Orthopädische Gelenk-Klinik

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Therapie und Vorbeugung der Achillodynie

Eine gut gedehnte Wadenmuskulatur entlastet die Achillessehne und beugt Achillodynie vor. Wichtig: Vor der Belastung gut aufwärmen; Erst nach der Belastung den Wadenmuskel dehnen. Zusätzlich ist es wichtig, die Achillessehne beim Training durch geeignete Orthesen oder Strümpfe in jeder Jahreszeit warm zu halten. Eine gut gedehnte Wadenmuskulatur entlastet die Achillessehne und beugt Achillodynie vor. Wichtig: Gut aufwärmen aber erst erst nach dem Sport dehnen.Zusätzlich ist es wichtig, die Achillessehne beim Training durch geeignete Orthesen oder Strümpfe in jeder Jahreszeit warm zu halten.

Sie müssen mit Schmerzen in er Achillessehne nicht immer gleich zum Arzt gehen. Ruhigstellung und eventuell auch entzündungshemmende Medikamente wie Aspirin können helfen. Bitte nie unter dem Einfluss von Schmerzmitteln im Training oder Wettkampf einfach weiterlaufen. Entzündungshemmer können die Regeneration der Achillessehne vermindern, auch wenn sie die Schmerzen reduzieren. Die Konstitution der angeschlagenen Achillessehne wird dadurch weiter geschwächt.

Die Therapie des Achillessehnenschmerzes hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Ist die Achillessehne lediglich schmerzhaft entzündet, so sind in dem meisten Fällen Verhaltensänderungen und Belastungsanpassungen hinreichend. Bei 70% - 80% aller Patienten ist eine konservative Therapie mit Verhaltensänderungen hinreichend. In den meisten Fällen heilt die Achillessehne wieder aus, wenn die spezifische Belastung, zB. das Lauftraining wegfällt. Wir empfehlen bei Achillodynie eine Belastungsreduktion von mindestens zwei bis drei Wochen. Schonung und Belastungsreduktion ist daher stets ein wichtiger Bestandteil der Therapie der Achillodynie, und Voraussetzung für jede andere Behandlung.

Selbsttherapie bei Achillodynie
  • Achillessehne exzentrisch dehnen.
  • Wadenmuskulatur dehnen.
  • Plantarsehne dehnen.
  • Ruhigstellen und Belastung reduzieren.
  • Bei starken Schmerzen Entzündungshemmende Schmerzmittel auftragen oder einnehmen (Ipuprofen oder Aspirin).
  • Nie unter dem Einfluß von Schmerzmitteln trainieren.

Wenn die Erkrankung bereits in Richtung einer degenerativen Veränderung der Achillessehne fortgeschritten ist, droht eine Achillessehnenruptur. Zu diesen degenerativen Veränderungen gehört vor allem Verkalkung der Achillessehne.

Nicht jede Achillodynie ist gleich. Während die meisten Fälle von Achillodynie als einfache Sehnenentzündung unkompliziert sind, findet der Orthopäde in manchen Fällen auch noch Komplikationen, die die Anforderungen an die Behandlung erhöhen. Für die Aussichten der Therapie ist es natürlich sehr wichtig, diese Einschätzung nach einer gründlichen Diagnose der Achillessehnenschmerzen korrekt zu treffen.

Welche Erkrankungen der Achillessehne unterscheidet der Orthopäde?

  • Entzündung der Achillessehne (Tendinitis der Achillessehne)
  • Degenerative Veränderung mit Verdickung der Achillessehne
  • Unvollständige Risse der Achillessehne (Partialrupturen)
  • Entzündung des Ansatzschleimbeutels (Bursitis subachillae)
  • Entzündung der Sehnenscheide der Achillessehne (Tenovaginitis der Achillessehne)
  • Kalkeinlagerungen (ektope Ossifikation) in das Gleitgewebe um die Achillessehne
  • Ansatz-Tendinose und Haglund-Exostose: Bei Schmerzen im Achillessehnenansatz an dem Fersenbein üben die Schuhe auf Grund des vorstehenden Fersenbeins Druck auf den Sehnenansatz aus.

