Orthopädische Gelenk-Klinik

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Schulterschmerzen, Schulterarthrose, Schulterimpingement

Schulterarthrose (Omarthrose)

  1. Was ist Schulterarthrose?
  2. Ursachen: primäre Arthrose, nach Verletzung, Entzündung, Oberarmkopfnekrose
  3. Differentialdiagnose: weitere Ursachen für Schulterschmerzen
  4. Symptome
  5. Untersuchung
  6. Konservative Therapie: Ernährung, Bewegung, Physiotherapie, Naturheilkunde
  7. Schulterarthroskopie: Gelenkerhaltende Operation der Schulterarthrose
  8. Knorpeltransplantation 8ACT) bei Schulterarthrose
  9. Schulterprothesen: Gelenkersetzende Operation der Schulterarthrose

Literatur zu Schulterarthrose

Eine Schulterarthrose (Omarthrose) entsteht durch den Verschleiß des Gelenkknorpels, der die umgebenden Knochen davon abhält, direkt aufeinanderzureiben. Meist sind Störungen des komplexen Muskel- und Sehnenapparates (Rotatorenmanschette) der Schulter ursächlich für die Überlastung des Gelenkknorpels und es kommt zu degenerativen Veränderungen. Auch Entzündungen, Stoffwechselstörungen oder Verletzungen – z. B. Schulterluxation (Ausrenken), Bruch des Oberarmkopfes oder Riss der Supraspinatussehne – können den Knorpelverlust in der Schulter begünstigen. Betroffene verspüren meist tiefliegende, dumpfe Schulterschmerzen, die beim Liegen oder zu Beginn einer Bewegung auftreten. In einigen Fällen lassen sich die Schmerzen durch konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Pflanzenmittel (z. B. Teufelskralle) oder Wärmebehandlungen lindern. Ist die Arthrose bereits zu weit fortgeschritten, kann eine minimalinvasive Arthroskopie (Gelenkspiegelung) oder der Einsatz einer Prothese die Gelenkfunktion wiederherstellen.

Was ist Schulterarthrose?

Die Schulterarthrose führt zu Veränderungen an Knochen, Knorpeln und der Gelenkform. Die Knorpelschicht wird abgerieben und verschleißt. Wenn die Gleitschicht abgetragen ist, reiben die Knochen direkt aufeinander. Auf diese Weise bilden sich Knochensporne (Osteophyten) an der Schulterpfanne (Glenoid) und dem Oberarmkopf rund um das Schultergelenk. © Viewmedica Die Schulterarthrose führt zu Veränderungen an Knochen, Knorpeln und der Gelenkform. Die Knorpelschicht wird abgerieben und verschleißt. Wenn die Gleitschicht abgetragen ist, reiben die Knochen direkt aufeinander. Auf diese Weise bilden sich Knochensporne (Osteophyten) an der Schulterpfanne (Glenoid) und dem Oberarmkopf rund um das Schultergelenk. © Viewmedica

Schulterarthrose entsteht immer dann, wenn der Gelenkknorpel, ein elastisches Gleitgewebe der Gelenkflächen, vorzeitig abnutzt und verschleißt. So entstehen Schulterschmerzen und Veränderungen der Knochen. Schließlich schmerzt jede Bewegung des Schultergelenks und die Schulter mit Arthrose versteift: Schulterschmerzen beeinträchtigen den Betroffenen in seinem Alltag, weil die Schulter an vielen Bewegungen des Arms beteiligt ist. Die Schulter mit Arthrose kann durch den reduzierten schmerzfreien Bewegungsradius die Aufgaben im im Alltag immer schlechter bewältigen.

Schulterarthrose ist eine Erkrankung des Schultergelenks, die mit zunehmendem Lebensalter immer häufiger auftritt. Einige Unfallursachen und Schulterverletzungen können aber bereits bei recht jungen Patienten die Gefahr einer Schulterarthrose erhöhen.

Anatomie des Schultergelenks: Akromioklavikulargelenk, Glenohumeralgelenk, Supraspinatussehne, Schlüsselbein und Schulterblatt Das Schultergelenk ist eigentlich aus zwei Gelenken aufgebaut. Das 1. Schultergelenk ist das Gelenk zwischen Oberarmkopf und Schulterblatt (Glenohumeralgelenk). Es ist für alle Bewegungsrichtungen der Schulter verantwortlich. Der Oberarmkopf wird von mehreren Sehnen der Rotatorenmanschette umfasst, die für seine Position und Beweglichkeit zuständig sind. Das 2. Schultergelenk liegt zwischen Schlüsselbein (Clavicula) und Schulterdach (Akromion) des Schulterblatts (Akromioklavikulargelenk oder AC-Gelenk). Es unterstützt vor allem das Strecken des Armes nach oben. Arthrose im Akromioklaviculargelenk nennt man AC-Gelenksarthrose. © bilderzwerg / fotolia
Wichtige Begriffe

Schulterarthrose (lat. Omarthrose ) ist die Abnützung des Schultergelenks. In schweren Fällen kann ein künstliches Gelenk (Schulterprothese) das Gelenk beweglich erhalten.

