Orthopädische Gelenk-Klinik

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Schulterschmerzen, Schulterarthrose, Schulterimpingement

Schulterschmerzen Symptome: Verletzung, Sehnenruptur, Arthrose oder Entzündung?

  1. Schulterschmerzen nach Verletzungen:
    Prellung, Zerrung, ACG-Verletzung, Luxation, Fraktur
  2. Schmerzhafte Entzündung der Schulter:
    Kalkschulter, Bursitis, Frozen Shoulder, Rheuma, Arthritis
  3. Degenerative Erkrankungen der Schulter:
    Arthrose, Schulterimpingement, Riss der Bizepssehne, HWS-Stenose,
  4. Unspezifische Schulterschmerzen: Stress, Haltung, Schulterblatt, Halswirbelsäule

Schulterschmerzen werden häufig durch akute Verletzungen (Trauma) ausgelöst: Ein Sturz oder ein Aufprall kann Sehnen und Weichteilgewebe der Schulter verletzen. Häufig ist nicht nur eine Struktur betroffen. Sehnen, Schleimbeutel, Gelenkkapsel und Muskeln rund um das Schultergelenk können überdehnen oder reissen. Auch knöcherne Verletzungen können auftreten: Eine Fraktur des Oberarmkopfes oder des Schultereckgelenks (AC-Gelenks) kann langwierige Folgen haben und sogar bis zur Arthrose der Schulter führen. Eine sorgfältige Therapie ist daher notwendig, um Schulterschmerzen und eine Einsteifung der Schulter nach Verletzungen zu verhindern.Das Schultergelenk ist ein komplexes Gebilde aus Bändern, Sehnen und der Gelenkkapsel. Bei Verletzungen, Zerrung oder Überlstung können diese bindegwebigen Strukturen überdehnen, zerren oder sogar reissen. Jede Verletzung der Schulter führt zu einem langwierigen Heilungsprozess: Entzündungen, Blutergüsse, schmerzhafte Schwellungen führen zu stechenden Schulterschmeren und Beweungseinschränkungen. Das Schultergelenk ist ein komplexes Gebilde aus Bändern, Sehnen und der Gelenkkapsel. Bei Verletzungen, Zerrung oder Überlastung können diese bindegewebigen Strukturen überdehnen, zerren oder sogar reissen. Jede Verletzung der Schulter führt zu einem langwierigen Heilungsprozess: Entzündungen, Blutergüsse, schmerzhafte Schwellungen führen zu stechenden Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen. © Sebastian Kaulitzki / fotolia

Neben Verletzungen können auch Stoffwechseldefizite und Bewgegungsmangel Schulterschmerzen auslösen: Kalkschulter durch Kalkeinlagerungen in die Supraspinatussehne oder eine Entzündung der Gelenkkapsel (Frozen shoulder) können auch ohne äußere Einwirkung zu hartnäckigen Schulterschmerzen führen. Diese Stoffwechselprobleme lassen sich häufig schwer abgrenzen von der Überlastung der Schulter durch häufige Wiederholung von Stresspositionen: Überkopfbewegungen bei Arbeit oder Sport können zu Schleimbeutelentzündung (Bursitis) der Schulter oder zu Sehnenetzündungen führen. Wie jedes andere Gelenk auch kann Knorpelverschleiß der Gelenkflächen (Arthrose) zu chronischen Schulterschmerzen und Schulterversteifung führen. Für alle Ursachen von Schulterschmerzen gibt es konservative Physiotherapie oder - als letztes Mittel - operative Therapien.

Schulterschmerzen nach Trauma: Schulterverletzungen

Schulterschmerzen nach Trauma oder nach Überlastung treten vor allem bei Sportlern relativ häufig auf: Überdehnung, Zerrung und Stürze führen zu traumatischen Schulterschmerzen.

Schulterprellung (Kontusion der Schulter)

  • Stechende Schmerzen
  • Bluterguss und Blaufärbung
  • Schonhaltung
  • Bewegungseinschränkungen
  • Schürfungen auf der Haut

Bei der Schulterprellung sind nach einem Zusammenstoß oder einem Aufprall die Weichteile gequetscht. Diese Quetschung betrifft Muskeln und Sehnen im Schulterbereich. Die Ursache der Schulterprellung ist meistens offenkundig, weil der Patient den Schulterschmerz auslösende Trauma bewusst erlebt hat.

Die Situation nach einer Schulterprellung wird dadurch häufig erschwert, dass bei einigen Sehnen (Rotatorenmanschette und Bizepssehne) schon eine degenerative Vorschädigung besteht. Ein Aufprall kann zur degenerativen Teilrissen oder Rupturen dieser vorgeschädigten Sehnen führen.

Nach der Schulterprellung treten fast unmittelbar starke stechende Schmerzen an dem betroffenen Gelenk auf. Häufig kommt es durch Einblutung in das Gewebe zu einer Verfärbung (Hämatom). Bei der Untersuchung einer Schulterprellung ist es wichtig, durch die klinische Untersuchung, aber auch durch die bildgebende Untersuchung mit Hilfe von Röntgen, Ultraschall und MRT, weitergehende Verletzungen von Sehnen und Knochen auszuschließen.

Schulterprellung - was tun?

  • Ruhigstellen, Schonverband
  • Entzündungshemmende Behandlung mit NSAR, also nichtsteroidalen Antirheumatika (z.b. Ibuprofen)
  • Physiotherapie und vor allem zellbiologische Regulationstherapie

Die Schulterprellung heilt innerhalb von einigen Tagen bis höchstens zwei Wochen wieder folgenlos aus. Dauern die Beschwerden länger, ist eine weitere Untersuchung von Strukturschäden angeraten. Als Behandlung ist Ruhigstellung, Entlastung und Schonung der betroffenen Schulter meist hinreichend.

Schulterzerrung (Schulterdistension) verursacht stechende Schmerzen

  • Stechende Schulterschmerzen
  • Bluterguss und Blaufärbung (Hämatom)
  • Bewegungseinschränkung und Schonhaltung

Bei der Schulterzerrung werden Muskeln und Sehnen im Schulterbereich zu stark gedehnt. Häufig entsteht eine Schulterzerrung durch Überlastung, bei Kampfsportarten, oder durch den Sturz bei ausgestrecktem Arm. Nach Schulterzerrung haben die Betroffenen stechende Schmerzen und begeben sich in Schonhaltung. Die Beweglichkeit der Schulter ist eingeschränkt. In schweren Fällen entsteht eine Entzündung nach einem Bluterguss innerhalb des Schultergewebes (Hämatom).

