Orthopädische Gelenk-Klinik

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Kreuzbandriss und Kreuzbandplastik - Wiederherstellung des Kreuzbandes

Nur operative Wiederherstellung und Rehabilitation können nach Kreuzbandverletzung eine Kniearthrose vermeiden

Innen- und Aussenmeniskus von oben gesehen Knie von vorne mit aufgeklappter Kniescheibe: Man sieht auch den Verlauf der Kreuzbänder (innen). Während der Riss der hinteren Kreuzbänder nicht behandlungsbedürftig ist, wird der Riss der vorderen Kreuzbänder durch Kreuzbandplastik (Kreuzbandrekonstruktion) behandelt.© Medidesign

Kreuzbandriss ist eine häufige Sportverletzung

Die Verletzung oder der Riss des vorderen Kreuzbandes tritt meist als Sportfolge, besonders durch Sturz beim Skifahren, auf. Verdrehungen im Knie sind meist die Auslöser der Kreuzbandverletzung. Nach Kreuzbandriss ist der Patient nur eingeschränkt sportfähig. Sie können noch gehen und sind uneingeschränkt mobil.

Symptome und Langzeitfolgen des Kreuzbandriss

Oft entwickelt sich nach Kreuzbandriss eine starke Schwellung am Kniegelenk. Weil das vordere Kreuzband gut durchblutet ist, tritt ein Kreuzbandriss auch stets mit einer Blutung in der Gelenkkapsel auf. (Haemarthrose)

Die Instabilität des Kniegelenks nach unbehandeltem Kreuzbandriss macht sich nicht im Alltag bemerkbar, sondern erst, wenn der Patient das Knie wieder sportlich belasten will. Oft tritt das erst nach Monaten zu Tage. Patienten berichten dann von Umknickereignissen, gerade auf unebenem Boden, wenn die Koordination im Knie besonders gefordert ist. In vielen Fällen kann der Kreuzbandriss muskulär ausgeglichen (kompensiert) werden. Die schädlichen Langzeitfolgen für das Knie werden dadurch aber dennoch nicht verhindert.

Ein Kreuzbandriss ist meist sehr schmerzhaft.

Kniearthrose (Gonarthrose) und Meniskusschäden sind die Folgen einer unbehandelten Kreuzbandrisses. Meniskusverletzungen können jedoch auch bereits gemeinsam mit der Kreuzbandverletzung auftreten und durch das gleiche Unfall-Trauma verursacht werden.

Umknickereignisse nach Kreuzbandriss führen immer wieder erneut zu Schwellungen und Schmerzen im Knie. Bevor der Struktursachden nicht durch Wiederherstellung des Kreuzbandes stabilisiert wird, kann ein Patient mit Kreuzbandriss nicht von einem normal belastbaren Knie ausgehen, auch wenn die Schmerzhaftigkeit des Knies wenige Tage nach der Kreuzbandruptur schnell nachlässt.

Diagnose des Kreuzbandrisses durch den Orthopäden

Der Orthopäde vermutet eine Kreuzbandverletzung wenn der Unfallhergang dafür spricht und das Knie geschwollen und schmerzhaft ist. Bei Kreuzbandriss kann der Schubladentest weitere Klärung bringen. Wenn das Schienbein bei fixiertem Knie nach vorne heraus gezogen werden kann, sprint das für eine Ruptur der Kreuzbänder. In vielen Fällen wird diese Kreuzband-Instabilität von den Patienten aber auch muskulär ausgeglichen.

Ein direkter Befund kann daher oft nach Arthroskopie des Kniegelenks, also direkter Betrachtung des Kniegelenksinneren durch eine minimalinvasiv eingeführte Kamerasonde erbracht werden.

Röntgenbilder des Kniegelenks werden nach Kreuzbandrriss vor allem durchgeführt, um begleitende Knochenbrüche (Frakturen) auszuschließen. Die Kreuzbandruptur selbst kann im Röntgen nur dann direkt dargestellt werden, wenn auch der knöcherne Ansatzpunkt des Kreuzbandes mit ausgerissen ist. Bei Kindern und Jugendlichen geschieht das gelegentlich.

Ein Kernspinbild kann den gerissenen Meniskus meist auch nicht zeigen. Begleitende Meniskusverletzungen sind jedoch im Kernspin recht gut sichtbar.

Therapie des Kreuzbandrisses: Kreuzbandplastik kann das Knie stabilisieren

Der Riss des vorderen Kreuzbandes kann nicht muskulär kompensiert werden. Gerade bei aktiven Patienten ist daher die Wiederherstellung des Kreuzbandes durch Operation die einzige wirksame Behandlungsmöglichkeit, um das Knie langfristig zu bewahren.

Die arthroskopische Naht der gerissenen Kreuzband-Sehne wird selten oder gar nicht mehr durchgeführt. Die Ergebnisse der Sehnennaht sind nicht zuverlässig, die Instabilitäten des Knies können jederzeit wieder auftreten.

