkstrauma durch Distorsion werden mehrere Strukturen gleichzeitig verletzt.

    Knieschmerzen nach Distorsion (Verdrehung des Kniegelenks - beruhen meist auf einem akuten Kreuzbandriss. Die Kreuzbänder verlaufen innen im Kniegelenk. Kreuzbänder verbinden Oberschenkel und Unterschenkel. Zusätzlich können bei Verdrehung auch Knorpel und die Menisken beschädigt werden. "Knieschmerzen nach Distorsion (Verdrehung des Kniegelenks - beruhen meist auf einem akuten Kreuzbandriss. Die Kreuzbänder verlaufen innen im Kniegelenk. Kreuzbänder verbinden Oberschenkel und Unterschenkel. Zusätzlich können bei Verdrehung auch Knorpel und die Menisken beschädigt werden. © Henrie @Fotolia

    Ist die Diagnose eines Kreuzbandrisses oder Meniskusrisses nur auf einen Schadensmechanismus fixiert, werden häufig weitergehende Schäden übersehen: Dauerhafte Knieschmerzen oder gar die Entwicklung von Kniearthrose können die Folge sein.

    Knieschmerzen nach degenerativen Veränderungen im Kniegelenk

    Bei älteren Patienten sind Gelenkverschleiß, degenerative Erkrankungen des Knorpels und des Meniskus häufig Ursachen von Knieschmerzen.

    Diese degenerativen Erkrankungen werden durch Fehlstellungen des Kniegelenks (X-Bein oder O-Bein), Kreuzbandinsuffizienz (geschwächtes Kreuzband) oder Unfälle verstärkt.

    Ursachen dieser Degeneration können also alte Sportverletzungen sein, die nur unvollständig ausgeheilt sind und den Gelenkverschleiß im Kniegelenk beschleunigen. In vielen Fällen kann eine erfolgreiche gelenkerhaltende Therapie der Knieschmerzen diese Schwachpunkte des Kniegelenks beseitigen und dadurch den Gelenkverschleiß wieder bremsen.

    Knieschmerzen auf Grund sportlicher Dauerbelastung

    Manche Arten von Knieschmerzen treten nicht auf Grund akuter Traumata, sondern nach hochrepetitiven monotonen Dauerbelastungen auf. Man spricht in diesen Fällen auch von repetitive Stressinjury (RSI). Durch Fehlstellungen im Kniegelenk können diese Schmerzen noch gefördert werden.

    zu den wichtigsten Auslösern von RSI-Erkrankungen gehören die Sehnenansatzstellen in den Knochen (sog. Enthese). Diese Enthesiopathie beschreibt eine schmerzhafte Erkrankung des Verankerungsorganes am Übergang von der Sehne in den Knochen. Die wichtigste Enthesiopathie am Kniegelenk ist das sogenannte Patellaspritzensyndrom ("Jumpers Knee").

    Neben den Sehnenverankerungen selbst ist auch die Lagerung der Sehnen im umliegenden Gleitgewebe (Schleimbeutel bzw. Bursa) anfällig für überlastungsbedingte Entzündungen.

    Das Iliotibiale Schmerzsyndrom (ITBS) kann ebenfalls überlastungsbedingte Schmerzen verursachen: Das iliotibiale Band verläuft außen am Oberschenkel entlang in das Schienbein hinein.

    Knieschmerzen mit Schwellungen im Kniegelenk

    Relativ häufig treten Knieschmerzen gemeinsam mit Schwellungen auf. Schwellungen deuten immer auf ein Entzündungsgeschehen hin. Bei einer Schwellung sammelt sich Körperflüssigkeit entweder in der Umgebung des Kniegelenks oder im Inneren des Kniegelenks (Gelenkerguss) an. Die Entzündungen sind meist nichtbakteriell. Sie treten häufig auf Grund von Gewebsschäden auf. Mit Entzündungen versucht der Körper Gewebstrümmer und Schäden zu beseitigen.

    Schwellungen im Kniegelenk nach Trauma und Unfällen

    In den meisten Fällen haben Verletzungen des Kniegelenks eine Schwellung, häufig gemeinsam mit stechenden Schmerzen und Berührungsempfindlichkeit zur Folge. Folgende Verletzungen können zur Schwellung im Kniegelenk führen:

  • Meniskusriss
  • Bänderriss des Kniegelenks
  • Knochenknorpelschaden (Osteochondrale Läsion)
    • Schmerzen Schwellung des Kniegelenks durch Überlastung

      Wenn bestimmte Gewebe überlastet werden, ist die häufige Folge eine Entzündung und Schwellung. Dazu gehören folgende Erkrankungen:

      Schwellung im Kniegelenk durch Entzündungen und Gelenkverschleiß

      Neben Unfällen sind vor allen chronische Krankheitsprozesse für entzündliche Veränderungen mit schmerzhafter Schwellung im Kniegelenk verantwortlich. Dazu ghören folgende Erkrankungen:

      Knieschmerzen auf Grund von Prozesstörungen (Verhärtungen) im Muskel und Sehnengewebe

      Fast jede der bisher genannten Ursachen von Knieschmerzen kann mit Hilfe einer klinischen Untersuchung sowie einer Bildgebung eindeutig gezeigt werden. Was sich häufig der Diagnostik entzieht, ist der Zustand von Muskelgewebe, Faszien und Sehnen. Wenn diese überlastet oder verkürzt bzw. verhärtet sind, entstehen häufig Knieschmerzen und starke Bewegungseinschränkungen, die nicht notwendigerweise mit einem eindeutigen Befund aus der Bildgebung übereinstimmen.