Humeruskopf = runder Oberarmkopf; der Gelenkpartner der Gelenkpfanne (Glenoid) im Schultergelenk

Aufbau und besondere Aufgaben der Schulter

Die Schulter des Menschen (von hinten) ist mit Ihrem komplexen Apparat aus Knochen, Bändern, Muskeln und Schleimbeuteln sehr sensibel: Sie kann von Auskugelung (Luxation), Arthrose, Impingement und muskulären Störungen betroffen sein. Die Schulterarthrose ist die am weitesten verbreitete Erkrankung der Schulter. Die Schulter des Menschen (von hinten) ist mit Ihrem komplexen Apparat aus Knochen, Bändern, Muskeln und Schleimbeuteln sehr sensibel: Sie kann von Auskugelung (Luxation), Arthrose, Impingement und muskulären Störungen betroffen sein. Die Schulterarthrose ist die am weitesten verbreitete Erkrankung der Schulter. © Grays Anatomy

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk im menschlichen Körper. Als Ansatzpunkt des Armes ist sie selbstverständlicher Teil jeder Handbewegung. Sie ist an tausenden differenzierter Bewegungen im Alltag beteiligt. Damit ist die Schulter Teil des flexibelsten Instruments, das die Natur hervorgebracht hat: der menschlichen Hand. Die Kombination aus Kraft und Beweglichkeit erzeugt besondere orthopädische Schwachstellen an Knochen, Bändern, Knorpeln, Sehnen und Schleimbeuteln. Wenn die Führung des Schultergelenks durch Imbalancen an Muskeln oder Schäden an Bändern und Sehnen nicht mehr optimal ist, kann das zum Gelenkverschleiß beitragen.

Veränderung des Gelenks durch Schulterarthrose

Schulterarthrose: Knorpelverschleiß Schulterarthrose wird vor allem durch zunehmenden Knorpelverschleiß vorangetrieben. Als Folge bibt es jedoch auch zunehmende Veränderungen an den Knochen und Sehnen des Schultergelenks © Depuy-Synthes

Knorpelverschleiß ist der wichtigste Prozess, der die Schulterarthrose kennzeichnet. Die Abtragung des Knorpels lässt den Gelenkspalt im Schultergelenk immer schmaler werden. Dabei verschleißt vor allem der Gelenkknorpel im hinteren (posterioren) Bereich der Gelenkpfanne. Der ursprüngliche Bewegungsspielraum des Schultergelenks geht zunehmend verloren.

Zahlreiche Faktoren können diese für die Schulterarthrose kennzeichnende asymmetrische Belastung der hinteren Region der Schultergelenkspfanne (Glenoid) auslösen oder verstärken: Fehlstellungen, Sehnen- und Muskelschwäche sowie Haltungsprobleme.

Mit zunehmendem Verlust der Knorpelgleitschicht verändern sich auch die Knochen und Weichteilstrukturen:

  • Bildung von Knochenspornen (Osteophyten)
  • Wassereinlagerung im Knochen unter dem Knorpel (Knochenödeme)
  • Bildung von flüssgkeitsgefüllten Hohlräümen im Oberarmknochen (Zysten)
  • Aufrauhung der Gelenkfläche und Knorpelverlust
  • Verlust von Beweglichkeit und Kraft des Schultergelenks
  • Deformierung von Oberarmkopf und Gelenkpfanne
  • Zunehmende Instabilität der Schulter
  • Zunehmende Einsteifung der Gelenkkapsel reduziert die Beweglichkeit
  • Entzündung der Gelenkschleimhaut der Gelenkkapsel (Synovialitis)

Ursachen der Schulterarthrose

Schlüsselbein und Schulterdach bilden das Schultereckgelenk. Darunter ist frei beweglich der Oberarmkopf aufgehängt. Die Schulter ist kein typisches Kugelgelenk: Die Gelenkpfanne umfasst den Gelenkkopf nicht, sondern bildet lediglich eine flache Gleitfläche. Die Gelenkpartner im Schultergelenk werden lediglich von der Rotatorenmanschette an ihrem Platz gehalten. Schlüsselbein und Schulterdach bilden das Schultereckgelenk. Darunter ist frei beweglich der Oberarmkopf aufgehängt. Die Schulter ist kein typisches Kugelgelenk: Die Gelenkpfanne umfasst den Gelenkkopf nicht, sondern bildet lediglich eine flache Gleitfläche. Die Gelenkpartner im Schultergelenk werden lediglich von der Rotatorenmanschette an ihrem Platz gehalten. © Gelenk-Klinik

Die Schulter mit ihrem komplexen Bänder- und Muskelapparat ist ein besonderes Gelenk. Es gibt keine knöcherne Stütze des Schultergelenks. Anders als das Hüftgelenkist die Schulter nicht in einer Gelenkpfanne verankert, die den Gelenkkopf fest umschließt. In der Schulter ist die Pfanne sehr flach und umgreift den Gelenkkopf nicht. Das führt dazu, dass die Schulter einen höheren Bewegungsspielraum als alle anderen Gelenke des menschlichen Körpers hat. Lediglich Muskeln und Sehnen halten Gelenkkopf und -pfanne zusammen und führen zugleich ihre Bewegung. Dieses sensible Muskel-Gleichgewicht gerät leicht aus den Fugen. Den Apparat, der die Schulter führt und den Oberarmkopf im Gelenk zentriert, bezeichnet man auch als Rotatorenmanschette der Schulter. Schulterschmerzen gehören zu den häufigsten Gelenkschmerzen: Die Schulter selbst, aber auch Nackenmuskulatur und Rumpfmuskulatur und die Körperhaltung beeinflussen die Funktion der Schulter.

