Orthopädische Gelenk-Klinik

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Knorpeltransplantation: Knorpeltherapie im Sprunggelenk?

Knorpeltransplantation

  1. Was verursacht Knorpelschäden am Fußgelenk?
  2. Wie kann Knorpeltransplantation das Gelenk retten?
  3. Wem kann Knorpel-Transplantation helfen?
  4. Wie wird die Knorpelverpflanzung durchgeführt?

Literatur zu Knorpeltransplantation

1. Ursachen, Symptome und Untersuchung von Knorpelschäden am Sprunggelenk

Sprunggelenk in Röntgenaufnahme: Deutlich sichtbar ist der Gelenkspalt zwischen Schienbein und Fuß. Der sichtbare Spalt zeigt den gesunden Knorpel im Sprunggelenk. Sprunggelenk in Röntgenaufnahme: Deutlich sichtbar ist der Gelenkspalt zwischen Schienbein und Fuß. Der sichtbare Spalt zeigt den gesunden Knorpel im Sprunggelenk. © Gelenk-Doktor

Meistens sind Verletzungen und Sportunfälle für Knorpelschäden am Sprunggelenk verantwortlich.

Im Gegensatz abnutzungs- und altersbedingten Formen der Arthrose treten diese, medizinisch als osteochondrale Läsionen bezeichneten, Knorpelverletzungen bei sportlichen Patienten überwiegend jünger als 40 Jahren auf. Patienten berichten im Arztgespräch oft von langen Leidensgeschichten: Diffuse Beschwerden am oberen Sprunggelenk, Einschränkungen beim Sport, Schwellungen des Knöchels nach Aktivität und Kraftverlust sind Hinweise auf Knorpelverletzungen (Osteochondrale Läsionen = OCL).

Begriffe und Synonyme
Osteochondrale Läsionen, OCL, Arthroskopie des Sprunggelenks, autologe Knorpeltransplantation, avaskuläre Nekrose, Knorpeltransplantation, autologe Chondrozytentransplantation, Chondrozyten, Knorpelverletzung, Knorpelläsion

Die Diagnose ist oft nicht einfach und erfordert die orthopädische Erfahrung des Spezialisten, um die möglichen Ursachen dieser Leiden richtig einzuordnen. Röntgenbild und Magnetresonanztomografie (MRT) sind die wichtigen apparativen Untersuchungsmethoden für Knorpelverletzungen im Sprunggelenk. Durch Arthroskopie kann der Knorpelschaden auch direkt betrachtet und detailliert beschrieben werden.

In vielen Fällen kann sogar die sportliche Laufbahn beendet sein, wenn die Knorpelverletzung unerkannt bis zur Arthrose im Sprunggelenk fortschreitet.

Knorpelverletzungen im Sprunggelenk treten beim Umknicken oder Verdrehen des Knöchels auf. Auch Knochensporne (Impingement) können zu einer Knorpelverletzung führen.
(siehe: Snowboard Verletzungen des Sprunggelenks)

Der Spezialist muss auch die die Außenbänder und die Stabilität der Fußachse betrachten: Fehlstellungen und instabile Außenbänder können langfristig zu den Knorpelverletzungen führen.

Neben Sportverletzungen kann Absterben des Knochens mit oft ungeklärter Ursache (avaskuläre Nekrose) zu einer Schwächung des darüber liegenden Knorpels im Sprunggelenk führen.

Je früher der Patient nach Auftreten der Symptome eine fachärztliche Behandlung erhält, um so besser sind seine Aussichten auf Wiederherstellung oder Erhaltung der Sportfähigkeit.

2. Wie kann Knorpeltransplantation das Gelenk retten?

Knorpelzüchtung im Labor
Bei der Knorpelzelltransplantation werden körpereigene Knorpelzellen (Chrondrozyten) ausserhalb des Körpers in einem speziellen Nährmedium vermehrt und dann wieder ein das Gelenk eingepflanzt.  Bei der Knorpeltransplantation werden körpereigene Knorpelzellen (Chrondrozyten) außerhalb des Körpers in einem speziellen Nährmedium um das Tausendfache vermehrt und dann wieder ein das Gelenk eingepflanzt

Die Knorpeltransplantation im Sprunggelenk kann die glatte Knorpeloberfläche wiederherstellen. Prozesse wie Arthrose und Gelenkverschleiß können erstmals beendet und umgekehrt werden. Auch die langfristige Wirksamkeit der Knorpeltransplantation zur Behandlung von Knorpeldefekten konnte inzwischen durch mehrjährige Auswertung der Knorpeltransplantationen bestätigt werden.