      Sie gehen häufig mit einem orthopädischen Befund einher, sorgen aber für langwierige, oft heftige Schmerzen, deren Ursache im Röntgen oder Ultraschall nicht gezeigt werden können.

      Hier ist die Diagnostik und die Erfahrung des Kniespezialisten besonders gefordert, um Fehlbehandlungen oder gar unnötige Operationen zu vermeiden. Wir arbeiten begleitend zu der Diagnostik bei orthopädisch unklaren Knieschmerzen stets eng zusammen mit der Physiotherapie auf der Grundlage der ZRT®-Matrix-Therapie (Zellbiologische Regulationstherapie)

      Mit Hilfe der Physiotherapie gibt es mit sanften Methoden in überraschend vielen Fällen eine schnelle Abhilfe bei Knieschmerzen und Versteifung.

      Lokalisation von Knieschmerzen: Wo tut es weh?

      Jeder Knieschmerz ist anders. Ein wichtiger Hinweis für die Diagnostik ist die genaue Lage des Knieschmerzes. Wir unterscheiden hier Knieschmerz auf der inneren (medialen) Seite des Kniegelenks von Knieschmerz außen (lateraler Schmerz), Knieschmerz vorne (im Bereich der Kniescheibe) und Schmerz in der Kniekehle (hinterem Knieschmerz). Jede dieser Lokalisationen von Knieschmerz kann auf bestimmte Schmerzursachen zurückgeführt werden.

      Schmerz auf der Innenseite des Knies

      Innenbandverletzung des Kniegelenks

      Ein Knieschmerz auf der Innenseite weist auf ein Problem mit dem Innenband des Kniegelenks hin. Dieses Innenband stabilsiert das Kniegelenk und schützt es vor dem Aufklappen nach Innen. Eine Zerrung oder ein Riss des Innenbandes ist meist Folge einer Verletzung de Kniegelenks. Hier Hilft meist eine Ruhigstellung oder Orthese des Kniegelenks.

      Verletzung des Innenmeniskus führt zu Knieschmerzen an der Innenseite des Kniegelenks

      Bei stechenden Schmerzen innen im Kniegelenk, die beim in die Hocke gehen oder Durchstrecken des Kniegelenks auftreten können, ist häufig eine Verletzung des Innenmeniskus verantwortlich (Meniskusriss). Der Schmerz tritt dabei nicht direkt im Meniskus auf - der ist unempfindlich; sondern durch Druck eines abgerissenen Stücks des Meniskus oder dem Druck einer Meniskuskante Gelenkknorpel oder auf die Kapsel des Kniegelenks. Resektion (Entfernung) oder Naht des gerissenen Meniskus sind die empfohlenen operativen Therapien. (siehe auch Außenmeniskusriss

      Valgusgonarthrose (O-Bein-Arthrose) des Kniegelenks

      Eine weitere Ursache des Schmerzes Innen im Knie kann eine Arthrose des Kniegelenks sein. In Verbindung mit einer O-Fehlstellung (Valgus-Fehlstellung) des Kniegelenks kann es zu einer chronischen Überlastung des Gelenkknorpels mit Knorpelverschleiss im inneren (medialen) Kompartiment des Kniegelenks kommen. Man spricht in diesem Fall von einer Valgusgonarthrose

      Knieschmerzen auf der Außenseite des Knies

      Außenbandverletzung des Kniegelenks

      Schmerzt das Kniegelenk außen kann das Außenband von einer Verletzung oder Dehnung betroffen sein. Dieser Knieschmerz tritt plötzlich und heftig auf. Durch einen Außenbabriss wird die Sportfähigkeit sofort beeinträchtigt. Das Knie wird seitlich instabil. Außen am Knie kann eine Schwellung auftreten. Eine schnelle Kühlung vermindert das Auftreten der Schwellung. Hier kann eine Ruhigstellung des Kniegelenks mit Hilfe einer Orthese helfen. Eine operative Therapie ist bei Außenbandverletzung im Kniegelenk meist nicht nötig: Ruhigstellung mit einer Orthese genügt, um die Leistungsfähigkeit des Knieaußenbandes wieder herzustellen. Eine operative Therapie ist nur dann erforderlich, wenn die Ruhigstellung nicht wieder zur Stabilität des Kniegelenks führt. Das ist meistens nur totalen Außenbandabrissen der Fall.