Um das Schultergelenk zu führen, müssen alle Muskeln und Sehnen immer zusammenwirken. Sie können ihre Funktion nur gemeinsam ausüben. Sobald einer der Muskeln oder eine der Sehnen der Rotatorenmanschette gestört ist, gerät die Schulter als Ganzes in Gefahr. Die Beweglichkeit ist limitiert, der Oberarmkopf ist dann nicht mehr in der Gelenkpfanne zentriert. Der Knorpel der Gelenkfläche wird an manchen Stellen überlastet.

Die in alle Richtungen verlaufenden Muskeln sind auch für psychosomatische Verspannungen anfällig. Störungen des Rückens, der Rumpf- und Nackenmuskulatur wirken auch auf die Schulter. Es gibt keine Störung der Schulter, die nicht auch in die Brustmuskulatur und die Halswirbelsäule ausstrahlt.

Sekundäre Schulterarthrose: Verletzungen oder Schulterimpingement als Ursache

In vielen Fällen können wir den Knorpelverschleiß im Schultergelenk durch eine eingehende Untersuchung auf bestimmte Ursachen und Verletzungen zurückführen.

Schulterdislokation und Instabilität als Ursache der Schulterarthrose

Wiederholte Auskugelungen (Luxation) des Schultergelenks gehören zu den wichtigsten Faktoren, die eine sekundäre Schulterarthrose begünstigen. Eine Verletzung der stabilisierenden Knorpellippe (Labrum glenoidale) führt die Arthrose des Schultergelenks herbei. Treten die Auskugelungen häufiger auf, spricht man auch von rezidivierender Schulterluxation.

Röntgenbild eines ausgekugelten Schultergelenks (Schultergelenksluxation). Weil eine knöcherne Führung fehlt, ist die fein justierte Muskelbalance für die Funktion des Schultergelenks verantwortlich. © Wikipedia Röntgenbild eines ausgekugelten Schultergelenks (Schultergelenksluxation). Weil eine knöcherne Führung fehlt, ist die fein justierte Muskelbalance für die Funktion des Schultergelenks verantwortlich. © Wikipedia

Die Schulterdislokation (Ausrenken des Schulterelenks) ist eine recht häufige Ursache für Schulterarthrose. Das Ausrenken des Oberarmkopfes beschädigt auch die knorpelige Gelenklippe am Rand der Schultergelenkpfanne dauerhaft, sodass sie vom Pfannenrand abreißt. Es kann dadurch ein scharfe Kante entstehen, die den Knorpelabrieb am Oberarmkopf zusätzlich beschleunigt. Die Gelenklippe (Labrum) unterstützt das Gleiten des Oberarmkopfes, die Stabilität des Gelenks, aber auch die Knorpelernährung am Oberarmkopf.

Vor allem wenn das Schultergelenk dauerhaft instabil wird, kann die Luxation Ursache einer Omarthrose sein. Eine rechtzeitige Operation zur Stabilisierung der Schulter, z. B. durch Annähen der beschädigten Gelenklippe, kann der Schulterarthrose vorbeugen.

Knochenbruch (Fraktur des Oberarmkopfes)

Eine Fraktur des Schultergelenks ist ebenfalls häufig an der Entstehung der Schulterarthrose beteiligt.

Bei der Fraktur des Oberarmkopfes können mehrere Knochenfragmente entstehen. Die Aufgabe der unfallchirurgischen Erstversorgung besteht darin, das Heilen der Bruchstücke zu einer möglichst glatten, stufenfreien Gelenkfläche zu ermöglichen.

Auch ein Bruch des Schlüsselbeins oder des AC-Gelenks kann zu einer Arthrose am oberen Schultergelenk, dem Akromioklavikulargelenk führen. Durch Ruhigstellung, in schweren Fällen durch Operation und Refixierung von Bändern, versucht der behandelnde Arzt eine dauerhafte Instabilität sowie eine Arthrose des AC-Gelenks zu vermeiden.

Rotatorenmanschettenruptur und Schulterimpingement

 Die Schulter des Menschen ist weitgehend frei beweglich an Bändern und Muskeln aufgehängt. Die wichtigste Sehne ist die in dieser Abbildung gerissene Supraspinatussehne, die den Oberarmkopf von oben kommend umfasst. Der Oberarmkopf verliert nach einer Beschädigung der Sehne seine Zentrierung im Schultergelenk. Das kann zu Schulterarthrose führen. Die Schulter des Menschen ist weitgehend frei beweglich an Bändern und Muskeln aufgehängt. Die wichtigste Sehne ist die in dieser Abbildung gerissene Supraspinatussehne, die den Oberarmkopf von oben kommend umfasst. Der Oberarmkopf verliert nach einer Beschädigung der Sehne seine Zentrierung im Schultergelenk. Das kann zu Schulterarthrose führen. © Viewmedica

Bei der Rotatorenmanschettenruptur reißt eine Sehne der wichtigen Rotatorenmanschette, die den Oberarm bewegt und dafür den Oberarmkopf von oben kommend ganz umfasst. Die Supraspinatussehne der Rotatorenmanschette befindet sich zwischen Oberarmkopf und Schulterdach in tieferen Schichten der Schultermuskulatur.