Die Ursache der Schulterzerrung ist meistens offenkundig, weil der Unfallhergang bewusst erlebt wurde, und die typischen Schmerzen unmittelbar nach dem Ereignis aufgetreten sind. Um strukturelle Schäden an Muskeln, Sehnen und Knochen des Schultergelenks auszuschließen, ist zusätzlich zur klinischen Untersuchung auch noch eine bildgebende Abklärung mit Hilfe von Ultraschall, Röntgen und MRT sinnvoll.

Der Übergang von einer einfachen Schulterzerrung bis hin zu einer schweren Schulterverletzung wie z.B. Rotatorenmanschettenriss, Bizepssehnenriss oder einer SLAP-Läsion (Riss der Knorpellippe am Rand der Schulterpfanne) ist fließend.

Was tun bei Schulterzerrung?

  • Ruhigstellung
  • Schonung.

Schulterzerrungen heilen unkompliziert aus: nach zwei bis vier Wochen sollten Sie schmerzfrei sein. Wenn die Schmerzen dauerhaft bestehen, ist eine weitere Diagnose erforderlich, um mögliche strukturelle Schäden zu untersuchen.

Knochenquetschung an der Schulter ("Bone Bruise")

  • Monatelang dauernde stechende oder dumpfe, tiefliegende Schulterschmerzen
  • Manchmal mit Schürfung
  • Bluterguss (Hämatom)

Ein "Bone Bruise" ist eine Quetschung oder Prellung des Knochens im Schultergelenk.Dabei kann die Knorpelschicht beschädigt werden. Auch der darunterliegende Knochen kann durch eine traumabedingte Verletzung der Knochenoberfläche ein Ödem (Wassereinlagerung) entwickeln.

Die Schulterschmerzen nach "Bone bruise" dauert sehr lange und heilen nur langsam ab. Häufig ist ein "Bone Bruise" des Schulterknochen verbunden mit einer Schulterzerrung oder einer Schulterprellung.

Häufig wird nach Trauma auch lediglich eine oberflächliche Weichteilverletzung des Schultergelenks vermutet. Die Ausheilung einer "Bone Bruise"-Verletzungen kann mehrere Monate lang dauern. Nur mithilfe des MRTs (Kernspintomographie) kann die für den "Bone bruise" typische Wassereinlagerung diagnostisch eindeutig festgestellt werden.

Was tun bei Knochenprellung oder Knochenquetschung?

  • Schonung, Ruhigstellung
  • Schmerztherapie mit NSAR (Ibuprofen, Diclofenac)
  • Bei Begleitverletzungen: Schulterarthroskopie

Die "Bone Bruise" Verletzung wird meistens durch Abwarten, Sportpause und Schonung behandelt. Operative Eingriffe nach Knochenquetschung durch eine Schulterarthroskopie sind nur dann erforderlich, wenn es Begleitverletzungen an den Sehnen oder am Knorpelgewebe des Schultergelenks gibt. Schmerzmittel und Entzündungshemmer (nichtsteroidale Antirheumatika bzw. NSAR) können die Situation nach einer Knochenquetschung erträglicher machen.

Schulterluxation (Ausrenken der Schulter): Stechende Schmerzen und Unbeweglichkeit des Armes

Bei der Schulterluxation springt der Oberamkopf aus der Gelenkkapsel heraus. Dabei kann auch die knorpelige Gelenklippe des Glenoids (Schultergelenkpfanne) reissen. Lähmung des Armes und stechende Schulterschmerzen sind die Folge. Das ausgerenkte Schultergelenk sollte, so schnell es geht, vom Spezialisten wieder eingerenkt werden. Eine ausführliche Diagnostik der Gelenkstrukturen ist erforderlich, um Schäden an Sehnen, Bändern und Knorpel auszuschließen.  Röntgenbild einer Schulter nach Schulterluxation: Bei der Schulterluxation springt der Oberamkopf aus der Gelenkkapsel heraus. Der Oberarmkopf befinden sich nicht mehr inder Nähe der Schulterdachs. Dabei kommt es auch zu Weichteilschäden: Die knorpelige Gelenklippe des Glenoids (Schultergelenkpfanne) kann reissen. Lähmung des Armes und stechende Schulterschmerzen sind die Folge. Das ausgerenkte Schultergelenk sollte, so schnell es geht, vom Spezialisten wieder eingerenkt werden. eine ausführliche Diagnostik der Gelenkstrukturen ist erforderlich, um Schäden an Sehnen, Bändern und Knorpelgewebe auszuschließen. © Gelenk-Klinik
  • Bewegungsstörung des Schultergelenks: Herabhängen des Armes
  • Stechende Shcmerzen
  • Bei Nervenverletzung Gefühlsstörung seitlich an der Schulter
  • Bei begleitender Verletzung der Bizepssehne Schmerzen Schwächung des Armebeugers

Die Schulterluxation ist das Ausrenken des Oberarmkopfes aus der Schultergelenkspfanne. Meistens ist eine äußere Krafteinwirkung oder ein Unfall für die Luxation verantwortlich. Wenn der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne reißt, tritt häufig zusätzlich eine Verletzung der Gelenklippe des Schultergelenks (labrum) oder des Kapselbandapparates des Schultergelenkes auf.

Nach einer Schulterluxation sind Arm und Schulter nicht zu gebrauchen: Bis das Schultergelenk wieder eingerenkt ist, bleibt der Arm bewegungsunfähig und stechend schmerzhaft.

Die typischen, bei Schulterluxation sehr heftigen Schulterschmerzen, sowie die Unbeweglichkeit des Armes machen die Schulterluxation zu einer recht einfachen Diagnose. Anspruchsvoller ist die Feststellung von Begleitverletzungen der Schulterluxation: Labrumriss und Schäden des kapselbandapparates.

Die Diagnose einer Schulterluxation kann mit Hilfe eines Röntgenbildes eindeutig gestellt werden. Begleitverletzungen an der Gelenklippe und anderen Weichteilen können mit Hilfe des Ultraschalls und der Kernspintomographie sichtbar gemacht werden.

Schulterluxation was tun?