      Meniskusriss des äußeren Meniskus führt zu Schmerzen außen am Kniegelenk

      Komplizierte Anatomie des Kniegelenks: Knie mit Bändern und Menisken von hinten abgebildet. Gonarthrose, Meniskusoperation, Kreuzbänder, Kniearthrose, Knieprothese, Knieschmerzen Kniegelenk von hinten: Sichtbar sind Menisken, Gelenkflächen, Kreuzbänder und Seitenbänder des Kniegelenks. Jede Funktionsstörung oder Beschädigung dieser Gewebe kann zu chronischen Knieschmerzen führen. © Grays Anatomy

      Der Riss des halbmonförmigen Außenmeniskus ist meist eine Verletzung dieser sehr wichtigen Dämpfungsstruktur im Kniegelenks. Dadurch entstehen typische Schmerzen an der Außenseite des Knies. Dabei schmerzt nicht direkt der Meniskus, der selbst als Knorpelgewebe keine Schmerzfühler besitzt, sondern die Reaktion der Gelenkkapsel auf Trümmer und scharfe Kanten des verletzten Meniskus.

      Zusätzlich treten stechende Schmerzen auf, wenn der Patient in die Hocke geht. Auch beim nach Innen drehen des Kniegelenks kann der verletzte Außenmeniskus stechende Schmerzen verursachen.

      Scharfe Kanten am Meniskus führen zur Abnutzung der Knorpelschicht im Kniegelenk. Daher ist zur Vermeidung der Kniearthrose eine Operation erforderlich: Resektion (Entfernung) oder eine Naht des gerissenen Meniskus erforderlich. Diese Operation kann immer arthroskopisch durchgeführt werden.

      Varusgonarthrose (X-Bein-Arthrose) des Kniegelenks)

      Tritt der Schmerz außen im Knie in Verbindung mit einer X-Beinfehlstellung (Varusstellung) des Kniegelenks auf, deutet das häufig auf einen Knorpelverschleiß im äußeren (lateralen) Kompartiment des Kniegelenks hin. Diese Varusgonarthrose führt im Anfangsstadium zu spezifischen Schmerzen im äußeren Bereich, die sich später auf das gesamte Kniegelenk ausbreiten können. Häufig ist eine leichte Korrektur der Beinachse durch orthopädische Schuhzurichtung, in schweren Fällen eine Korrektur durch Osteototomie (Knochenumstellung) eine geeignete Therapie.

      Knieschmerzen vorne am Kniegelenk

      Patellaspitzensyndrom (Springer-Knie)

      Knieschmerzen vorne am Kniegelenk haben meist einen Bezug zur Patella (Kniescheibe) oder zu den Sehnen, an denen die Patella frei aufgehängt ist. Dabei ist zu beachten, dass die Kniescheibe selbst nicht schmerzt, weil sie anders als alle anderen Knochen nicht von Nerven versorgt wird.

      Bei Läufern sorgt häufig eine Überlastung der Sehnen, an denen die Patella aufgehängt ist für chronische Knieschmerzen beim Joggen. Man spricht hier vom Patellaspitzensyndrom. Dabeikommt es am unteren rand der Kniescheibe zu einer Sehnenansatzüberbelastung mit nachfolgender Entzündung. Durch Schonung, Änderung der Belastung oder des Laufstils kann der Sehne Zeit zur Heilung gegeben werden.

      Läuferknie (Reizung iliotibiales Band bzw. ITBS)

      Eine weitere Ursache für vorderen Knieschmerz ist das Läuferknie. Das Läuferknie sorgt für belastungsabhängige Schmerzen außen am Knie, wo das iliotibiale Band über eine Knochenhöcker geleitet wird. Neben dem Band selbst kann sich auch der Schleimbeutel entzünden und schmerzhaft werden. Entlastung und Ruhigstellung ist hier die wichtigste Maßnahme. Vor allem beim bergab laufen oder beim Treppenabwärts gehen schmerzt das Läuferknie. Bei gleichzeitiger Schwellung und Überwärmung des Kniegelenks kann eine Kühlung des Kniegelenks helfen. Mit Hilfe von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac - auch als lokal aufgetragene Salbe - kann die schmerzhafte Entzündung am Kniegelenk bekämpft werden. Bitte nie mit Hilfe von Schmerzmitteln weitertrainieren oder mit Knieschmerzen in den Wettkampf gehen. Eine Entlastung bzw. ein Belastungswechsel gehört selbstverständlich zur Therapie dazu.

      Schleimbeutelentzündung vor der Patella (Bursitis praepatellaris)

      Schleimbeutelentzündungen unter der Patellasehne ist eine weiterer Grund für Knieschmerzen vorne am Kniegelenk. Vor allem beim Beugen des Kniegelenks oder auch Hinknien führt das zu heftigen, stechenden Schmerzen. Dabei ist der Bereich um die Kniescheibe geschwollen und häufig auch überwärmt. Auch die Schleimbeutelentzündung vorne am Kniegelenk wird häufig durch Überlastung beim Laufen ausgelöst. Eine Fehlstellung des Kniegelenks (Varus Fehlstellung oder X-Fehlstellung) kann die Bursitis präpatellaris (Schleimbeutelenzündung vor der Patella) noch verstärken. Auch hier therapieren wir mit Kühlung, Entlastung und entzündungshemmenden Medikamenten (NSAR).