Bei der Knorpeltransplantation werden körpereigene Knorpelzellen verpflanzt. Man spricht daher von einer autologen Knorpeltransplantation. Dabei werden körpereigene Knorpelzellen in einem kleinen Eingriff als mikroskopisch kleines Partikel möglichst aus einer unbelasteten Stelle des betroffenen Gelenks gewonnen. Diese Knorpelzellen werden in einem Labor gezüchtet und um das mehr als Tausendfache vermehrt. Eine so schnelle Knorpelregeneration wäre innerhalb des Körpers unmöglich. Weil für die Transplantation körpereigene Zellen verwendet werden, kommt es zu einem guten Einwachsen. Unverträglichkeit oder Abstoßungsreaktion treten nicht auf. Nach 6 Wochen hat sich der neue Knorpel so stabilisiert, dass mit einer Teilbelastung des Sprunggelenks begonnen werden kann.

Schritte bei Knorpeltransplantation

Knorpelverletzung im Sprunggelenk 3. Die Knorpelverletzung ist nach dem c.a. 30 Minuten dauernden minimalinvasiven Eingriff mit den haftenden Knorpelzellkügelchen abgedeckt. Nach dem Eingriff ist ein dreitägiger Krankenhausaufenthalt erforderlich. Nach 6 Wochen ist wieder Teilbelastung, nach 3 Monaten Vollbelastung des Gelenks möglich. Der Langzeiterfolg der Verfahrens ist gut. Verfahren zur biologischen Knorpelregeneration sind seit 15 Jahren in der medizinischen Anwendung.

 

3. Wem kann Knorpeltransplantation im Sprunggelenk helfen?

Deutlich sichtbar ist die Knorpelverletzung im Gelenkknorpel Deutlich sichtbar ist die Knorpelverletzung im Gelenkknorpel. Knorpel ohne Läsion mit gesunder Knorpelfläche. Knorpel ohne Läsion mit gesunder Knorpelfläche.

Die Knorpelzelltransplantation ist als gelenkerhaltende Maßnahme vor allem bei jüngeren Patienten unter 40 Jahren wertvoll. Die Ansprüche an sportliche Belastbarkeit und Beweglichkeit des Sprunggelenks sind hier besonders groß. Die Knorpeltransplantation ist besonders gut geeignet, um die Sportfähigkeit des Sprunggelenks zu erhalten. Der Einsatz der Knorpeltransplantation wird befürwortet bei klar umschriebenen Knorpelverletzungen, die mehr als 1 cm Durchmesser haben. Bei kleineren Verletzungen können andere Verfahren zum Einsatz kommen.

Nicht nur der Gelenkknorpel bedarf der Behandlung: Der Spezialist muss ganzheitlich vorhandene Fehlstellungen, ein instabiles Sprunggelenk, Achsfehlstellungen des betroffenen Patienten - also alle möglichen Ursachen der Knorpelverletzung - berücksichtigen und behandeln. Nur durch Aufarbeitung aller orthopädischen Ursachen kann der Spezialist eine gute Prognose für die Sportfähigkeit des Sprunggelenks nach der Knorpeltransplantation sicherstellen.

Die Gelenk-Klinik in Freiburg-Gundelfingen gehört zu den Pionieren der minimalinvasiven Knorpeltransplantation. Durch klinische Erfahrung und moderne Weiterentwicklung der Methodik ist das Spezialistenteam der Gelenk-Klink mit Dr. Schneider ein klinisches Kompetenzzentrum für die autologe Chondrozytentransplantation. Seit dem Jahr 2004 wurden zahlreiche Knorpelschäden mit Knorpeltransplantation versorgt.

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