  • Einrenken
  • Schmerztherapie mit Medikamenten
  • Physiotherapie
  • Operatives Einrenken
  • Schulterarthroskopie bei Begleitverletzungen (Abriss der Gelenklippe oder Kapselbandschäden)

Ein luxierter Oberarmkopf kann durch einfaches Einrenken wieder therapiert werden. Eine zeitnahe Behandlung - möglichst nur wenige Minuten oder Stunden - nach der Luxation ist empfehlenswert. Schwieriger wird die Situation, wenn es zu zusätzlichen Weichteilverletzungen durch die Luxation gekommen ist: Diese schweren Komplikationen können häufig nur durch eine Schulterarthroskopie behandelt werden.

AC-Gelenkssprengung (Schultereckgelenksprengung): Stechende Schulterschmerzen, Nachtschmerzen und Steifheit

Bei der Schultereckgelenkssprengung werden die Bänder, Knochen und Gelenkflächen des AC-Gelenks beschädigt.  Bewegunsgströrungen, stechende Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen sind die Folge. Es wird unmöglich, auf der gesprengten Schulter zu liegen. Je nach Grad der Beschädigung hat die AC-Gelenkssprengung unterschiedliche Grade. Meistens ist sie durch Ruhigstellung und einen Verband therapierbar. In wenigen Fällen ist eine operative Rekonstruktion der Bänder erforderlich.   Bei der Schultereckgelenkssprengung werden die Bänder, Knochen und Gelenkflächen des AC-Gelenks beschädigt. Der Grad der Schultereckgelenkssprengung bemisst sich nach dem Ausmass der Fehlstellung der Knochen des Schultereckgelenks. Die inzwischen veraltete Einteilung von AC-Gelenksverletzungen nach Tossy I, Tossy II und Tossy III liegt der Abbildung oben zu Grunde. Inzwischen wird eine Einteilung nach dem fünfstufigen Rockwood-Schema vorgenommen. Bewegungsstörungen, stechende Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen sind die Folge. Es wird unmöglich, auf der gesprengten Schulter zu liegen. Je nach Grad der Beschädigung hat die AC-Gelenkssprengung unterschiedliche Grade. Meistens ist sie durch Ruhigstellung und einen Verband therapierbar. In wenigen Fällen ist eine operative Rekonstruktion der Bänder erforderlich. © Alila Medical Media / fotolia
  • Bewegungseinschränkung des Schultergelenks
  • Stechende Schmerzen
  • Nachtschmerzen beim auf der Schulter schlafen
  • Klaviertastenphänomen (Hochstehendes Schlüsselbein)
  • Schwellung und Bluterguss

Das Schultereckgelenk wird auch Acromioclaviculargelenk (kurz: AC-Gelenk) genannt. Das AC-Gelenk verbindet das Schulterdach (Acromion) mit dem Ende des Schlüsselbeines (Clavicula). Ursache für die Schultereckgelenksprengung ist meistens ein Sturz, typischerweise beim Skifahren oder beim Fahrradfahren. Der Betroffene stürzt dabei meist von oben auf die Schulter, so dass das Schultereckgelenk den Hauptteil der Stoßeinwirkung abfängt. Typisch nach einem Schlag auf das Schultereckgelenk sind stechende Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit des Schultergelenkes und häufig auch ein Bluterguss oben auf der Schulter. Der Arzt sieht schon bei der Inspektion häufig ein deutliches Höhertreten des Schlüsselbeines im Schultereckgelenk (Stufenbildung oder Klaviertastenphänomen).

Nach der häufig schon eindeutigen Blickdiagnose kann mithilfe der Röntgenaufnahme die Schultereckgelenksprengung eindeutig nachgewiesen werden. Häufig werden dabei Aufnahmen unter Belastung gemacht. An dem betroffenen Arm werden mehrere Kilogramm Gewicht befestigt, um die Funktionsminderung des Schultereckgelenks zu verdeutlichen.

Was tun nach AC-Gelenksprengung?

  • Ruhigstellung mit Verband
  • Operative Refixierung des AC-Gelenks
  • Sehnentransplantation zur Stabilsierung des AC-Gelenks

Die Schultereckgelenksprengung wird meist konservativ, mit Hilfe eines stabilisierenden Verbandes behandelt. In sehr schweren Fällen der Schultereckgelenksprengung oder bei einer im Alltag hohen Belastung von Schulter und Arm, kann eine Operation empfohlen werden. Mithilfe von Drähten und Schrauben können die Gelenkpartner wieder stabil verbunden werden. Es gibt auch die Möglichkeit, die Funktion des Schultereckgelenks durch eine Sehnentransplantation wiederherzustellen.

Oberarmkopfbruch (Humerusfraktur) führt zur Steifheit der Schulter und stechenden Schmerzen

  • Tiefliegende, stechende oder dumpfe Schulterschmerzen
  • Bewegungsstörung der Schulter
  • Bluterguss (Hämatom) und Schwellung

Oberamkopfbrüche sind relativ häufige Knochenbrüche. Ursache ist ausnahmslos ein Unfall, Aufprall oder Sturz des Patienten. Der Sturz auf den ausgestreckten Arm führt besonders häufig zu einer Humerusfraktur (Oberarmkopffraktur). Typische Ursachen sind Fahrradstürze Stürze beim Skifahren oder Stürze vom Pferd.

Folge des Knochenbruches im Oberarm ist stets ein stechender Schulterschmerz und starke Bewegungseinschränkungen des Schultergelenks. Mithilfe des Röntgenbild wird die Art des Bruchs und die Lage der Fragmente genau festgestellt. Bei komplizierteren Brüchen ist ein CT (Computertomografie) hilfreich, um eine dreidimensionale Darstellung der Oberarmkopf enthalten.

Was tun bei Humerusfraktur?

  • Ruhigstellung bei einfacher Fraktur
  • Rekonstrukion und Refixierung verschobenen Knochenfragtmenten.
  • In schweren Fällen Schulterprothese

Wenn die Fragmente nach einem Oberarmkopfbruch stabil sind und nicht gegeneinander verschoben, kann auf eine Operation häufig verzichtet werden. Dann wird das Schultergelenk mit Hilfe einer Armschiene für einige Wochen ruhiggestellt. Eine Humerus Fraktur mit verschobenen Fragmenten oder unter Beteiligung der Gelenkflächen muss immer operativ behandelt werden. Dabei werden die Fragmente mit Hilfe von Schrauben und Platten stabilisiert, damit sie wieder in der gewünschten Position ein heilen, und eine glatte Gelenkfläche entsteht. Neben der Wiederherstellung des Schultergelenks ist die Vermeidung einer Schulterarthrose (Omarthrose) das wichtigste Behandlungsziel.