      Stechende Schmerzen im Bereich der Kniescheibe können durch entzündete Schleimbeutel ausgelöst werden. Bild links: Schleimbeutelentzündung im Bereich der Patellasehne. Bild rechts: Schleimbeutelentzündung vor der der Kniescheibe.  Stechende Schmerzen im Bereich der Kniescheibe können durch entzündete Schleimbeutel ausgelöst werden. Bild links: Schleimbeutelentzündung im Bereich der Patellasehne. Bild rechts: Schleimbeutelentzündung vor der Kniescheibe (Bursitis praepatellaris). © Henrie @ fotolia

      Vorderer Knieschmerz nach Patelladysplasie (Formstörung der Kniescheibe)

      Die Kniescheibe (Patella) bildet ein mit Gelenknorpel ausgekleidetes,eigenständiges Gelenk mit dem Oberschenkel.

      Zwischen den Femurkondylen an der Vorderseite liegt die patellare Gleitrinne, deren Form möglichst genau zur Rückseite der Patella passen sollte.

      Was ist Patelladysplasie?

      Wenn die Patella anders geformt ist, als die patellare Gleitrinne (Trochlea), spricht man von Patelladysplasie.

      Patelladysplasie ist eine meist angeborene Fehlbildung der Kniescheibe, bei der diese eine nicht zur Gleitrinne am Oberschenkel (Trochlea) passende Form aufweist.

      Da die Patella an Bändern frei aufgehängt ist, wird der Lauf der Patella in der Gleitrinne auch durch Muskelzug bestimmt. Sind diese Bänder beschädigt, oder ist der Muskelzug asymmetrisch, kann das zur Fehlbelastung des femoropatellargelenks, bis hin zum Ausrenken (Luxation) der Patella führen.

      Patelladysplasie verursacht verstärkten Abrieb der Knorpelschicht ("Chondromalazie"). Dieser Knorpelschaden kann schmerzhaft werden (Patellaarthrose)

      Eine nicht passende Patella führt auch zu Knirschgeräuschen hinter der Kniescheibe. Die Knieschmerzen durch Patelladysplasie sind anfangs nur bei Belastung gegeben. Später treten diese Schmerzen auch in Ruhe auf.

      Ein charakteristisches Zeichen für Patelladysplasie sind auch Hämatome (Blutergüsse) unter der Haut über der Kniescheibe.

      Vorderer Knieschmerz nach Patellaluxation (Verrenkung der Kniescheibe)

      Was ist eine Patellaluxation?

      Die Patellaluxation ist das Austreten der Kniescheibe aus der patellaren Gleitrinne am Oberschenkel nach einem Trauma (Schlag, Aufprall) oder aufgrund einer fehlenden Passform der Kniescheibe. Auch eine Störung der Funktion der Bänder, an denen die Kniescheibe horizontal und vertikal aufgehängt und geleitet wird kann zu einem Ausrenken der Kniescheibe führen. Bei der Patellaluxation kommt es auch zu schmerzhaften Knorpelverletzungen (Chondromalacia patellae), auch zu Verletzungen von Bändern und den beteiligten Knochen.

      Nachdem die Patellaluxation erstmals aufgetreten ist, kann sie immer wieder kommen (rezidivierende Patellaluxation).

      Welche Knieschmerzen treten nach einer Patellaluxation auf?

      Nach Patellaluxation lässt sich das Knie nicht mehr ganz durchstrecken (Streckdefizit). Ein schmerzhafte Schwellung des Gelenks (Gelenkerguss) kann auftreten. Der Bereich rund um die Kniescheibe wird nach Luxation sehr druckempfindlich. Es kann im Kniegelenk nach Luxation der Patella zu starken, sich ausbreitenden Schmerzen kommen. Die Patienten haben starke Belastungsschmerzen und Hinken. Mit einem Röntgenbild kann der Kniespezialist die Patellaluxation eindeutig feststellen.

      Arthrose der Kniescheibe (Retropatellare Arthrose oder femoropatellare Arthrose)

      Die Arthrose hinter der Kniescheibe wird verursacht durch Knorpelschaden und Knorpelverlust in dem Gelenk zwischen Kniescheibe und patellarer Gleitrinne am Oberschenkelknochen (Trochlea). Durch Umstände wie Patelladysplasie (Fehlform der Kniescheibe im Vergleich zur patellaren Gleitrinne) und wiederholte Patellaluxationen wird die Arthrose hinter der Patella gefördert. Durch die retropatellare Arthrose haben die Patienten zunehmends vordere Knieschmerzen und Belastungsschmerzen hinter der Kniescheibe. Beim Knien und bei Kniebeugen, aber auch beim bergabwärts gehen wird der Bereich hinter der Kniescheibe schmerzhaft.

      Durch spezielle Röntgenaufnahmen (sog. Defilee´-Aufnahmen) kann die Situation hinter den Kniescheiben untersucht werden. Die retropatellare Knieartrose kann genauso wie Kniearthrose im allgemienen behandelt werden. Durch operative Verbesserung der Gleitfähigkeit der Kniescheibe kann der Arthroseverlauf abgebremst werden. Es gibt auch physiotherapeutische Verfahren um z.B. den Muskelzug an den Bändern, die die Kniescheiben halten auszugleichen. Bei schwerer Arthrose hinter der Kniescheibe kann eine Knieteilprothese des Patellagleitlagers helfen.

