Orthopädische Gelenk-Klinik

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Arthrodese

Die Arthrodese ist eine operative Gelenkversteifung: die Bewegungsfähigkeit im Gelenk wird dabei komplett unterbunden, die Knochen im Gelenk wachsen zusammen. Durch Arthrodesen wird unter Aufhebung der Beweglichkeit Stabilität in degenerativ erkrankten Gelenken hergestellt. Die häufigsten operativ durchgeführten Arthrodesen betreffen das Obere Sprunggelenk (Sprunggelenksarthrose) und das Großzehengrundgelenk (Hallux rigidus).

Vergleich: Prothese oder Arthrodese (Versteifung) des Sprunggelenks?

Arthrodese des SprunggelenksDer natürliche Bewegungsablauf wurde bei Versteifung des Sprunggelenks unwiederbringlich geändert: Arthrodesen sind künstlich herbeigeführte knöcherne Verwachsung zwischen Unterschenkelknochen und Fuß. © Gelenk-doktor.de, Dr. Thomas Schneider

Noch immer werden die Sprunggelenke der meisten Patienten mit einer Sprunggelenksarthrose operativ versteift.

Man spricht bei der operativen Versteifung von einer Arthrodese des Sprunggelenks.

Durch die Versteifung müssen die benachbarten Gelenke im Fuß die verloren gegangene vertikale Beweglichkeit ersetzen.

Das führt zu der Gefahr einer Überlastung dieser Fußgelenke, die in im Normalfall nur eine geringere Beweglichkeit abdecken müssen. Das führt zu "Anschlußarthrosen" bzw. "Begleitarthrosen" in den Fußgelenken.

Man spricht hei der Prothese des Sprunggelenks im Vergleich zur Arthrodese von einer gangbilderhaltenden Therapie: Die vertikale Beweglichkeit des Fußes gegenüber dem Unterschenkel wird durch die Prothese wieder hergestellt oder bleibt erhalten.

Diese Beweglichkeit des oberen Sprunggelenks ist im Alltag vorteilhaft: Beim Treppensteigen, bergauf oder bergab gehen oder beim Gehen oder Joggen bei höheren Geschwindigkeiten.

Demgegenüber ist die Versteifung des Sprunggelenks bei hoher Alltagsbelastung und regelmäßiger körperlicher Arbeit sowie dem Tragen größerer Lasten immer noch stabiler, als die Prothese.

Hallux rigidus: Beweglichkeit der Großzehe bei Arthrose erhalten oder versteifen?

Hallux rigidus ist eine degenerative Gelenkerkrankung (Arthrose) am Grundgelenk der großen Zehe. Der Knorpel in diesem Großzehengrundgelenk nutzt sich bei Hallux rigidus also zunehmend ab. Es treten die arthrosetypischen Gelenkveränderungen auf: Gelenkspaltverengung, Osteophyten, Knorpelabrieb, Entzündung des Großzehengrundgelenks.

Die operative Versorgung des endgradigen Hallux rigidus (Arthrose des Großzehengrundgelenks) war bisher nicht ohne Bewegungseinschränkungen möglich: Die als Standardbehandlung angesehene Versteifung des Großzehengrundgelenks (Metatarsophalangealgelenk bzw. MTP-Gelenk) reduziert dauerhaft die Beweglichkeit der Großzehe. Prothesen waren bisher nicht sehr haltbar. Eine Hemiprothese (Teilprothese) in Form eines dauerhaft eingebrachten synthetischen Knorpelersatzes ermöglicht nun eine beweglichkeitserhaltende Versorgung bei Hallux rigidus. © Cartiva Inc.Die operative Versorgung des hallux rigidus war bisher nicht ohne Bewegungseinschränkungen möglich. Mit Hilfe eines neuen Knorpelersatzimplantates kann eine haltbare, stabile Versorgung eines endgradigen Hallux valgus durchgeführt werden. © Orthovosion

Hüftarthrose (Coxarthrose): Die Hüfte erhalten oder ersetzen?

Knochensporne (Osteophyten) beschleunigen den Knorpelabrieb bei HüftarthroseAbb. 1: Hüftarthrose geht häufig mit der Aufrauung der Gelenkflächen einher. © Viewmedica

Die Hüfte ist eines der am häufigsten orthopädisch behandelten Gelenke: Fehlstellung, Durchblutungstörung und Knochen-Nekrose im Hüftgelenk (Sterben des Knochens), Bruch des Oberschenkels und Osteoporose (Knochenschwund). Manchmal wird eine Hüfte durch Hüftarthrose sogar völlig unbeweglich. Hüftschmerzen und Hüftarthrose (Coxarthrose) müssen ein aktives und selbstbestimmtes Leben heutzutage nicht mehr beenden. Zunehmend setzen sich auch gelenkerhaltende Therapien bei Hüftarthrose durch. Je mehr wir über die Ursachen wissen, um so häufiger wird ein Hüftgelenk bei rechtzeitigem Therapiebeginn auch erhalten bleiben.

Arthrose im Sprunggelenk gelenkerhaltend therapieren

Sprungelenk Röntgenbild eines gesunden rechten Sprunggelenks. © Wikipedia

An Fuß und Sprunggelenk findet der Orthopäde die komplizierteste knöcherne Situation vor. Der Fuß und das Sprunggelenk bestehen aus 30 kleinen Knochen die untereinander 38 Gelenke bilden. Diese komplizierte Konstruktion des Sprunggelenks muss die vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten des Menschen berücksichtigen. Trotz des hohen Druckes und der kleinen Gelenkfläche im Sprunggelenk ist Arthrose im Sprunggelenk aber relativ selten.

Sprunggelenksprothese: Gangbilderhaltende Versorgung der Arthrose im Sprunggelenk

Moderne SprunggelenksprotheseModerne Sprunggelenksprothese aus drei Komponenten: Die obere und untere Metallkappe überziehen Schienbein, Wadenbein und Sprungbein. Dazwischen befindet sich als bewegliches Element ein stabiler Kunststoffkern aus Polyethylen. Die moderne Prothese des Sprunggelenks unterstützt durch den frei beweglichen PE-Kern die natürliche Beweglichkeit des Sprunggelenks. © Smith and Nephew

Die Sprunggelenksprothese wird immer häufiger zur Behandlungsmöglichkeit der ersten Wahl bei schwerer Arthrose des Sprunggelenks. Gegenüber der Versteifung (Arthrodese) des Sprunggelenks hat die Sprunggelenksprothese durch Erhaltung des natürlichen Gangbildes und besserer Sportfähigkeit zahlreiche Vorteile.

Durch unser in den letzten Jahren deutlich verbessertes Verständnis des Sprunggelenks können wir immer häufiger Arthrose-Patienten mit einer bewegungserhaltenden Sprunggelenks-Prothese versorgen. Durch die bessere Diagnose und die besseren Operationstechniken erreichen wir immer längere Standzeiten der Prothesen. Revisionsoperationen (Wechseloperationen) der Sprunggelenksprothese werden daher immer seltener.

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EndoProthetikZentrum (EPZ) und Zentrum für Sprung- und Fußgelenk (ZFS)

Spezialisierung:

  • Orthopädie
  • Arthrosetherapie
  • Unfallchirurgie
  • Endoprothesen
  • Neurochirurgie
  • Rehabilitative Medizin

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