Der Riss der Rotatorenmanschette ist häufig eine Folge der Degeneration der Sehne, die eingeklemmt zwischen Oberarm und Schulterdach verläuft. Vornübergebeugte Haltung, Bewegungsmangel oder Knochensporne (Osteophyten) am Schulterdach verstärken den Verschleiß der Rotatorenmanschette. Durch Physiotherapie und operative Glättung des Schulterdachs können wir dem Verschleiß der Rotatorenmanschette vorbeugen. Auch bei bereits vorgeschädigter Rotatorenmanschette kann Physiotherapie dazu beitragen, den Oberarmkopf durch verbesserten Muskel- und Sehnenzug wieder zu zentrieren. So können wir der Schulterarthrose vorbeugen und den Gelenkverschleiß aufhalten.

Eine Rotatorenmanschettenruptur führt zwangsläufig zu einer Destabilisierung des Oberarmkopfes und zu vorzeitigem Verschleiß der Knorpelschicht. Es folgt die Arthrose im Schultergelenk. Die Herausforderung des behandelnden Facharztes besteht in diesem Fall darin, neben der Arthrosebehandlung der Destabilisierung entgegenzuwirken.

Entzündung als Ursache der Schulterarthrose

Zu den Hauptverursachern der Schulterarthrose gehören neben Verletzungen auch entzündliche Veränderungen. Jede Schulterentzündung verstärkt den Knorpelverschleiß im Schultergelenk. Zu den wichtigsten arthroseverursachenden Entzündungen der Schulter gehören:

  • Gicht
  • Rheumatoide Arthritis
  • Bakterielle Infektionen
  • Lupus Erythematosus (eine Autoimmunerkrankung)
  • Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew)

Knochennekrose (Osteonekrose) des Oberarmkopfes

Eine Arthrose des Schultergelenks kann zu einem Absterben des Knochengewebes (Knochennekrose). Die Nekrose kann Folge einer traumatischen Knochenverletzung im Oberarm (Humeruskopffraktur) sein. Sie kann aber auch spontan – ohne erkennbare Ursache – auftreten. Es gibt einige Umstände, die eine Knochennekrose begünstigen: Alkohol, Rauchen, medizinische Steroide (z. B. Kortison) oder Stoffwechselprobleme.

Der Knochen unter der Gelenkfläche wird bei einer Knochennekrose nicht mehr durchblutet: Der Humeruskopf stirbt ab und mit der Zeit bricht die Gelenkfläche des Schultergelenks ein. Damit ist die Gelenkfläche nicht mehr gleitfähig. Eine Schulterarthrose entsteht. Die Omarthrose nach Nekrose des Oberarmkopfes kann nur operativ mithilfe von gelenkersetzenden Schulterprothesen versorgt werden.

Symptome und Schulterschmerzen bei Schulterarthrose

  • Diffuse, tiefliegende Schulterschmerzen
  • Manchmal stechende Schulterschmerzen
  • Nachtschmerzen beim Liegen auf der Schulter
  • Schmerzen bei der Rotation des Oberarmkopfes im Gelenk (Rotation um die Längsachse des Armes)
  • Deutliche Reiberäusche (Krepitation) bei Bewegung des Schultergelenks
  • Morgendliche Anlaufschmerzen in der Schulter
  • Bei entzündlich aktivierter Arthrose Überwärmung, Schwellung, Ruheschmerzen und Druckschmerzhaftigkeit der Schulter

Das wichtigste Symptom bei Arthrose des Schultergelenks ist der Schulterschmerz.

Anlaufschmerzen in der Schulter sind stechende Schmerzen zu Beginn der Bewegung. Sie treten eher als dumpfe tiefliegende Schmerzen nach langer Ruhephase oder nach dem Aufstehen auf. Generell sind Arthroseschmerzen der Schulter weniger stechend und auch nicht lokalisiert, sondern eher diffus verteilt, dumpf und tiefliegend.

Nach einigen Bewegungen ist der Schmerz in der Schulter häufig für den Rest des Tages verschwunden. Anlaufschmerzen sind die wichtigsten frühen Symptome der Arthrose.

Je stärker der Knorpel im Schultergelenk abgenutzt ist, umso stärker ist der Bewegungsradius der Schulter eingeschränkt. Die Schulter versteift zunehmends.

Bei der Bewegung des Armes können aufgrund der zunehmenden Aufrauung Knack- und Reibegeräusche im Arm entstehen (Krepitation).

Differentialdiagnose: Andere Ursachen von Schulterschmerzen

Bei der Untersuchung muss der Schulterspezialist die Arthrose deutlich von anderen möglichen Ursachen für Schulterschmerzen abgrenzen, die häufig ähnliche Symptome verursachen können. Die anderen Erkrankungen der Schulter können gleichzeitig mit der Schulterarthrose auftauchen, sodass sich die Beschwerden überlagern.