      Knieschmerzen hinter dem Kniegelenk

      Baker-Zyste

      Eine schmerzhafte Aussackung (Zyste) der Gelenkschleimhaut hinter dem Kniegelenk in der Kniekehle wird als Baker-Zyste bezeichnet. Ursache der Baker-Zyste ist meist eine Reizung innerhalb der Gelenkkapsel des Kniegelenks. Häufig ist das ein deutlicher Hinweise auf eine Verletzung (Meniskusriss oder Kreuzbandriss.) Die Baker-Zyste ist mit Gelenksflüssigkeit gefüllt. Die Baker-Zyste ist nicht immer schmerzhaft. Bei starker Beugung de Kniegelenks kann die Zyste durch den hohen Druck an der Rückseite des Kniegelenks schmerzhaft werden. Die Beugefähigkeit des Kniegelenks mit Bakerzyste ist daher eingeschränkt. Der Bereich um die Baker-Zyste kann sich schmerzhaft entzünden.

      Wir behandeln die Bakerzyste in der Regel abwartend. Meist bilden Sie sich wieder von selbst zurück. Häufig bilden sich Baker-Zysten erst zurück, wenn die Ursache der Kniegelenksreizung beseitigt wurde, z.B. nach einer Meniskusnaht. Selten werden Bakerzysten operativ entfernt und die Verbindung zwischen der Zyste und der Kniegelenkskapsel operativ geschlossen.

      Venenthrombose schmerzt hinter dem Kniegelenk

      Auch eine Venenthrombose führt zu typischen Schmerzen hinter dem Kniegelenk. Vor allem nach Langem Sitzen (Flugzeug, Autofahrt) kann eine Thrombose auftreten. Begünstigt wird die Thrombose durch höheres Lebensalter und Übergewicht. Ein deutlicher Hinweis auf die Thrombose als Ursache der hinteren Knieschmerzen ist das Auftreten von bläulichen Adern in der Kniekehle und auf den Waden. Bei Verdacht auf Thrombose bitte umgehend - notfallmässig - einen Arzt aufsuchen, weil das lebensgefährliche Folgen haben, z.B. Lungenembolie.

      Schmerzen des gesamten Kniegelenks

      Wofür sind Bänder und Muskeln am Kniegelenk zuständig?

      Muskeln führen das Kniegelenk über die an den Knochen befestigten Sehnen: Sie sind also die Motoren des Gelenks. Sie stabilisieren das Gelenk auch. Bänder übertragen die Kraft der Muskulatur auf die Knochen. Bänder, vor allen die Kreuzbänder innen im Kniegelenk liegenden Kreuzbänder, stabilisieren aber auch die Knochen im Kniegelenk: Sie stützen und führen das Kniegelenk

      Weil im Inneren des Kniegelenks besonders starke Kräfte wirken, muss eine gleitfähige Knorpelschicht und ein elastischer Meniskus dazu beitragen die auf die Gelenkflächen wirkenden Kräfte zu verarbeiten.

      Jede dieser stützenden, bewegenden oder stoßdämpfenden Strukturen kann zu akuten oder chronischen Knieschmerzen beitragen.

      Das Kreuzband verläuft im Inneren des Kniegelenks zwischen Oberschenkel und Unterschenkelknochen. Es gibt zwei Bänder: Das vordere und das hintere Kreuzband. Bei dem Riss des vorderen Kreuzbandes weicht das Kniegelenk nach vorne aus: Das Kniegelenk wird instabil. © bilderzwerg @fotolia Das Kreuzband verläuft im Inneren des Kniegelenks zwischen Oberschenkel und Unterschenkelknochen. Es gibt zwei Bänder: Das vordere und das hintere Kreuzband. Bei dem Riss des vorderen Kreuzbandes weicht das Kniegelenk nach vorne aus: Das Kniegelenk wird instabil. © bilderzwerg @fotolia

      Kreuzbandriss

      Neben des Innenbändern des Kniegelenks sind vor allem die Kreuzbänder verletzungsgefährdet. Die Kreuzbänder verlaufen im Inneren des Kniegelenks und Verbinden Femur (Oberschenkelknochen) und Tibia (Schienbeinknochen). Die Kreuzbänder schützen die Gelenkpartner im Kniegelenk davor, aus der Gelenkfläche auszuscheren. Wenn die Kreuzbänder nicht mehr fest genug oder gar gerissen sind, wird das Kniegelenk überbeweglich. Degeneration des Kniegelenks mit Knorpelschäden und Meniskusriss ist die Folge dieser Kreuzbandschwäche.

      In den ersten Wochen nach der Kreuzbandverletzung oder Kreuzbandriss kann das Knie schmerzhaft, gereizt und geschwollen sein. Hier helfen entzündungshemmende Medikamente (NSAR), Kühlung, Ruhigstellen und Hochlegen des Beines. Wenn die akute Kreuzbandverletzung ausgeheilt ist, geht diese akute Reaktion des Kniegelenks zurück, die Instabilität des Kniegelenks bleibt aber. Um degenerativem Verschleiß des Kniegelenks vorzubeugen, ist eine Wiederherstellung der Kreuzbandfunktion erforderlich. Herkömmlich wird das durch eine operative Kreuzbandplastik im Kniegelenk gemacht: Sehnenentnahme und Implantation an Stelle des Kreuzbandes. Immer häufiger ist es aber auch möglich, die gerissenen Kreuzbänder wieder durch eine Kreuzbandnaht herzustellen.