Kapselverletzung oder Kapselriss der Schulter (HAGL-Läsion)

  • Stechende Schulterschmerzen
  • Bewegunsstörung / Steifheit
  • Schwellung der Schulter
  • Häufig begleitende zu traumatischen Schulterveletzungen

Aufgrund der hohen Beweglichkeit des Schultergelenks hat die Gelenkkapsel der Schulter eine besonders wichtige Aufgabe. Sie leistet nicht nur einen entscheidenden Beitrag zum Knorpelstoffwechsel. Die Kapsel des Schultergelenks stabilisiert mit Hilfe eingelagerter Bänder (glenohumerale Bänder) das Schultergelenk auch mechanisch. Bei Dehnung oder Prellung der Schulter können auch diese Bänder verletzt werden, oder sogar reissen.

Häufig tritt die Kapselverletzung gemeinsam mit anderen Verletzungen, z.b. der Schulterluxation auf.

Therapie des Kapselbandrisses der Schulter

  • Ruhigstellung und Schonung
  • Naht des Kapselbandrisses durch Schulterarthroskopie

Der Kapselriss oder die Verletzung der Kapselbänder (HAGL-Läsion) wird zunächst durch Ruhigstellung und Schonung behandelt. Wenn die Schäden aber zu groß sind oder die konservative Behandlung nicht ausreicht, ist eine arthroskopische Naht der geschädigten Gelenkkapsel erforderlich.

Schulterschmerzen durch Überlastung und Entzündung

Körperlich arbeitende Menschen, Sportler und Handwerker sind häufig von Schulterentzündungen auf Grund von Überlastung und einseitiger Beanspruchung betroffen. Vor allem ein relativ hoher Anteil von Überkopfbewegungen, wie z.b. bei Malern oder bei Monteuren, kann Schulterschmerzen durch Überlastung der Schulter, der Weichteile und Sehnen hervorrufen. Auch degenerative Veränderungen bei älteren Patienten können Entzündungen an Weichteilen und Sehnen hervorrufen.

Kalkschulter: stechende Schmerzen durch Kalkeinlagerung in der Supraspinatussehne

Röntgenbild eines Schultergelenks: Sichtbar ist die Kalkeinlagerung in der Supraspinatussehne (roter Kreis). Bei der Kalkschulter führen die Kalkeinlagerung und die damit verbundene Degeneration und entzündliche Veränderung der Rotatorenmanschette zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Schulter. Röntgenbild eines Schultergelenks: Sichtbar ist die Kalkeinlagerung in der Supraspinatussehne (roter Kreis). Bei der Kalkschulter führen die Kalkeinlagerung und die damit verbundene Degeneration und entzündliche Veränderung der Rotatorenmanschette zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Schulter. © Gelenk-Klinik
  • Stechende Schulterschmerzen
  • Nachtschmerzen Liegen auf der Schulter
  • Probleme bei Überkopfarbeiten oder Haare kämmen

Stoffwechselstörungen können Verkalkungen der Rotatorenmanschette entstehen lassen: Kalkschulter (Tendinosis calcarea) nennt man die Bildung von Kalkdepots in der Supraspinatussehne. Diese Kalkdepots können schmerzfrei sein. In vielen Fällen führen sie aber zu stechenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Schulter. Meistens bilden sich diese schmerzauslösenden Kalkdepots im Laufe von bis zu drei Jahren spontan wieder zurück. Bewegungseinschränkungen, vor allem beim Heben des Armes über den Kopf und eine starke Schmerzsymptomatik in der Nacht, behindern den Patienten sehr und machen eine Therapie der Kalkschulter notwendig.

Ein Röntgenbild weist eine Kalkschulter fast immer eindeutig nach. Wenn die Kalkschulter schmerzfrei ist, ist eine ärztliche Behandlung nicht unbedingt erforderlich. Die Therapie folgt also den für die Kalkschulter typischen Bewegungseinschränkungen oder Schulterschmerzen.

Therapie der Kalkschulter

  • Physiotherapie und Schulterübungen
  • Stoßwellentherapie
  • Zellbiologische Regulationstherapie
  • Selten: operative Entfernung des Kalkdepots durch Schulterarthroskopie

Die Symptome der Kalkschulter lassen sich in den meisten Fällen durch eine konservative Therapie erfolgreich behandeln. Die extrakorporale Stoßwellentherapie kann die Auflösung der Kalkdepots beschleunigen. Die Kalkeinlagerung beruht häufig auf einem Stoffwechseldefizit. Das führt zum Absterben von Tendozyten (Sehnenzellen) und deren Ersatz durch Kalkdepots. Daher kann die stoffwechselaktivierende zellbiologische Regulationstherapie (ZRT®-Matrix-Therapie) in vielen Fällen zur schnellen Resorption des Kalkdepots beitragen. Nur in therapieresistenten Fällen ist eine operative Entfernung des Kalkdepots durch Schulterarthroskopie notwendig.

Bursitis (Schleimbeutelentzündung): Schwellung und stechende Schmerzen der Schulter

  • Stechende Schulterschmerzen
  • Stechende Nachtschmerzen und Schlafstörungen
  • Druckschmerzen der Schulter
  • Schmerzen bim Armheben (z.B. Jacke überziehen)
  • Überwärmung und Rötung eher selten

Die Bursitis der Schulter ist die schmerzhafte Entzündung der Schleimbeutel im Schultergelenk. Schleimbeutel (lat bursa = Tasche) sind flüssigkeitsgefüllte Bindegewebe, die als Puffer oder Schmiermittel zwischen stark belasteten Sehnen und Muskeln funktionieren. Es gibt Schleimbeutel als flexible Verschiebeschicht überall dort, wo Muskeln Sehnen und Bänder auch unter Last gegeneinander verschiebbar und beweglich sein müssen. Am häufigsten ist an der Schulter der Schleimbeutel unter dem Schulterdach von Entzündung betroffen, weil dieser durch über Kopfbewegungen und Heben des Armes besonders stark belastet wird. Auch Rheuma oder Entzündungen können zu Entzündungen der Schleimbeutel beitragen. Die Bursitis führt gelegentlich zu einer Schwellung und Überwärmung des Schultergelenks. Häufig sind aber keine äußerlichen Symptome erkennbar, weil die Schleimbeutel zu tief ind er Schulter liegen. Die Beweglichkeit der Schulter, vor allem bei Überkopf-Bewegungen, wird durch Bursitis stark eingeschränkt.