Röntgenbild einer Kalkschulter (Tendinosis calcarea). Deutlich sichtbar – als weißer Schatten –- ist die Sehnenverkalkung über dem Schultergelenk. Eine Kalkschulter lässt sich sehr gut arthroskopisch –- mit Schlüssellochtechnik – operieren. © Gelenk-doktor.de Röntgenbild einer Kalkschulter (Tendinosis calcarea). Deutlich sichtbar – als weißer Schatten –- ist die Sehnenverkalkung über dem Schultergelenk. Eine Kalkschulter lässt sich sehr gut arthroskopisch –- mit Schlüssellochtechnik – operieren. © Gelenk-doktor.de

Kalkschulter: Sehnenverkalkung der Supraspinatussehne

Die Kalkschulter ist eine Erkrankung der Sehnen des Schultergelenks (Supraspinatussehne): Die Verkalkung der Rotatorenmanschette ist bereits im Röntgenbild erkennbar.

Impingement des Schultergelenks

Durch das Höhertreten des Oberarmkopfes kommt es zu einer Einengung des subakromialen Raumes unter dem Schulterdach (Schulterimpingement). Dabei entstehen Schmerzen bei der Bewegung des Schultergelenks, vor allem beim Strecken des Schultergelenks nach oben. In fortgeschrittenen Stadien kann das Schulterimpingement zur Bildung von Knochenspornen (Osteophyten) durch das zunehmende Anschlagen des Oberarmkopfes beitragen.

Frozen Shoulder

Das "Frozen Shoulder"-Syndrom ist eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Schultergelenks durch eine Gelenkkapselentzündung (adhäsive Capsulitis), die ohne äußere Ursachen in Erscheinung tritt. Es verläuft über mehrere Monate schmerzhaft entzündlich und ist durch eine Einsteifung der Schulter gekennzeichnet.

Schleimbeutelentzündung:

Die Schleimbeutelentzündung der Schulter (Bursitis subacromialis) ist eine Entzündung der Gleitgewebe im Schultergelenk. Meist verursachen Stoß, Sturz oder Impingement (Enge) im Schultergelenk die Bursitis. Die Schulterbrusitis kann konservativ durch Physiotherapie und Entzündungshemmung behandelt werden. In hartnäckigen Fällen kann der vernarbte Schleimbeutel durch eine Operation entfernt werden.

Untersuchung und Diagnose der Schulterarthrose

Im Arztgespräch erhält der Schulterspezialist erste Hinweise auf die Ursache der Schulterschmerzen: Verletzungen und Traumata der Schulter und Berichte über Anlaufschmerzen, Belastungsschmerzen und einen zunehmends limitierten Bewegungsradius der Schulter weisen den Weg zur Diagnose. Folgende Fragen stellt der Schulterspezialist:

  • Können Sie die Symptome und Schmerzen (Dauer, Schmerzqualität, konkrete Einschränkungen) genauer beschreiben?
  • Gibt es Umstände, die die Beschwerden verschlechtern oder verbessern?
  • Welche Bewegungen und Aktivitäten erschwert die Schulterarthrose?
  • Gibt es eine Tageszeit, wo die Schmerzen stärker werden? Bestehen Anlaufschmerzen?
  • Gab es in der Vergangenheit Verletzungen oder eine Überlastung der Schulter?
  • Leiden Sie unter Stoffwechsel- oder Systemerkrankungen?
  • Gab es in der Familie schon öfter Schulterarthrose?

Klinische Untersuchung der Omarthrose

Klinische Untersuchung der Schulterarthrose Klinische Untersuchung der Schulterarthrose: Durch die Prüfung der passiven und aktiven Beweglichkeit untersucht der Arzt die spezifische Beteiligung von Sehnen, Glenohumeralgelenk und Akromioklavikulargelenk (AC-Gelenk) an den Schulterschmerzen. © Gelenk-Klinik

In der klinischen Untersuchung findet der Spezialist bei der passiven Bewegung des Schultergelenks Hinweise auf die Schulterarthrose: Gelenkgeräusche und Bewegungslimitierung sind sehr charakteristische Zeichen des chronischen Gelenkverschleißes. Vor allem beim seitlichen Heben des Armes schränkt die Schulterarthrose durch stechende Schmerzen den Bewegungsumfang ein.

Die zunehmende Schmerzhaftigkeit und die Bewegungseinschränkung führen zu einer charakteristischen, für den Orthopäden als Arthrosezeichen bekannten, Rückbildung der Schultermuskulatur. Auf diese Zeichen achtet der untersuchende Arzt besonders:

  • Druckschmerzhaftigkeit in der Umgebung des Schultergelenks und des AC-Gelenks
  • Kraftverlust und Muskelrückbildung (Atrophie)
  • Überwärmung und Schwellung der Schulter
  • Reibende Gelenkgeräusche (Krepitation)
Bildgebende Untersuchung der Schulter mit Ultraschall: Der Ultraschall ist sehr gut geeignet, um Schäden an Sehnen, Schleimbeuteln und Bändern des Schultergelenks festzustellen. © Gelenk-Klinik

