Orthopädische Gelenk-Klinik

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Klinische Untersuchung von Fußschmerzen

Bruch- und Arthrosegefahr für das Sprunggelenk von Snowboardfahrern

Sprünge und harte Landungen erzeugen für Snowboardfahrer extreme Kräfte, die auf das Sprunggelenk wirken. Feste Schuhe helfen, das sensible Sprung-Gelenk zu schützen.  Sprünge und harte Landungen erzeugen extreme Kräfte, die auf das Fußgelenk (Sprunggelenk) von Snowboardern wirken. Feste Schuhe helfen das sensible Sprunggelenk zu schützen. © Istockphoto.com

Wie jeden Winter ziehen die Snowboarder wieder in die Berge. In rasanten Abfahrten und abenteuerlichen Sprüngen scheinen die meist männlichen Snowboarder der Schwerkraft zu trotzen.

Der Altersdurchschnitt bei den Snowboardern ist zudem wesentlich niedriger, als bei Skifahrern: Snowboarding wird vor allem von Jugendlichen und Jungen Erwachsenen ausgeübt. Die Risikobereitschaft ist in diesem Alter wesentlich erhöht.

Die Ausübung des Snowboardsports in Funparks und auf Sprunganlagen unterscheidet sich ebenfalls stark vom Verhalten des typischen Skifahrers, der lieber in Ruhe über die Hänge gleiten will. Kreative Hindernisse für den Snowboarder wie Bodenwellen, Sprunganlagen, Sprünge über Geländer ("rails") sorgen für Sturzmöglichkeiten, Einschätzungsprobleme auch bei geübten Snowboardern und infolgedessen unkontrollierbare Belastunsspitzen mit Verletzungsfolgen.

Die Verletzungsrate bei Snowboardern ist viermal so hoch wie bei Ski-Fahrern

Daher hat der Spaß beim Snowboarden seinen Preis: Die Verletzungsrate unter den Snowboardern ist fast 2,5 mal so hoch wie unter alpinen Skifahrern, wie vergleichende Studien zu Ski und Snowboardunfällen zeigen. Die Rate an Verletzungen oder Brüchen des Fußgelenks (Sprunggelenks) liegt bei Snowboardern sogar fast 4-fach höher als bei den alpinen Skifahrern.

Snowboard-Anfänger haben eher Verletzungen an den Armen, Schultern und Handgelenken: Diese Verletzungen treten typischerweise bei Stürzen auf. Die Sturzfrequenz ist vor allem bei Snowboardanfängern in der Lernphase recht hoch. Stürze werden dabei mit Handgelenk und Ellenbogen abgefangen. Hier helfen Handgelenkschoner zwar bei der Vermeidung von Verletzungen, doch ein vollständiger Schutz der Handgelenke, Ellenbogen und Schultern von Snowboardern in der Lernphase ist nicht möglich. Handgelenksbrüche bei Snowboardanfängern sind daher ebenso verbreitet wie Schultereckgelenkssprengungen, Schlüsselbeinbrüchen (Claviculafrakturen) und Auskugelungen der Schulter (Schulterluxationen).

Helme sollten auf jeden Fall getragen werden um schwere Schädel- und Hirntraumen zu verhindern. Helme gehören zu den wirksamsten Schutzmaßnahmen für Snowboarder.

Bei geübten Snowboardern sieht der Orthopäde vor allem Verletzungen an dem Knie und Fußgelenk.

"Softboots" sind bequem, schützen aber das Sprunggelenk nicht

Diese Verschiebung des Verletzungsmusters steht in Verbindung mit der zunehmenden Verbreitung von sogenannten "Softboots" unter den Snowboardern."Hardboots" schützen das Fußgelenk . Hardboots sind - ähnlich wie Skischuhe - starre, feste Schuhe, die eine gute Kraftübertragung auf das Snowboard erlauben. Sie schützen den empfindlichen Knöchel durch ihre starre Form. Die weichen, elastischen Softboots haben zwar einen höheren Tragekomfort: Sie setzen sich daher immer mehr durch. Die Mehrheit der verkauften Snowboardschuhe sind derzeit Softboots. Dieser Komfort wird aber durch ein erhöhtes Verletzungsrisiko am Knöchel erkauft.

Weite Sprünge erzeugen gewaltige Kräfte auf das Fußgelenk

Besonders hohe Kräfte entstehen für das Snowboarder-Fußgelenk bei Sprüngen und Landungen: dabei wird der Fuß oft mit gewaltigen Kräften gegen das Schienbein gedrückt. Der Orthopäde sieht bei Snowboardern daher oft Verletzungen des oberen Sprunggelenks.

Spezialisierte Diagnostik nach Verletzungen des Fußgelenks ist wichtig

Diese Verletzungsmuster am kompliziert aufgebauten Fußgelenk werden oft nur von spezialisierten Ärzten erkannt. Die Therapie ist abhängig von der eingetretenen Verletzung. Eine der häufigsten Verletzungen ist der Abriss eines Knochenvorsprunges. Diese Verletzung kann je nach Größe des Abrisses bis in das untere Sprunggelenk reichen. Erst nach eingehender Untersuchung mit Kernspintomographie und Computertomographie kann der Orthopäde die geeignete Behandlung festlegen. Oft ist eine Ruhigstellung des Fußgelenks bereits ausreichend zur Heilung. Bei bestimmten Verletzungen muss aber eine Operation erfolgen. Teilweise ist die Schädigung so stark, dass auch durch eine Operation eine vollständige Wiederherstellung des Sprunggelenks nicht möglich ist.

Wenn Sportverletzungen falsch ausheilen droht dem Fußgelenk Gefahr

Werden solche Knöchel Verletzungen aber übersehen und bleiben unbehandelt, kann das Fußgelenk durch Knochensporne und Knorpelverletzungen eine Arthrose entwickeln. Der spezialisierte Orthopäde findet hier häufig Gelenkflächenbrüche als Arthrose-Ursache. Bleibt nach einer nicht fachgerecht betreuten Ausheilung eine Unebenheit in der Gelenkfläche im Fußgelenk zurück, kann das Gelenk des Sportlers vorzeitig verschleißen. Diese Verletzungen treten sowohl bei Freizeitsportlern als auch bei Spitzensportlern auf.

Hardboots schützen das Fußgelenk bei Sprüngen

Hardboots schützen den Knöchel zwar besser als Softboots. Durch die Fixierung des Sprunggelenks verletzen sich Snowboarder mit Hardboots dafür etwas öfter am Knie. Sprünge auf dem Snowboard sollten daher nur unter Beachtung der eigenen Grenzen ausgeführt werden. Wer das Springen nicht lassen kann, sollte zumindest Landungen auf ebenen Boden vermeiden: Bei Landungen auf einem Abhang entsteht weit weniger Druck auf das obere Sprunggelenk, weil der Fuß stärker gestreckt ist.

Literatur

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