 

Das Röntgenbild zeigt eine Röntgenaufnahme einer Achillodynie. Deutlich sichtbar ist dabei die Kalkeinlagerung im Sehnengleitgewebe um die Achillessehne Das Röntgenbild zeigt eine Röntgenaufnahme einer Achillodynie. Deutlich sichtbar ist dabei die Kalkeinlagerung im Sehnengleitgewebe um die Achillessehne. © Gelenk-Doktor

Anpassung des Trainings-Verhaltens

In aller Regel kann Achillodynie konservativ - ohne Operation - durch eine Änderung des Trainingsplans und mit Hilfe entzündungshemmender Medikamente behandelt werden.

Der erkrankte Sportler muss seine spezifische Trainingsbelastung vermindern, vor allem Sprints und Bergläufe reduzieren.

Die sportliche Aktivität sollte vorübergehend eingeschränkt, unterbrochen oder durch eine weniger belastende Sportart (z.B. Schwimmen, Aquajogging, Radfahren) ersetzen.

Plötzliche Belastungserhöhungen sind bei bereits in Erscheinung getretener Achillodynie nicht empfehlenswert.

Eine Entlastung der Achillessehne kann durch Erhöhung des Absatzes erfolgen.

Das Gehen in flachen Schuhen oder gar Barfußgehen ist bei bereits aufgetretener Achillessehnenschmerz nicht empfehlenswert.

Trainingshinweis: Gutes Aufwärmen vor der eigentlichen Sportbelastung bereitet das Sehnengleitgewebe auf die Belastung der Achillessehne vor. Der Sportler muss auf zwar gute Dehnung des Wadenmuskels achten. Vorsicht: Die Dehnung der Achillessehne sollte er nur nach dem Training durchführen. Vor dem Training sollte man lediglich aufwärmen, aber auf keinen Fall "kalt" dehnen.

Behandlung der Achillodynie: Konservative Behandlung

Achillodynie wird grundsätzlich zunächst konservativ behandelt. In den meisten Fällen - bis zu 80% - reichen nichtoperative Maßnahmen für die Ausheilung der degenerativen Erkrankung der Achillessehne. Die konservative Therapie wird durch Ruhigstellung und Verminderung der sportlichen Belastung immer unterstützt. Ein Lauftraining kann z.B. für mehrere Wochen als Aquajogging oder als gerätegestütztes Training, z.B. auf einem auf rollengelagerten Elliptical Trainer ohne Stoßbelastung durchgeführt werden. Die Ausdauer bleibt so erhalten, die spezifische Stoßelastung für die Achillessehne entfällt aber.

In der Frühphase einer Achillodynie gibt es mehrere Ansätze für eine konservative Therapie. Der Orthopäde wird aus mehreren Möglichkeiten eine oder mehrere auf die einzelne Person zugeschnittene Behandlung auswählen.

Einlagen und Schuhe

Wenn die Achillodynie mit einer Veränderung der Beinachse einhergeht, dann ist eine ausgleichende Schuheinlage das Mittel der Wahl. Bei Knick-Senkfuß wird dabei spezifisch der innere (mediale) Anteil des Längsgewölbes gestützt. So wird bei der Abrollbewegung des Fußes das nach Außenknicken des Fersenbeines verhindert (Hyperpronation). Diese Stützung verhindert eine spezifischen Mehrbelastung von einzelnen Bereichen der Achillessehne durch die sonst bei jedem Schritt auftretenden Scherkräfte an der Sehne und am Sehnenansatz (Enthese).

Beim Hohlfuß, der sich durch ein besonders hohes Längsgewölbe auszeichnet, knickt das Fersenbein nach Innen. In diesem Fall muss das Fußgewölbe vorne unter den Metatarsal-Köpfchen des 5. Zehens gestützt werden.

Neben den Fußfehlstellungen können auch Fehlstellungen im Kniegelenk oder Bewegungseinschränkungen des Hüftgelenks als Ursache der Achillodynie durch spezifische Einlagen ausgeglichen werden.

Funktionelles Beinachsentraining: Passives Exzentrisches Training der Wadenmuskulatur

Funktionelles Beinachsentraining durch exzentrische Dehnung Funktionelles Training der Beinachse durch exzentrische Dehnung: Ausgehend von einem Zehenspitzenstand auf einer Stufe wird das Körpergewicht nach unten abgebremst. Die Belastung findet in die Dehnung der Wadenmuskulatur hinein statt. © Gelenk-doktor.de

Einlagen sind passive Stützelemente, die die Beinachse korrigieren. Mit Hilfe spezieller Trainingsmethoden kann die Beinachse auch aktiv verbessert werden. Dabei hilft ein spezielles exzentrisches Krafttraining, bei dem die beanspruchte Muskulatur nicht verkürzt, sondern gedehnt wird.