      Es gibt viele Ursachen für schmerzhaften Knorpelverschleiss im Kniegelenk: Arthritis, Arthrose, Traumata mit osteochondralen Läsionen, Stoffwechselprobleme wie Gicht oder Hämochromatose. Es gibt viele Ursachen für schmerzhaften Knorpelverschleiß im Kniegelenk: Arthritis, Arthrose, Traumata mit osteochondralen Läsionen, Stoffwechselprobleme wie Gicht oder Hämochromatose. © bilderzwerg @ fotolia.de

      Arthritis des Kniegelenks

      Arthritis ist eine Fehlreaktion des Immunsystems. Sie gehört zu den rheumatischen Erkrankungen. Das Kniegelenk wird schmerzhaft, entzündlich-überwärmt, wird berührungsempfindlich und kann anschwellen, ohne dass man eine orthopädische Ursache findet. Die Diagnose der Arthritis erfolgt meist mit Hilfe eines Blutbildes.

      Ursache der Arthritis im Kniegelenk ist eine Fehlreaktion des Immunsystems. Durch Hemmung der Entzündung wird versucht diesen Ausbruch zu kontrollieren. Die Entzündung durch Arthritis ist knorpelschädigend und kann nach einiger Zeit zu einer Kniearthrose mit Knorpelverlust führen. Es gibt unterschiedliche Ursachen von Arthritis, die zum Formenkreis der rheumatischen Erkrankungen gehört.

      • Hämochromatose (Störung des Eisenstoffwechsles)
      • Gicht (Störung des Harnsäurestoffwechsels
      • Baketerielle (septische) Arthritis des Kniegelenks, begünstigt durch eine immunschwächende Diabetes
      • Gonokokkeninfektion (Gonorrhoe) am Kniegelenk
        • Es gibt auch schleichend verlaufende, sog. subakute Arthritis-Erkrankungen, die eher unterschwellige dumpfe oder kurzdauernd-stechende Schmerzen verursachen. Aus diesen Anfangssymptomen kann sich schnell eine akute Arthritis mit stechenden Schmerzen entwickeln.

          • Lupus-Erkrankung (bei Frauen)
          • Juvenile Arthritis bei Kindern beginnt häufig mit Knieschmerzen
          • Borelliose kann zu isolierten Knieschmerzen führen.

          Knocheninfarkte, Knochennekrosen und Knochen-Knorpelschäden (Osteochondrale Läsion)

          Das Knochengewebe in der Umgebung der Gelenke hat seinen eigenen Stoffwechsel. Es wird durchblutet und unterliegt einem permanenten Stoffwechsel aus Knochenaufbau und Knochenabbau. Wenn diese Blutversorgung in einem Teil des Knochengewebes unterbrochen wird, wird der Knochen spröde, demineralisiert und kann seine Tragefähigkeit verlieren. Als Erstreaktion lagert der Knochen Wasser ein: Schmerzhafte Ödeme, die im MRT sichtbar sind, sind ein deutliches Symptom einer Knochennekrose. Das Ödem reizt die Schmerzfühler, die im Knochenegwebe zahlreich eingelagert sind.

          Geschieht das unter der Gelenkfläche, kann das Gelenk einbrechen. Man spricht dann von einem Knochen- Knorpelschaden. Knochen-Knorpelschäden führen auf Grund der Wassereinlagerungen (Ödeme) im Knochen zu schweren, stechenden Schmerzen bei Belastung des Kniegelenks.

          Die Knochennekrose wird bei Jüngeren Patienten meist durch Entlastung und Ruhigstellung behandelt. Bei älteren Patienten versucht man ebenfalls Ruhigstellung. In hartnäckigen Fällen, oder bei drohender Kniearthrose - versucht man durch Anbohrung des Knochens unter der Gelenkfläche weider eine Heilungsreaktion und Wiederherstellung der Knochendurchblutung zu erreichen. Gelingt das nicht, muss auf Grund der Knorpelschäden in vielen Fällen eine Endoprothese - entweder als Knieteilprothese oder als Knievollprothese - operiert werden, um die schmerzfreie Belastbarkeit des Kniegelenks wiederherzustellen.

          Osteoporose: Knieschmerzen durch Frakturen

          Osteoporose ist die krankhafte, also nicht mehr altersgerechte Abnahme der Knochendichte. Osteoporose ist selbst absolut schmerzfrei. Der zunehmend demineralisierte Knochen ist aber anfälliger für Frakturen (Knochenbrüche). Alltägliche Ereignisse wie Treppensteigen, plötzliche Belastungspitzen wie z.B. Stolpern können bei Arthrose zu Frakturen im Kniegelenk führen, die zu stechenden Schmerzen führen. Die übliche Behandlung der Osteoporose versucht die Deminieralisierung zu verlangsamen: durch Medikamente, sanfte Bewegung, ausgewogene calciumreiche Ernährung. Wenn Osteoporotische Frakturen im Kniegelenk bereits aufgetreten sind, müssen sie durch Ruhigstellung behandelt werden.