Bildgebende Untersuchung der Schulter: Ultraschall, Röntgen, MRT

Eine Röntgenuntersuchung kann bei Schulterarthrose den Gelenkspalt und damit den Knorpelverschleiß direkt darstellen. Bei der Schulterarthrose (Omarthrose) ist der Knorpel im Gelenkspalt stark vermindert, die Knochen reiben schmerzhaft aneinander. Eine Teil- oder Totalendoprothese kann die Beweglichkeit wiederherstellen. © Gelenk-doktor.de Eine Röntgenuntersuchung kann bei Schulterarthrose den Gelenkspalt und damit den Knorpelverschleiß direkt darstellen. Bei der Schulterarthrose (Omarthrose) ist der Knorpel im Gelenkspalt stark vermindert, die Knochen reiben schmerzhaft aneinander. Eine Teil- oder Totalendoprothese kann die Beweglichkeit wiederherstellen. © Gelenk-doktor.de

Ausgehend von Symptomen und klinischen Zeichen der Schulterarthrose untersucht der Spezialist den Arthroseverdacht durch bildgebende Untersuchungsverfahren: Ultraschall und Röntgen sind dabei die wichtigsten Untersuchungsmethoden.

Schulteruntersuchung mit Ultraschall

Das Ultraschallgerät kann den Zustand von Weichteilgewebe, also alles außer Knochen, besonders gut darstellen. Dabei können Schleimbeutel, Sehnen und Muskeln auf Schäden, Rupturen (Risse), Kalkeinlagerungen und entzündliche Veränderungen untersucht werden. Anders als bei allen anderen bildgebenden Untersuchungsmethoden ist auch die Darstellung der Gewebe unter Bewegung in alle Richtungen möglich.

Schulteruntersuchung mit Röntgen

Der Zustand des Knorpels kann eindeutig mithilfe eines Röntgenbildes dargestellt werden. Wie in allen anderen Gelenken auch, führt die Schulterarthrose zu charakteristischen Veränderungen des Gelenkspaltes und der Knochen, die das Röntgenbild eindeutig zeigen kann:

  • Sichtbare Einengung des Gelenkspaltes, weil die Knorpelschicht durch Gelenkverschleiß immer dünner wird.
  • Die Bildung von Osteophyten (Knochenspornen) im Bereich des Schultergelenks wird durch den zunehmendem Kontakt und die Reibung der Knochen im Gelenk ausgelöst.
  • Der Oberamkopf ist häufig nicht mehr in der Schulterpfanne zentriert.
  • Wassereinlagerungen (Ödeme) im Knochen des Oberarmkopfes (Humerus) und der Gelenkpfanne (Glenoid) können entstehen.
  • Es bilden sich Zysten im Knochen unter dem Gelenk (Hohlräume im Knochen mit Wassereinlagerung).

MRT und Schulterarthrose

Die Magnetresonanztomografie bildet Weichteile – Muskeln und Sehnen – sehr detailliert ab. Die Abbildung ist allerdings nicht in Bewegung möglich, sondern nur in Ruhe. Schäden an Knorpeln und Sehnen sowie Entzündungszeichen an Weichteilen kann die Magnetresonanztomografie wesentlich detaillierter zeigen als das Röntgenbild.

Untersuchung der Schulterarthrose im Labor: Bluttest und Gelenkflüssigkeit

Eine entzündlich aktivierte Schulterarthrose ist nicht einfach von rheumatischen Erkrankungen (rheumatoide Arthritis) abzugrenzen. Ein Bluttest im Labor weist die typischen Rheumafaktoren im Blut nach und zeigt die wahre Ursache der Gelenkentzündung.

Es gibt mehrere Ursachen für Entzündungen des Schultergelenks, die nicht immer klinisch eindeutig auseinandergehalten werden können. Neben dem Bluttest hilft eine Untersuchung der Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit) des Schultergelenks weiter:

  • Bakterielle Infektion der Schulter
  • Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovialitis)
  • Rheumatoide Arthritis der Schulter

Konservative Therapie der Schulterarthrose

Bei Schulterproblemen muss der erfahrene Orthopäde das ganze Spektrum orthopädischer Behandlungsmethoden verstehen und einsetzen können. Dauern Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen zu lange an, können aufgrund der Muskelrückbildung (Atrophie) und Fehlhaltungen weitere Schäden an diesem sensiblen Gelenk entstehen.

Ernährung und Anpassung des Lebensstils bei Schulterarthrose

Der Ernährung bei Arthrose kommt eine Schlüsselrolle in der Prävention und Therapie zu.

Schulterarthrose und Ernährung

Eine ungeeignete Ernährung ist an einigen stoffwechselverursachten Schulterarthrosen und beschleunigter Degeneration des Gelenkknorpels beteiligt:

Übergewicht des Körpers belastet zwar das Schultergelenk – anders als Knie oder Hüfte – nicht zusätzlich mit Körpergewicht. Vermehrtes Bauchfett fördert aber über die Ausschüttung von Adipokinen (stoffwechselaktive Hormone, die in den Blutstrom abgegeben werden) Entzündungsvorgänge im Körper. Daher wird auch Knorpelabbau im Schultergelenk durch entzündungsförderndes Bauchfett beschleunigt.