Als kausale und nachhaltige Therapie des vorderen Kreuzbandrisses hat sich daher nur die Kreuzbandplastik oder Kreuzbandersatzoperation bewährt. Dieser Eingriff wird minimalinvasiv (arthroskopisch) durchgeführt. Etwa auftretende Meniskusverletzungen können bei dem Eingriff zur Durchführung der Kreuzbandersatzplastik gleichzeitig gesichtet und behandelt werden.

Die Kreuzbandersatz-Operation (Kreuzbandplastik)

Bei der Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes ist ein sehr zuverlässiger Eingriff. Als Folge dieses Eingriffes können sogar Leistungssportler ihre uneingeschränkte Sportfähigkeit wiedererlangen.

Grundlage der Kreuzbandplastik ist ein aus dem Körper des Patienten gewonnenes Sehnentransplantat - meist aus der Kniescheibensehne oder aus dem hinteren Oberschenkel. Dieses Transplantat wird ein einem aufwändigen Verfahren gereinigt, gewickelt, verstärkt. Seine Zugfestigkeit beträgt ein Vielfaches der Zugfestigkeit des natürlichen Kreuzbandes.

Um die Stabilität der Kreuzbandplasti zu gewährleisten sind bei der vielzahl der eingeführten Kreuzbandersatzplatiken folgende Aspekte besonders wichtig:

Qualitätsfaktoren der Kreuzbandersatzoperation

  • Die anatomische Platzierung des Kreuzbandtransplantates genau an den Ansatzstellen des natürlichen Kreuznbandes im Oberschenkel und Schienbeinknochen
  • Die Stabilität und die Verankerung des Kreuzbandtransplantates muss sehr fest sein. Sie wird meist durch bioresorbierbare Schrauben hergestellt, die am Transplantat befestigte Sysnthetikbänder in dem Knochenkanal fixieren. Bei weicheren Knochen fixiert man auch durch Titanschrauben. Das sogenannte Press-Fit-Kreuzbandersatzverfahren führt die Verankerung des Kreuzbandes mit körpereigenen Knochendübeln aus.
  • Das körpereigene Transplantat muß gut vorbereitet und vorgedehnt sein um tatsächlich unmittelbar nach der Operation eine Stabilisierung des Kniegelenks zu erzielen.

Der eigentliche Heilungsprozess nach Kreuzbandersatz: Umbau des Transplantates durch den Körper

Mit Durchführung der Kreuzbandersatzoperation ist das Knie zwar in der regel wieder gut belastbar. Der eigentliche Heilungsprozess beginnt aber erst nach der Operation. Der Körper erkennt das körpereigene Sehnenmaterial und startet sofort nach der Operation den eigentlichen Heilungsprozess, der sich über 6-9 Monate hinzieht.

Blutgefässe wachsen in das Transplantat ein (Vaskularisierung). Das Gewebe des Kreuzbandtransplantates wird dadurch ernährt und umgebaut zu einer Sehne, die alle Eigenschaften des natürlichen Kreuzbandes hat. Nach einigen Monaten ist kein Unterschied zu erkennen, wenn die oben geschilderten Qualitätsfaktoren der Kreuzbandersatzoperation eingehalten wurden .

Rehabilitation des Knies nach Kreuzbandersatzoperation

In aller Regel ist der Patient c.a. 10-14 tage nach der Kreuzbandersatzoperation (Kreuzbandplastik) wieder arbeitsfähig. In dieser Zeit wird das Kreuzband mit Unterarmgehstützen nur teilbelastet. Der Bewegungsradius kann durch Schienen (Orthesen) eingeschränkt werden.

Nach Abschluss der Wundheilung kann er auch wieder Ausdauersport ohne Sehnenbelastung nachgehen (Radfahren, Joggen, Schwimmen). Kontaktsportarten wie Abfahrtsski können nach c.a. 6 Monaten wieder ausgeübt werden.

Wenn, wie bei Leistungssportlern häufig gewünscht, eine schnellere Belastbarkeit gewünscht ist, hat sich in der Gelenk-Klinik das TLS-Kreuzbandersatzverfahren bewährt. (Tape Locking Screw)

Beim TLS-Verfahren kommt eine besondere Verankerung zum Einsatz, die den Patienten bereits nach 2 Tagen ohne Gehstützen und Schienen (Orthesen) belastbar macht.

Weil bereits nach einer Woche Ruhigstellung bis zu 50% der Muskelkraft im ruhiggestellten Bein abgebaut sind, und dieser Abbau meist erst nach 1,5 Jahren wieder ausgeglichen ist, finden gerade Sportler einen Vorteil darin, die Rehabilitation direkt aus der natürlichen Beweglichkeit im Alltag durchzuführen. Dauerhafte motorische Einseitigkeiten werden dadurch vermieden.

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Facharzt für Orthopädie in Freiburg Prof. Dr. med. Sven Ostermeier
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