Durch langsames Absenken der Ferse unter der Last des gesamten Körpergewichts aus dem Zehenspitzenstand auf einer Stufe, muss die Wadenmuskulatur die Last lediglich abbremsen. Das ist, anders als das konzentrische Training, ein Trainingsansatz, der die Wadenmuskulatur verlängert und dadurch die spezifische Belastung der Achillessehne sowie des Achillessehnenansatzes (Enthese) beim Laufen effektiv reduziert. Normalerweise hat das Laufen und Springen eine hohe Kraftspitze in konzentrischer Richtung zur Folge. Das exzentrische Training kompensiert die negativen Folgen des Sprungtrainings, in dem es der Verkürzung des Wadenmuskels entgegenwirkt.

Daher ist exzentrisches Training der Wadenmuskulatur eine effektive Methode der Achillodynie entgegenzuwirken oder bei hoher Trainingsbelastung das Auftreten einer belastungsbedingten Degeneration der Achillessehne zu verhindern.

Durchführung Exzentrisches Training der Achillessehne

Bei dieser Exzentrischen Trainingstherapie steht der Patient mit dem Fußballen - mit dem Gesicht der Treppe zugewandt - auf einer Treppenstufe. Der Patient lässt die Ferse des an Achillodynie erkrankten Fußes langsam nach unten sinken: Dabei erfolgt unter dem Körpergewicht eine passive Dehnung der Achillessehne.

Wenn die vollständige Dehnung der Achillessehne erreicht ist, wird das Gewicht wieder auf den gesunden Fuß übertragen und die Ferse wieder ohne Kraftaufwand in die ungedehnte Ausgangssituation gebracht. Die Wade des erkrankten Fußes leistet hier also keinerlei aktive Muskelarbeit. Diese Übung kann mehrfach wiederholt werden.

Diese exzentrische Trainingstherapie der Wadenmuskulatur kann sowohl mit gestrecktem Knie als auch mit gebeugtem Knie mehrfach durchgeführt werden: Es werden dabei unterschiedliche Bereiche der Wadenmuskulatur angeprochen.

Literatur zur Exzentrischen Trainingstherapie

Der Wirkungsgrad der exzentrischen Dehnungstherapie ist bei Achillodynien des Sehnenansatzes (Insertionstendinopathien oder Enthesiopathien) geringer als bei Achillodynien der mittleren Achillessehne. Bei Menschen, die zu einer Verkürzung der Achillessehne neigen, ist es empfehlenswert, diese Übung auch nach der Rehabilitation über Monate oder lebenslang auszuüben.

Studien zur exzentrischen Dehnung der Wadenmuskulatur bei Achillodynie

Im Vergleich zu einer einfachen Ruhigstellung mit statischer Dehnung der Achillessehne - zum Beispiel durch Nachtschienen - zeigten Patienten nach 12-wöchiger exzentrischer Trainingstherapie der Wadenmuskulatur deutlich weniger Schmerzen oder krankhafte Veränderungen im Gleitgewebe der Achillessehne. Die Durchblutung und Regeneration der Achillessehne wird durch das Längentraining deutlich verbessert.

Die exzentrische Trainingstherapie der Wadenmuskulatur erzielt sehr gute Ergebnisse vor allem bei Achillodynien im mittleren Achillessehnenbereichs ("mid-portion"-Achillodynie). Hinter diesem komplizierten Namen verbirgt sich eine einfache Übung, die jeder zu Hause durchführen kann (siehe Infobox).