Therapie der Schulterbursitis

Kälte kann eine akute, schmerzhafte Bursitis der Schulter abmildern. Wichtig ist dabei auch eine Reduzierung der Belastung und Ruhigstellung der Schulter. Man kann die Entzündung der Schleimbeutel auch durch medikamentöse Entzündungshemmer (NSAR) als Salbe oder Tablette behandeln. In seltenen Fällen muss ein entzündeter Schleimbeutel durch eine Schulterarthroskopie entfernt werden. Das Schleimbeutelgewebe bildet sich dann in kurzer Zeit wieder völlig neu aus.

Schmerzhafte Schultersteife (Frozen shoulder)

  • Stechende Schulterschmerzen
  • Steifheit und Bewegungseinschränkung
  • Nachtschmerzen bneim auf die Schulter Liegen
  • Ruheschmerzen
  • Bewegungsstörung und eingeschränkte Mobilität

Die Schultersteife ("Frozen shoulder") führt zur bewegungseinschränkenden Schrumpfung der Gelenkkapsel. Das Krankheitsbild beginnt schleichend. Innerhalb von einigen Wochen oder Monaten nimmt die Bewegungseinschränkung im Schultergelenk immer deutlicher zu. Bald treten stechende Nachtschmerzen in der Schulter auf, die den Schlaf behindern. Sport oder Alltagsbewegungen werden immer stärker eingeschränkt. Ursachen können Prellungen und Schläge auf die Schulter sein, auf die eine längere Zeit der Schonung und Entlastung folgt. Auch Stoffwechselveränderungen wie Diabetes machen das Auftreten einer Schultersteife wahrscheinlicher. Die Frozen Shoulder-Erkrankung löst sich häufig spontan wieder auf: Die bis zu drei Jahre dauernde Bewegungseinschränkung und Schmerzhaftigkeit der Schulter ist allerdings für die meisten Patienten nicht akzeptabel und daher dringend therapiebedürftig.

Therapie der Frozen shoulder (Schultersteife)

  • Physiotherapie
  • Medikamentöse Schmerztherapie
  • Zellbiologische Regulationstherapie
  • Kortison-Stufenschema (Tabletteneinnahme)
  • Operative Mobilisierung der Schulter in Narkose
  • Operative Kapselspaltung der Gelenkkapsel der Schulter

In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung durch Physiotherapie und physikalische Therapie (z. B. Kälte). Besonders erfolgreich ist die Anwendung der zellbiologischen Regulationstherapie bei einer Frozen shoulder. Die Reaktivierung des Stoffwechsels im Schultergelenk verkürzt die Dauer der Schulterversteifung häufig sehr deutlich.

Auch medikamentös kann man den Beschwerden entgegenwirken. Das sogenannte Kortison-Stufenschema verkürzt Schmerzhaftigkeit und Dauer der Schultersteife nachweislich.

Medikamentöse Schmerzlinderung durch NSAR kann die Symptome mildern, die Dauer der Schultersteife aber nicht abkürzen. Wenn keine konservative Behandlung zum Erfolg führt, kann eine operative Narkosemobilisation der Frozen Shoulder durchgeführt werden. Gleichzeitig lässt sich die Schulterkapsel arthroskopisch durch eine Schulteroperation mobilisieren.

Rheumatische Arthritis: schmerzhafte Schulterentzündung und Sehnendegeneration

  • Stechende Schulterschmerzen
  • Schwellung
  • Überwärmung
  • Druckschmerzen der Schulter
  • Rötung der Schulter
  • Bewegungseinschränkung

Rheuma in der Schulter kann sich durch dumpfe, tiefliegende Schmerzen im Schultergelenk ankündigen. Im fortgeschrittenen Stadium zerstört eine rheumatische Arthritis die Knorpelschicht im Schultergelenk und führt zu einer Schulterarthrose. Auch die Rotatorenmanschette der Schulter (Supraspinatussehne) leidet durch eine rheumatische Arthritis. Rheuma kann eine Vielzahl von zugrundeliegenden Ursachen haben, die bis heute noch wenig erforscht sind.

Therapie des Rheumas bzw. der Arthritis in der Schulter

  • Antirheumatische Medikamente
  • Radiosynoviorthese (entzündungsmindernde Röntgenbestrahlung)
  • Arthroskopische Entfernung der entzündeten Gelenkschleimhaut
  • Gelenkersatz und Schulterprothese

Bei der rheumatischen Entzündung der Schulter steht die Kontrolle der Entzündung und der Schulterschmerzen im Vordergrund. Das gelingt meistens durch den Einsatz verschiedener Medikamentenklassen (Antirheumatika). Durch Entzündung und Zerstörung verschiedener Strukturen des Schultergelenks können auch operative Eingriffe notwendig werden. Dabei stehen verschiedene Operationsverfahren, wie die arthroskopischen Entfernung von entzündeten Gelenkschleimhäuten oder Schleimbeuteln oder der operative Ersatz des Schultergelenks durch eine Schulterprothese (Endoprothetik), zur Verfügung.

Schulterschmerzen wegen Verschleißerkrankungen: Arthrose und degenerative Sehnenrisse

Neben akuter Überlastung spielt vor allem der mit zunehmendem Alter wachsende Verschleiß von Knochen, Knorpeln und Sehnen der Rotatorenmanschette eine große Rolle bei der Entstehung von Schulterschmerzen. Zugleich lässt sich der Verschleiß von Strukturen des komplexen Schultergelenks in der Regel durch physiotherapeutische Maßnahmen gut behandeln. Weil stets eine Vielzahl von Muskeln und Sehnen an einer bestimmten Bewegung beteiligt sind, können benachbarte Strukturen verloren gegangene Funktionen übernehmen. Physiotherapie hilft dabei. Die konservative Therapie von degenerativen Schulterbeschwerden ist daher besonders erfolgreich.