Die in rotem Fleisch enthaltenen Arachidonsäuren haben im Körper ebenfalls eine entzündungsfördernde Wirkung. Zur Arthroseprävention oder begleitend zur Arthrosetherapie ist es empfehlenswert, den Anteil roten Fleischs an der Nahrung gering zu halten und zur Deckung des Eiweißbedarfs möglichst auf weißes Fleisch und pflanzliches Eiweiß zu setzen.

Schulterarthrose und Bewegung

Sanfte, regelmäßige Bewegung hemmt die Schulterarthrose auf zwei Arten:
Eine Gewichtsreduktion vermindert das entzündungsfördernde, stoffwechselaktive Bauchfett.
Die Bewegung fördert den Stoffwechsel in den Gelenken und damit die Knorpelregeneration und die Stoffwechselversorgung der Muskeln und Gewebe.

Physiotherapie

Physiotherapie ist mehr als die Beseitigung von Muskelverspannungen und Störungen des Muskelgleichgewichtes mit Massage und gezielter Bewegungstherapie. Der Knorpelverlust selbst verursacht noch keine Arthroseschmerzen. Dennoch leiden viele Patienten bereits in einem frühen Stadium der Schulterarthrose unter Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Schulter. In vielen Fällen sind Ursachen dieser Schulterschmerzen – durch Dysbalancen der Rotatorenmanschette – physiotherapeutisch sehr gut therapierbar. Dazu zählen:

  • Entzündungen der Gelenkkapsel
  • Schmerzen der bindegewebigen Hüllen der Muskulatur (Faszien)
  • Verhärtungen (Kontrakte Bereiche) der Muskulatur

Diese Schmerzen geben Hinweise auf Gewebestress, der auf einen individuell unterschiedlichen Komplex aus Bewegungsmangel, Stoffwechseldefizite, Ernährungsfehler und Fehlhaltungen zurückgeführt werden kann. Langfristig kann sich aus diesem Zustand auch eine Schulterarthrose entwickeln, die durch Abbau von Bindegewebe im Gelenkknorpel gekennzeichnet ist. Durch eine Verbesserung der Stoffwechselbedingungen der Schulter können wir so mit speziell in der zellbiologischen Regulationsmedizin geschulten Physiotherapeuten direkt gegen das Fortschreiten einer Schulterarthrose vorgehen.

Die folgenden physiotherapeutischen Maßnahmen haben sich in den unterschiedlichen Bereichen als wirksam gegen Arthrose und Arthroseschmerzen erwiesen:

  • Biomechanische Stimulation (BMS) als Modul der Matrix-Therapie - eine Art Vibrationstherapie, die den Stoffwechsel der Muskulatur und Bindegwebe der Schulter wieder anregt und Entzündungen ausheilt.
  • Wassergefiltertes Infrarotlicht (wIRA) als Tiefenwärmebehandlung des Gewebes
  • Wärmepackungen mit basischen Wickeln (z.B. von Totem Meersalz in Handtüchern, ca. 20 min einwirken lassen)
  • Manuelle Therapie zu Verbesserung der Beweglichkeit der Gelenke, Faszien und Muskeln
  • Mikrostrombehandlung: Wund und Heilströme im Mikroampere-Bereich.

Pflanzenmittel und Naturheilkunde bei Schulterarthrose

Der Extrakt aus der Weidenrinde (lat: salix alba) ist ein biologisches Vorbild chemischer Schmerzmittel wie Aspirin. Der Weidenrindentee wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.
Der Extrakt aus der Weidenrinde (lat: salix alba) ist ein biologisches Vorbild chemischer Schmerzmittel wie Aspirin. Der Weidenrindentee wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Pflanzeninhaltsstoffe können den Bedarf an synthetischen Schmerzmitteln wie Diclofenac oder Ibuprofen deutlich absenken. Es gibt einige bewährte Pflanzenmittel gegen Arthrose, die entzündungshemmend und schmerzlindernd sind und die Gefahr von entzündlich aktivierter Arthrose im Schultergelenk reduzieren. Sie werden als Tee, Salbe oder als Dragee angewendet. Die Wirkung und die Dosis sind häufig nicht standardisierbar. Es gibt wenige Studien zur Wirkung von Naturheilmitteln. Dennoch ist es empfehlenswert, die Wirkung von Pflanzen gegen Arthrose in jedem Einzelfall zu erproben, um die nebenwirkungsreichen synthetischen Antirheumatika reduzieren zu können. Ein Vorteil der Pflanzenmittel, aber zugleich ein Problem bei wissenschaftlichen Studien, ist, dass sie eine ganze Vielzahl von Inhaltsstoffen enthalten, die einen Komplex von Wirkungen entfalten. Allgemein gilt das Prinzip, dass Pflanzenmittel kurmäßig, also über mindestens 4–8 Wochen angewendet werden, bevor man die Wirkung sicher beurteilen kann. Gängige pflanzliche Mittel zur Behandlung einer Arthrose sind:

  • Beinwellwurzel-Salbe
  • Wacholderöl aus der Beere als Badezusatz oder Ölkapsel
  • Arnika-Gel als Creme
  • Brennessel als Tee oder Saft
  • Weidenrinde (Salicis Cortex) als Tee oder als hochkonzentrierte Dragees
  • Wurzel der Teufelskralle (Harpagophyti radix) als Dragee (die entzündungshemmende Wirkung ist wissenschaftlich geprüft)
  • Arthrosetee: Kombination aus Pappelblättern, Pappel- und Eschenrinde und Goldrutenkraut

Gelenkerhaltende Operationen bei Schulterarthrose

Die Arthroskopie des Schultergelenks ermöglicht Eingriffe an allen Geweben der Schulter, der Rotatorenmanschette und des Gelenks mit nur kleinen, ca. 1 cm langen Hautschnitten. Der Operateur kann durch die arthroskopischen Sichtgeräte die zu operierenden Bereiche direkt einsehen. © bilderzwerg @fotolia Die Arthroskopie des Schultergelenks ermöglicht Eingriffe an allen Geweben der Schulter, der Rotatorenmanschette und des Gelenks mit nur kleinen, ca. 1 cm langen Hautschnitten. Der Operateur kann durch die arthroskopischen Sichtgeräte die zu operierenden Bereiche direkt einsehen. © bilderzwerg @fotolia

  • Entfernung vernarbten Schleimbeutelgewebes, das seine Funktion nicht mehr erfüllt.
  • Naht und Debridement (Reinigung) verkalkter oder gerissener Sehnen
  • Synovektomie: Entfernung entzündeter Gelenkschleimhaut (Synovia)
  • Akromioplastik: teilweise Abtragung und Glättung des Akromions (Schulterdach) zur Verringerung von Schulterimpingement (Anschlagen der Knochen)
  • Naht der Rotatorenmanschette nach Rissen und Verletzungen
  • Debridement: Entfernung von freien Gelenkkörpern (loose bodies)

Die Arthroskopie ist in frühen Stadien der Schulterarthrose effizient, wenn Knorpelverschleiß und knöcherne Gelenkveränderungen noch nicht zu weit vorangeschritten sind.

Knorpelzelltransplantation bei Schulterarthrose

Ist der Knorpelschaden isoliert und scharf umrandet lässt er sich mittels Knorpelzelltransplantation behandeln. Dabei entnimmt man eine geringe Menge intakten Knorpel aus dem Schultergelenk und vermehrt die Knorpelzellen im Labor. Dieser Prozess dauert ca. 8 Wochen. In einer zweiten Operation bringt der Operateur die angezüchteten Knorpelzellen in den Defekt ein. Nach ca. 1 Jahr entspricht der neu gezüchtete Knorpel dem umgebenden natürlichen Knorpel.

Die Anzahl solcher Operationen ist an der Schulter seltener als die am Knie- oder Sprunggelenk, da der Knorpel am Schultergelenk deutlich dünner ist und daher der Arthroseprozess schneller verläuft. Trotzdem besteht bei korrekter Indikationsstellung die Chance, mithilfe der Knorpelzelltransplantation (ACT) eine intakte Knorpeloberfläche zu erzielen.

Endoprothesen des Schultergelenks

Die Schulterendoprothese ersetzt beide Gelenkflächen. Der Oberarmkopf wird durch einen künstlichen Oberarmkopf aus Titan substituiert, der im Oberarmknochen verankert wird. Dann kleidet der Operateur die Schulterpfanne (Glenoid) mit der weichen, gleitfähigen Polyethylenkomponente der Endoprothese aus. © Depuy-Synthes Die Schulterendoprothese ersetzt beide Gelenkflächen. Der Oberarmkopf wird durch einen künstlichen Oberarmkopf aus Titan substituiert, der im Oberarmknochen verankert wird. Dann kleidet der Operateur die Schulterpfanne (Glenoid) mit der weichen, gleitfähigen Polyethylenkomponente der Endoprothese aus. © Depuy-Synthes

Schulterprothesen sind, wie Prothesen der anderen großen Gelenke in Hüfte und Knie auch, das letzte Mittel, um trotz schweren, schmerzhaften Gelenkverschleißes die Beweglichkeit der Schulter zu erhalten. Bei fortgeschrittener, schmerzhafter Schulterarthrose kann eine völlige Versteifung des Schultergelenks eintreten, die nicht mehr medikamentös oder mit konservativen Mitteln behandelbar ist. Oberarmknochen und Schulterpfanne gleiten dann nicht mehr, sondern reiben direkt aneinander.

Die Funktion der Schulter kann für diese Patienten durch einen Gelenkersatz, eine Schulterprothese wirksam wiederhergestellt werden.

Eine Operation bietet mehrere Varianten: als Teilprothese (Oberflächenersatzprothese), als Totalendoprothese (Vollprothese) und – bei irreparabler Ruptur der Supraspinatussehne - auch als inverse Schulterprothese, die im Gegensatz zu den anderen Schulterprothesen umgekehrt konstruiert ist. Dabei wird auf den Oberarm eine gleitfähige Metallkappe aufgebracht. Die Gelenkpfanne des Schultergelenks kann ebenfalls ersetzt werden. Der Patient mit arthrosebedingter Schulterversteifung erhält durch eine Endoprothese eine im Alltag normal bewegliche, und zu einem gewissen Ausmaß auch trainierbare Schulter zurück.

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