Stoßwellen-Therapie bei hartnäckigen Achillodynie-Beschwerden

Fokussierte Stoßwellen können tiefliegende Verkalkungen und Gewebeschäden ohne Operation behandeln Während einer Behandlung mit Fokussierten Stoßwellen können in vielen Fällen tiefliegende Verkalkungen und Gewebeschäden ohne Operation ausheilen

Stoßwellentherapie bei Achillodynie Literatur

Stoßwellen sind energiereiche mechanische Wellen. Sie werden außerhalb des menschlichen Körpers erzeugt. Durch ein wassergefülltes Kissen werden sie in den Körper übertragen. Extrakorporale Stoßwellen werden in einem bestimmten Zielgebiet des Körpers fokussiert. So können Stoßwellen auf mechanischem Wege Sehnenverönderungen ohne Operation therapieren. Die Veränderungen der Achillessehne durch Anwendung der Stoßwellentherapie zurückgebildet. Die Regeneration des Achilles-Sehnengewebes wird gefördert. Kalkeinlagerungen werden zu mikroskopischen Partikeln zerrieben und können vom Körper absorbiert werden. Auch die Störung im Gleitgewebe und Schleimbeuteln der Achillessehne kann durch Stoßwellentherapie oft ohne Operation beseitigt werden. Die Stoßwellen fördern die Durchblutung und lösen im therapierten Gewebe natürliche Heilungsprozesse aus. Die Anzahl der notwendigen Stoßwellen-Anwendungen hängt von der Schwere und der genauen Lage des Behandlungsgebietes ab. Stoßwellen können ambulant - also ohne Krankenhauseinweisung - und ohne Betäubung eingesetzt werden. Eine Nachbehandlung ist nach Stoßwellentherapie nicht erforderlich. Wir rechnen mit bis zu fünf extrakorporalen Stoßwellenbehandlungen bei mittelschwerer Achillodynie.

Infiltrationstherapie bei Achillodynie

Durch lokale Injektionen in die Umgebung der Achillessehne (Paratendineum) in Kombination mit Lokalanästhetika kann die Degeneration sowie die Schmerzhaftigkeit des Sehnengewebes bei Achillodynie reduziert werden.

Auch das schmerzhafte Einsprossen von Blutgefäßen in die Achillessehne kann durch Injektionen reduziert werden. Um den Verlauf der Achillodynie wirklich zu verbessern, muss diese Infiltrationstherapie mehrfach wiederholt werden.

Injektion von Kortison bei Achillodynie?

Die Anwendung von Kortison an Sehnen ist geeignet, das Sehnengewebe weiter zu schwächen. Es liegt in der Regel keine Entzündung vor, die durch eine Kortisoninjektion verbessert werden kann. Lediglich beim Krankheitsbild der Bursitis subachillae - einer Schleimbeutelentzündung in der Umgebung der Achillessehne - kann eine Kortisoninjektion in direkt in den Schleimbeutel helfen.

Operative Therapie bei Achillodynie

Im Allgemeinen gelingt die Heilung von Achillodynie sehr gut: Nach sieben bis zehn Tagen Ruhigstellung und Trainingspause haben die meisten Patienten keine Beschwerden mehr. In manchen Fällen können die Beschwerden allerdings chronisch werden und sehr lange anhalten.

Etwa 25% der Patienten mit Achillessehnenbeschwerden zeigen auch bei Reduktion der Sportbelastung nach drei bis sechs Monaten konservativer Behandlung keine Verbesserung Ihrer Symptome.

Wann ist bei Achillodynie eine Operation der Achillessehne angeraten?

Normalerweise ist Achillodynie eine Erkrankung, die der Orthopäde sehr gut mit Verhaltensempfehlungen und konservativen Methoden behandeln kann. Bei mehrmonatigen, chronischen Beschwerden oder Komplikationen kann eine Operation der Achillessehne ein Ausweg sein. Bei Langzeituntersuchungen von Achillodyniepatienten wurde gefunden, dass fast 30% der Patienten innerhalb der ersten acht Jahre nach der ersten konservativen Behandlung einer Achillodynie ihre Achillessehne schließlich operieren lassen müssen.

Wie wird die Achillessehne operiert?

Entfernung von Bindegewebe und entzündeten Schleimbeuteln:

Bei einer Operation der primären (aus Überlastung entstandenen) Achillodynie kann das chronisch entzündete und verdickte Gleitgewebe - erkrankte Schleimbeutel und Bindegewebe - entlang der Achillessehne entfernt werden. Dabei werden vernarbte oder durch Gewebsveränderungen (Schleimzelleneinlagerung) veränderte Sehnenanteile entfernt.

Auch vernarbte Anteile des Peritendineums (Sehnenscheiden) müssen abgetragen werden, wenn pathologische Veränderungen vorliegen.