          Arthrose ist häufig Begleiterscheinung, nicht Ursache von Knieschmerzen

          Kniefehlstellung (oben) im Vergleich zu einem normalen Knie seitlich abgebildet Kniefehlstellung (oben) kann Knie-Arthrose (Gonarthrose) begünstigen. Unten im Vergleich ein gesundes Knie mit deutlich, beidseitig sichtbarem knorpelgefülltem Gelenkspalt. Ist der Knorpel geschädigt, wird der Spalt im Röntgenbild immer enger: Der im Röntgen verengte Gelenkspalt (siehe Bild oben) ist ein eindeutiges diagnostisches Zeichen für Kniearthrose. Auch bei im Röntgenbild schwere Kniearthrose ist es jedoch nicht selbstverständlich, dass Knieschmerzen mit schwerer Kniearthrose durch eine Endoprothese besetigt werden können. Eine Begleittherapie von Muskeln, Sehnen und Weichteilen durch den © Wikipedia

          Die Arthrose im Knie - medizinisch auch Gonarthrose genannt - ist zwar eine der häufigsten Erkrankungen, die ein Orthopäde in seinem Berufsalltag sieht.
          Häufig ist Arthrose eine Begleiterscheinung des Älterwerdens. Dennoch wird viel zu schnell ein Knieschmerz auf den Gelenkverschleiß durch Knorpelabbau zurückgeführt. Doch häufig ist der Knieschmerz nur eine Begleiterscheinung des Knorpelveschleißes, nicht aber eine direkte Folge der Arthrose.

          Das bedeutet: Nicht immer sind Therapien einer Kniearthrose auch geeignet, den chronischen Knieschmerz zu therapieren. Viele Patienten, die bereits eine Knieprothese erhalten haben, spüren erst nach der Prothesenoperation, dass auch der Austausch der Gelenkflächen (Knieprothese) als Therapie der Arthrose die eigentliche Ursache der Knieschmerzen noch nicht beseitigt hat.

          Spätestens dann muss der Kniespezialist tun, was er bei einer sorgältigen diagnostischen Abklärung vor der Operation hätten tun müssen: auch die Muskulatur sowie den Zustand der Sehnen, Muskeln und Faszien zu berücksichtigen.

          Bei der Diagnose und Behandlung der Knie-Arthrose muss der Spezialist alle Lebensumstände des Patienten - Alter, Beruf, besondere Belastungen - mit einbeziehen.

          Er muss auch alle Gewebe des Kniegelenks miteinbeziehen: Verkürzungen und Verhärtungen der Muskulatur sowie den zustand der Sehnen, um eine wirklich zielführende Therapieentscheidung empfehlen zu können. Unabhängig von den Röntgenbildern muss jedes Kniegelenk neu aus seiner eigenen aktuellen Situation verstanden werden.

          Zu diesen besonderen Umständen gehört stets auch die Stoffwechselsituation der Muskulatur. Arthrosebedingte Knieschmerzen dürfen nicht nur als Folge des Knorpelverschleißes gesehen werden, sonst erleben Patienten auch nach erfolgreicher Prothesen-Operation noch starke Schmerzen im Kniegelenk. Die Enge Zusammenarbeit zwischen dem Kniespezialisten un dem Physiotherapeuten in jedem Stadium der Kniearthrose ist für uns deshalb selbstverständlich.

          Knieschmerzen werden häufig durch eine als Reaktion auf die Arthrose ungünstige Stoffwechsel-Situation und Verkürzungen sowie Verhärtungen im umliegenden Weichteilgewebe - Muskeln, Sehnen und Faszien - verursacht. Mit Hilfe der biomechanische Stimulation (Zell-Matrix-Therapie) können wir diese Schmerzen kausal therapieren. Häufig zeigt sich, dass die Gelenkschmerzen auch bei radiologisch nachgewiesener, schwerer Kniearthrose therapiert werden können. Knieschmerzen werden häufig durch eine als Reaktion auf die Arthrose ungünstige Stoffwechsel-Situation und Verkürzungen sowie Verhärtungen im umliegenden Weichteilgewebe - Muskeln, Sehnen und Faszien - verursacht. Mit Hilfe der biomechanische Stimulation (Zell-Matrix-Therapie) können wir diese Schmerzen kausal therapieren. Häufig zeigt sich, dass die Gelenkschmerzen auch bei radiologisch schwerer Kniearthrose therapiert werden können. © Gelenkreha.de

          Knieschmerzen: wirksame Behandlung durch konservative Verfahren

          Mit Hilfe der biomechanischen Stimulation - einer Vibrationstherapie - kann lokaler Knieschmerz in den Weichteilen rund um das Kniegewebe sehr effizient therapiert werden. Häufig ist eine Operation zur Therapie der Knieschmerzen dann nicht mehr erforderlich. Mit Hilfe der biomechanischen Stimulation - einer Vibrationstherapie - kann lokaler Knieschmerz in den Weichteilen rund um das Kniegewebe sehr effizient therapiert werden. Häufig ist eine Operation zur Therapie der Knieschmerzen dann nicht mehr erforderlich. © www.gelenkreha.de

          Der erfahrene Orthopäde verfügt ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten, das dem Spektrum an Patienten gerecht wird: Ein sportlicher, jüngerer Patient mit hohem Aktivitätsniveau strebt Trainierbarkeit und Belastbarkeit an. Ein älterer Patienten mit oft langwieriger Krankengeschichte, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, will so schnell wie möglich wieder Schmerzfreiheit und Beweglichkeit im Alltag erreichen.