Schulterarthrose (Omarthrose): Gelenkverschleiß im Schultergelenk

Bei der Schulterarthrose nutzt sich der Gelenkknorpel immer stärker ab. Die an der Gelenkfläche beteiligten Knochen gleiten nicht mehr über die wasserhaltige Knorpelfläche sondern schlagen gegeneinander. An den Gelenkflächen bilden sich Knochensporne (Osteophyten), die die Gelenkfläche aufrauen und den Knorpelverschleiß beschleunigen. Bei der Schulterarthrose nutzt sich der Gelenkknorpel immer stärker ab. Die an der Gelenkfläche beteiligten Knochen gleiten nicht mehr über die wasserhaltige Knorpelfläche sondern schlagen gegeneinander. An den Gelenkflächen bilden sich Knochensporne (Osteophyten), die die Gelenkfläche aufrauen und den Knorpelverschleiß beschleunigen. © Viewmedica
  • Einsteifung
  • Schwellung,
  • Dumpfe Schmerzen
  • Stechende Schmerzen
  • Schwellung, Überwärmung
  • Nachtschmerzen
  • Reibegeräusche im Schultergelenk (Krepitation)
  • Anlaufschmerzen (Schulterschmerzen nach einer Ruhephase)

Schulterarthrose (Omarthrose) ist der Zustand nach Verschleiß und Abrieb der Knorpelflächen im Schultergelenk. Ursachen für die Schulterarthrose gibt es viele: Überlastung, Störung der Biomechanik durch Sehnenschäden, genetische Knorpelschwäche, Entzündungen im Schultergelenk, Störung der Gelenkfläche durch Frakturen und vieles mehr. Knorpelschäden machen sich anfangs durch dumpfe, tiefliegende Schmerzen bemerkbar. Das Schultergelenk wird mit Arthrose schmerzhaft und zeigt morgens stechende Anlaufschmerzen. Die Beweglichkeit der Schulter ist bei Schulterarthrose zunehmend eingeschränkt.

Wie bei jedem anderen Gelenk auch, kann eine Röntgenaufnahme die Schulterarthrose radiologisch bestätigen: Je schmaler der Gelenkspalt im Röntgenbild, umso stärker ist die Abnutzung der Knorpelschicht.

Therapie der Schulterarthrose

Bei der Arthrose des Schultergelenks stehen alle Therapieformen zur Verfügung, die auch beim Verschleiß anderer Gelenke eine Rolle spielen: von der medikamentösen Schmerzlinderung und Entzündungshemmung über die Verbesserung der Gelenkfunktion mit Physiotherapie bis hin zu gelenkerhaltenden operativen Maßnahmen. Dazu gehört vor allem die Knorpeltransplantation in die Gelenkflächen des Schultergelenks mithilfe körpereigener, aber im außerhalb des Körpers im Labor herangezüchteter Knorpelzellen. Wenn das Schultergelenk durch Arthrose bereits vollständig abgenutzt ist, kann nur noch eine Schulterendoprothese das Gelenk ersetzen und die schmerzfreie Beweglichkeit der Schulter wiederherstellen. Im Bereich der Schulter werden Endoprothesen aber wesentlich seltener notwendig, als im stärker belasteten Bereich der gewichttragenden unteren Extremitäten (Hüfte, Knie).

Schulterimpingement: Schulterenge, Degeneration und Ruptur der Rotatorenmanschette

Unter einer Ruptur der Rotatorenmanschette versteht man in den meisten Fällen den Riss der Supraspinatussehne, die unter dem Schulterdach verläuft und von oben den Oberarmkopf umfasst. Der Riss erfolgt in den meisten Fällen nur in einem Teilbereich der flächigen Sehne, sodass die Funktion der Rotatorenmanschette trotz schmerzhafter Ruptur häufig teilweise erhalten bleibt. Unter einer Ruptur der Rotatorenmanschette versteht man in den meisten Fällen den Riss der Supraspinatussehne, die unter dem Schulterdach verläuft und von oben den Oberarmkopf umfasst. Der Riss erfolgt in den meisten Fällen nur in einem Teilbereich der flächigen Sehne, sodass die Funktion der Rotatorenmanschette trotz schmerzhafter Ruptur häufig teilweise erhalten bleibt. © Viewmedica
  • Stechende Schmerzen beim seitlichen Abspreizen des Armes ab der waagerechten Position ("Painful Arc" bei einem Winkel des Armes von 60°–120° zur Körperlängsachse)
  • Belastungsabhängige Schulterschmerzen
  • Schmerzen vor allem bei Überkopfbewegungen (Haare föhnen, Jacke anziehen etc)
  • Kraftverlust im Arm

Der Begriff "Impingement" (englisch: to impinge = einklemmen oder anschlagen) bezeichnet das ungewollte Zusammenschlagen zweier knöcherner Strukturen. Beim Schulterimpingement schlägt der Oberarmkopf an die Knochen des Schulterdaches (Akromion). Dabei werden jedes Mal auch die Sehnen gequetscht, die durch diesen subakromialen Raum (Raum unterhalb des Schulterdaches) verlaufen: die Supraspinatussehne, die von oben den Oberarmkopf umfasst, aber auch die lange Bizepssehne. Dies führt zum degenerativen Verschleiß dieser wichtigen Sehne der Rotatorenmanschette der Supraspinatussehne. Bereits durch einen kleineren Unfall, etwa einen Sturz auf den Ellenbogen, kann diese geschwächte Sehne vollends reißen und ihre Funktion verlieren.

Bei älteren Patienten ist meist der degenerative Verschleiß Ursache für einen Riss der Supraspinatussehne. Bei jüngeren Patienten sind vor allem traumatische Einwirkungen dafür verantwortlich.

Wenn die Supraspinatussehne ihre Funktion teilweise oder vollständig verliert, schiebt sich der Oberarmkopf im Schultergelenk weiter in Richtung Schulterdach. Die Position des Oberarmkopfes unter dem Schulterdach ist im Röntgenbild eindeutig bestimmbar. Die Situation der Rotatorenmanschette kann mithilfe des Ultraschalls genauer untersucht werden.

Charakteristisch für das Schulterimpingement ist der Painful Arc, also der Winkel, in dem der Arm 60° bis 120° zur Körperlängsachse abgespreizt ist. Charakteristisch für das Schulterimpingement ist der Painful Arc, also der Winkel, in dem der Arm 60° bis 120° zur Körperlängsachse abgespreizt ist. © Gelenk-Klinik

Konservative Therapie des Schulterimpingements

  • Belastungspause und Ruhigstellung des Schultergelenkes
  • Verhaltensanpassung: Überkopfbewegungen vermeiden
  • Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR)
  • Physiotherapie und Krankengymnastik
  • Physikalische Therapie (Kälte, Ultraschalltherapie)
  • Injektionstherapie mit Hilfe von Cortison und Lokalanästhetika (örtliche Betäubungsmittel)
  • Röntgenbestrahlung zur Behandlung der chronischen Entzündung der Supraspinatussehne
  • Stoßwellentherapie, vor allem in Verbindung mit einer Kalkschulter

Operative Therapie des Schulterimpingements

  • Akromioplastik: Ausweitung des subakromialen Tunnels durch Knochenabtragung
  • Akromioplastik: Ausweitung des subakromialen Tunnels durch Knochenabtragung
  • Naht der Rotatorenmanschette
  • Inspace™-Implantat zur Wiederherstellung der Funktion der Supraspinatussehne durch der Zentrierung der Schulter.