Die therapeutische Effizienz dieser Operation ist sehr gut. Die Wirksamkeit ist jedoch davon abhängig, dass die Achillodynie eindeutig diagnostiziert wurde. Wenn z.B. die Ursache einer sekundären Achillodynie übersehen wurde, wie z.B. eine Knick-Senkfuß-Fehlstellung oder eine Hagulundexostose, dann ist die Wirksamkeit dieser Operationsmethode natürlich eingeschränkt.

Wenn ein Teil der Schmerzen aus Schleimbeutelentzündungen im Umfeld der Achillessehne stammt, kann eine Sehnenreinigung alleine natürlich auch keine vollständige Schmerzfreiheit bringen.

Ein Großteil der Misserfolge der Operation der Achillodynie resultiert aus einer nicht vollständigen diagnostischen Aufarbeitung der Achillodynie vor der Operationsentscheidung. Eine vollständige Differentialdiagnose, auch mit Hilfe eines MRTs durch einen erfahrenen Fußspezialisten ist hier Pflicht.

Verstärkung der Sehne durch Achillessehnenplastik:

Bei Teilrissen der Achillessehne kann - je nach Ausmaß der Risse - neben konservativen Methoden (Ruhigstellung) auch eine Naht der Achillessehne oder verstärkende Achillessehnenplastik ausgeführt werden. Die Verstärkung der Achillessehne kann durch körpereigenes Material erfolgen: Dabei wird Gewebe aus der Haut um die Wadenmuskeln des Patienten gewonnen und verpflanzt. Bei dieser Achillessehnenplastik können aber auch synthetische, körperfremde Transplantate zum Einsatz kommen.

Operative Methoden bei der Achillodynie haben bei Ausführung durch einen erfahrenen Orthopäden eine sehr gute Erfolgsrate: Es gibt wenig Komplikationen. Im Vergleich zu konservativen Behandlungsmethoden der Achillodynie oder der Achillessehnenruptur sind die Sehnen nach Operation wieder schneller vollständig belastbar. Vor allem die bei konservativer Ausheilung von Achillessehnenrissen oder Teilrissen erforderliche mehrwöchigen Ruhigstellung des Sprunggelenks kann zu einer starken Rückbildung des Muskels und späterer Rückkehr zur vollen Belastbarkeit des Sprunggelenks führen. Bei konservativer Ausheilung kommt es nach Rupturen oder Teilprupturen der Achillessehne zu einem dauerhaften Kraftverlust auf der erkrankten Seite.

Daher ist eine Operation der Achillessehne oft die bevorzugte Methode bei Sportlern oder bei Menschen, die auf ihre körperliche Belastbarkeit angewiesen sind. Bei einer Operation kann der Spezialist die resultierende Länge der Achillessehne nach der Operation genau einstellen. Aber auch bei operativer Behandlung der Achillessehnenruptur ist ein dauerhafter Kraftverlust nicht ausgeschlossen.

Rehabilitation nach Achillessehnenbeschwerden

Achillessehnenbeschwerden erfordern sowohl bei konservativer als auch bei operativer Behandlung Ruhigstellung durch eine Beinschiene. Diese Schiene erzwingt für die Dauer der Heilung mit hohem Absatz eine Spitzfuß-Stellung. Die Ruhigstellung dauert je nach Ausmaß der Erkrankung vier bis acht Wochen.

In diesem Zeitraum kann die Belastung langsam gesteigert werden.

Der Belastungsaufbau erfolgt dabei über langsamen Dauerlauf. Sprints und starke Schnellkraftbelastung sollen möglichst vermieden werden, um der Achillessehne die Chance zum Aufbau zu geben und erneute Sehnenrisse zu vermeiden.

Sehr harte (Asphalt), sehr weiche (Schnee, Strand) und unebene Untergründe (Naturrasen) sollten für den Trainingsaufbau vermieden werden. Damit können Sie die Belastung der Achillessehne in einem bestimmten Rahmen kontrollieren und Spitzenbelastungen vermeiden. Bei der konservativen oder operativen Ausheilung der Achillessehnenruptur wird die Schiene acht Wochen getragen. Für weitere drei Monate wird eine Reduktion der Achillessehnenbelastung empfohlen. Radfahren und Schwimmen sind möglich.

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