          Der spezialisierte Orthopäde beherrscht ein ganzes Spektrum an Methoden der Behandlung von Knie-Arthrose (Gonarthrose). Gemeinsam mit seinem Patienten kann er auf die jeweilige angepasste Verfahren wählen.

          Wichtige Verfahren bei der Behandlung von Knieschmerzen

          • Knie-Arthroskopie für exakte Diagnose, Schmerzbehandlung und knorpelerhaltende Eingriffe bei einer Arthrose des Kniegelenks, Knorpelpflege und Gelenkspülung. Rechtzeitig angewendet kann die Arthroskopie bei Kniearthrose Arthrose entscheidend verlangsamen und oft das Knie retten.
          • Teilprothese des Knies: Wann benötigt ein Arthrosepatient eine Kniearthrose? Prothesen sind angezeigt, wenn alle anderen Behandlungsmöglichkeiten bei Kniearthrose erschöpft sind und schmerzfreie Beweglichkeit im Alltag mit anderen Mitteln nicht mehr hergestellt werden kann. Bei guten Zustand der Knochen kann der erfahrene Orthopäde die gleitenden Oberflächen im Knie durch eine Teilprothese verstärken. Ein großer Teil des natürlichen Gelenks und der Knochensubstanz kann so erhalten werden - lediglich die von Arthrose zerstörten Oberflächen werden durch Metall- und Kunststoffeinlagen verstärkt (Inlay-Technik). Die natürliche Beweglichkeit des Knies und die Führung durch den Bänder und Muskelapparat bleibt erhalten.
          • Knie-Prothese: In manchen Fällen ist das Kniegelenk durch Arthrose so zerstört, dass ein Teilersatz (Teilprothese) des Kniegelenks nicht mehr möglich ist. In diesen Fällen kann ein Arthrosepatient die schmerzfreie Beweglichkeit des Knies durch eine Vollprothese zurückerhalten. Der natürliche Bänder- und Muskelapparat des Knies bleibt bei der Operation erhalten. Der Patient mit Kniearthrose bekommt mit einer Knieprothese (medizinisch: Knie-TEP) also ein natürlich bewegliches, tranierbares Knie zurück.
Eigene Bewertung: 
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 3.8 (6 Stimmen)
Folgen Sie der Gelenk-Klinik auf Facebook oder Twitter

Wählen Sie ein Gelenk

Für eine medizinische Fragestellung - Coxarthrose, Arthrose, Gonarthrose, Sprungelenksarthrose, Hüftprothese, Hüftgelenks-TEP, Karpaltunnel-Syndrom, Facettengelenksarthrose etc klicken Sie auf ein Gelenk der orthopädischen Abbildung oben: Sie gelangen dann zu allen wichtigen Informationen Schulter, Sehnenverkalkung, Frozen Shoulder, Auskugelungen, Schultergelenks-Arthrose, Omarthrose, Schleimbeutel, Rotatorenmanschette Taube Hände, Karpaltunnelsyndrom, Medianus Neurolyse minimalinvasiv durchführen Huefte, Coxarthrose, Cox-Arthrose, Hueft-TEP, künstliches Hüftgelenk, Hüftprothese, Hüftschmerzen, Hüftnekrose, Ellenbogen-Gelenk Handgelenk: taube Hände und das Karpaltunnelsyndrom, Medianus Neurolyse minimalinvasiv durchführen knie Haglundferse, Fersensporn, Morton Neurom, Metatarsalgie,  Fuss, Zehen, Hallux Valgus, Hallux Rigidus, Schiefe Zehen, Hammerzehe, Krallenzehe, Korrektur Sprunggelenk, Sprunggelenksprothese, Knöchel, Fussgelenk, Sprunggelenk-Arthrose, Sprunggelenk-Prothese, Sprungelenksarthroskopie, Knorpeltransplantation, Chondrozytentransplantation Wirbelsäule, Bandscheibe, Lendenwirbelsäule, Halswirbelsäule, Bandscheibenvorfall, Rückenschmerzen

Spezialist

Facharzt für Orthopädie in Freiburg Prof. Dr. med. Sven Ostermeier
Facharzt für Orthopädie an der Gelenk-Klinik
Termin telefonisch vereinbaren:
0761-55 77 580

Orthopädische Gelenk-Klinik

Informationen zu Untersuchung und stationärem Aufenthalt in der orthopädischen Gelenk Klinik

Orthopädische
Gelenk-Klinik
Zentrum für Arthrosetherapie und Endoprothetik

Spezialisierung:

  • Orthopädie
  • Unfallchirurgie
  • Neurochirurgie
  • Rehabilitative Medizin

Tel: (0761) 55 77 58 0

praxis@gelenk-doktor.de

Virtueller Rundgang

360° Virtueller Rundgang: Ansicht der Ambulanz