Wenn die Degeneration der Supraspinatussehne zu weit fortgeschritten ist, kann eine arthroskopische Naht der Rotatorenmanschette alleine nicht mehr helfen. nicht mehr helfen. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, den Oberarmkopf durch ein innerhalb von 1–2 Jahren im Körper selbstauflösendes, ballonartiges Implantat wieder zu zentrieren. Dieses sogenannte Inspace™-Implantat wird während einer arthroskopischen Operation unter das Schulterdach platziert. Das Ballonimplantat wird mit physiologischer Kochsalzlösung gefüllt, damit es als Platzhalter zugleich elastisch und stabil ist.

Das Inspace-Implantat (Ballonspacer) kann eine degenerierte Rotatorenmanschette ersetzen und als Platzhalter unter dem Schulterdach den Oberarmkopf wieder im Schultergelenk zentrieren. Dann lässt der Schulterschmerz nach und die anderen Muskeln der Rotatorenmanschette können so trainiert werden, dass sie einen Teil der Funktion der Supraspinatussehne übernehmen. Das Inspace-Implantat (Ballonspacer) kann eine degenerierte Rotatorenmanschette ersetzen und als Platzhalter unter dem Schulterdach den Oberarmkopf wieder im Schultergelenk zentrieren. Dann lässt der Schulterschmerz nach und die anderen Muskeln der Rotatorenmanschette können so trainiert werden, dass sie einen Teil der Funktion der Supraspinatussehne übernehmen. © Orthospace ltd, Israel, Exactech, Germany

Degeneration, schmerzhafte Entzündung und Riss der Bizepssehne

  • Stechende Schmerzen beim Armheben (v.a. Überkopf)
  • Schmerzen im Bizepsmuskel
  • Bewegungseinschränkungen

Der Bizeps ist der für die Armbeugung zuständige Muskel an der Vorderseite des Oberarms. Er ist unten ("distal", also körperfern) über die Bizepssehne mit dem Unterarm verbunden. Die obere ("proximale", also körpernahe) Bizepssehne ist zweigeteilt. Der eine proximale Ansatz der Bizepssehne ist mit dem Oberrand der Schulterpfanne verbunden. Dieser Teil, die sogenannte "lange Bizepssehne" ist sehr anfällig für Verletzungen und Entzündungen. Ein weiterer, medizinisch fast immer unauffälliger Teil der Bizepssehne ist mit dem Coracoid (Rabenschnabelfortsatz), einem Fortsatz des Schulterblattes, verbunden.

Überlastung und Dauerbeanspruchung fördern die schmerzhafte Entzündung und Degeneration bis hin zum Riss der Bizepssehne wird durch Überlastung und Dauerbeanspruchung des Bizeps gefördert. Besteht zudem ein Impingement der Schulter, also eine Verengung des Raumes unter dem Schulterdach, wird eine schmerzhafte Entzündung der langen Bizepssehne noch wahrscheinlicher.

Die erkrankte Bizepssehne schmerzt vor allem bei der Armstreckung nach oben: Überkopfarbeiten (Decke streichen, Montagearbeiten), aber auch z. B. das Vorgreifen beim Kraulschwimmen, beschleunigen die Degeneration der Bizepssehne.

Die lange Bizepssehne wird also durch das Auftreten anderer Erkrankungen der Schulter häufig in Mitleidenschaft gezogen.

Ein Sturz auf den Ellenbogen kann die Bizepssehne unter dem Schulterdach beschädigen. Ein teilweiser oder vollständiger Riss der langen Bizepssehne ist sehr schmerzhaft und mit einer deutlichen Bewegungseinschränkung der Schulter verbunden. Bei einem vollständigen Riss der Bizepssehne sackt der Muskelbauch, also der gewölbte Teil des Bizepsmuskels zwischen Ansatz und Ursprung, nach unten. Eine degenerative Vorschädigung steigert die Wahrscheinlichkeit eines Bizepssehnenrisses.

Wegen der vielen möglichen Ursachen kann eine Schädigung oder ein Riss der Bizepssehne in jedem Alter auftreten. Bei jungen Patienten tritt der Bizepssehnenriss eher aufgrund von Traumata (Verletzungen) oder Überlastung auf. Bei älteren Patienten entsteht er eher vor dem Hintergrund einer degenerativen Vorschädigung der langen Bizepssehne.

Konservative und operative Therapie der Bizepsehnendegeneration oder -ruptur?

  • Schmerzmittel und Entzündungshemmer
  • Physikalische Therapie (Kältetherapie)
  • Zellbiologische Regulationstherapie, vor allem biomechanische Stimulation (BMS) zur Entzündungslinderung
  • Krankengymnastik
  • Entlastung und Schonung
  • Bizepssehnentenotomie (Durchtrennung der langen Bizepssehne)
  • Operative Refixierung derlangen Bizepssehne (Bizepssehnentenodese)

Entzündungen oder Teilrisse der Bizepssehne verursachen häufig über Wochen und Monate Beschwerden. Vor allem bei Bizepssehnendegeneration sind Teilrisse schwer einzuschätzen: Wird eine konservative Behandlung die Funktion wiederherstellen? Oder ist eine operative Refixierung der Bizepssehne notwendig, um die Leistungsfähigkeit wiederherzustellen? Schmerzsituation und Kraftverlust sind Hinweise auf eine operative Indikation. Weil auch die Rehabilitation nach einer Operation einige Zeit in Anspruch nimmt, ist die Abwägung für oder gegen die Operation der Bizepssehne nicht einfach.

Wenn die Bizepssehne angerissen ist, kann sie operativ abgelöst (Bizepssehnentenotomie) und ggf. an der Bizepssehnenrinne wieder fixiert werden (Bizepssehnentenodese).

Unspezifische Schulterschmerzen: Stress, Haltung, Schulterblatt, Halswirbelsäule

Häufig strahlen Nervenschmerzen aus dem Bereich der Halswirbelsäule in die Schulter aus. Schulter- und Nackenschmerzen können stressbedingt sein. Sie können aber auch auf Störungen der Funktion der Halswirbelsäule beruhen: Erkrankungen wie z. B. Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals) oder Bandscheibendegeneration können die Rückenmarksnerven komprimieren (einengen) und schmerzhaft ausstrahlen Häufig strahlen Nervenschmerzen aus dem Bereich der Halswirbelsäule in die Schulter aus. Schulter- und Nackenschmerzen können stressbedingt sein. Sie können aber auch auf Störungen der Funktion der Halswirbelsäule beruhen: Erkrankungen wie z. B. Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals) oder Bandscheibendegeneration können die Rückenmarksnerven komprimieren (einengen) und schmerzhaft ausstrahlen. © blackday / fotolia

Das Schultergelenk ist sehr stark in die Rumpf-, Rücken-, Brust- und Nackenmuskulatur eingebunden. Störungen in all diesen Bereichen haben also auch Konsequenzen für die Gesundheit der Schulter. Sehr häufig entstehen Symptome, die wir als Schulterschmerzen spüren, nicht im Schultergelenk selbst, sondern in den benachbarten Regionen. Dort sind Muskeln verkürzt oder verkrampft oder Nerven werden eingeklemmt. So strahlt der Schmerz in die Schulter aus.

Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur

  • Versteifung von Nacken und Schulter
  • Verhärtung der Muskulatur
  • Stechende Schmerzen

Die häufigste Ursache für Schulterschmerzen generell sind Verspannungen oder Verhärtungen von Schulter- oder Nackenmuskulatur. Dafür gibt es viele Ursachen. Stress führt zu einer kontrakten (verkrampften) Muskulatur. Bewegungsmangel und langes Sitzen sorgen für eine Verkürzung der Muskulatur in bestimmten Bereichen: Der Rücken wird rund, das Schulterblatt hochgezogen und der Rumpf nach vorne gebeugt. Das führt zusätzlich zu einer Verkürzung der Brustmuskulatur. So entsteht eine Enge unter dem Schulterdach, die zu einer Degeneration und Entzündung von Schultersehnen führt.

Was tun bei Schulterschmerzen wegen Muskelverkürzung oder verhärteter Muskulatur?

Physiotherapeutische Übungen der Nackenmuskulatur, der Schulter, des Rückens und der Brustmuskulatur beseitigen Schulterschmerzen, die durch Fehlhaltung oder Bewegungsmangel verursacht werden, sehr effektiv.

Schulterschmerzen wegen Bandscheibenvorfall oder Rückenmarksstenose im Bereich der Halswirbelsäule

  • Nackenschmerzen
  • Ausstrahlende Schmerzen in Schulter und Arm
  • Gefühlsstörungen, Gefühlstaubheit und "Ameisenlaufen" in Schulter oder Arm
  • Muskelschwäche in Schulter, Arm oder Hand

Nicht immer ist es die Schulter selbst: Eine Nerveneinklemmung durch einen Bandscheibenvorfall oder eine Rückenmarkstenose im Bereich der Halswirbelsäule kann ebenfalls zu heftigen Schulterschmerzen, verkrampfter Muskulatur oder Kraftverlust führen. Es ist häufig nicht einfach zu entscheiden, was die Ursache für die vorliegenden Schulterschmerzen ist. Häufig ist daher eine neurochirurgische Differentialdiagnose (Verdachtsdiagnose) erforderlich, bei der auch die Halswirbelsäule durch klinische Untersuchung und durch Bildgebung genau untersucht wird. Ein Bandscheibenvorfall kann sehr gut mit Hilfe eines MRTs (Magnetresonanztomografie) nachgewiesen werden

Was tun bei Nerveneinklemmungen in der HWS?

  • Physiotherapie und Massage
  • Nukleotomie (Entfernung des Bandscheibenvorfalles)
  • Operative Versteifung der Halswirbelsäule
  • Bandscheibenprothese der Halswirbelsäule

Ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule, also das teilweise Heraustreten der stoßdämpfenden Bandscheibe aus dem Wirbelkanal, oder eine Rückenmarkstenose, (Verengung des Wirbelkanals) können in den meisten Fällen durch Physiotherapie behandelt werden. Wenn das nicht gelingt, kann eine operative Befreiung des Nerven erforderlich sein. Dabei entfernt der Operateur den Bandscheibenvorfall operativ aus dem Wirbelkanal. Eine Wirbelsäulenoperation beseitigt die Einengung der Nervenaustrittsstelle aus dem Rückenmark (Foramen). In fortgeschrittenen Fällen der Bandscheibendegeneration kann häufig nur noch eine Bandscheibenprothese helfen.

Schmerzhafte Bewegungsstörung des Schulterblattes (Skapuladyskinesie, "Werferschulter")

  • Bewegungsstörung des Schulterblatts
  • Positionsveränderung des Schulterblatts (meist hochgezogen)
  • Chronische Schulterschmerzen
  • Kraftdefizit

Häufig werden Schulterschmerzen durch eine Bewegungsstörung des Schulterblattes verursacht: Man spricht in diesem Fall von der Skapuladyskinesie. Eine gestörte Beweglichkeit des Schulterblattes kann zahlreiche Ursachen haben: Ein Impingement-Syndrom, eine Verletzung der Rotatorenmanschette, oder auch eine Instabilität des Schultergelenks kann vorliegen. Es gibt auch ganz allgemeine Haltungsstörungen, die zur Skapuladyskinesie führen können: Ist der Patient zu sehr nach vorne gebeugt, wird das Schulterblatt nach oben gezogen. Eine Verkürzung des Brustmuskels (Deltamuskel) sorgt zusätzlich dafür, dass diese Position chronisch wird. Die Differentialdiagnose der Skapuladyskinesie ist daher sehr anspruchsvoll. Das Schulterblatt hat eine Schlüsselrolle bei der Kraftübertragung zwischen Armen und Rumpf.

Was tun bei Skapuladyskinesie?

Der erste Schritt beim Verdacht auf eine Skapuladyskinesie erfordert eine sehr ausführliche Differentialdiagnose der Schulterschmerzen: Muskeln, Sehnen, Neurologie, Knochen und das Zusammenspiel aller Muskeln an Rumpf, Schulter und Nacken müssen untersucht werden. In den meisten Fällen hilft die Physiotherapie und die Zellbiologische Regulationstherapie bei Skapuladyskinesie.

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