Orthopädische Gelenk-Klinik

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Stenose der Halswirbelsäule: Zervikalsyndrom oder Schmerzen an der Halswirbelsäule

Symptome des Zervikalsyndroms

  • Nackensteife
  • Schmerzen im Schulterbereich
  • Kopfschmerzen
  • Taubheit in Armen und Händen
  • Unbeweglichkeit und Schmerzen bei Kopfdrehungen
  • Verspannungen, Muskelverhärtungen

Patienten mit Zervikalsyndrom - einer Störung der Halswirbelsäule - finden sich vor allem wegen neurologischer Ausfälle beim Orthopäden ein. Neurologisch bedeutet: die Funktion der Nerven und Sinnesorgane betreffend.

Weil viele wichtige Funktionen von Gesicht und Kopf aus der Halswirbelregion innerviert werden, kann das Zervikalsyndrom zu besonders unangenehmen neurologischen Ausfällen führen. Zu den Symptomen des Zervikalsyndroms gehören Schmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Ohrensausen, Übelkeit und Drehschwindel.

Aber auch Hörstörungen sowie Schmerzausstrahlungen in die Kopfregion (Kopfschmerzen) können Folge des Zervikalsyndroms sein. Je nach genauer Lage der Nervenblockade können zahlreiche Symptome im Bereich der Nervensteuerung von Haltung und Muskeln als auch im vegetativen Nervensystem (Körpertemperatur, Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen und Sehstörungen) auftreten, die manchmal eine rasche operative Lösung erfordern.

Ursachen des Zervikalsyndroms

Sehr häufig sind Bildschirmarbeiter prädisponiert für Verschleiß an der Halswirbelsäule. Die sehr monotonen und vornübergebeugten Sitzpositionen sind Stressfaktoren für die Wirbelsäule.

Häufige Ursachen des Zervikalsyndroms sind Muskelverspannungen der Halswirbelsäule. Vor allem bei Büro- und Computerarbeitern kommen Arthrose-Veränderungen und Verschleiß der Wirbelgelenke hinzu. Auch die Bandscheiben der Halswirbelsäule können verschleißen und den für die Nerven verfügbaren Raum verkleinern. Fehlstellungen der Wirbelgelenke können zu akuten Nervenblockaden führen.

Therapie des Zervikalsyndroms

Meist ist eine konservative Therapie ausreichend um die Nervenfunktion bei Zervikalsyndrom wiederherzustellen. Kurzfristig kann eine weiche Halskrawatte die Halswirbelregion stabilisieren. Der Physiotherapeut kann die Halswirbelsäule mit Übungen stabilisieren. Liegen Muskelverspannungen zugrunde können Wärmeanwendungen die verspannte Halsmuskulatur lösen und den Muskeltonus normalisieren. Mit Medikamenten, vor allem Schmerzmitteln und Mitteln zur Muskelentspannung, kann die Therapie des Zervikalsyndroms unterstützt werden.

Behandlung von zervikalen Bandscheibenvorfällen (Bandscheibenvorfälle der Halswirbel)

Wie an der Lendenwirbelsäule (siehe LWS-Syndrom) kann es auch an der Halswirbelsäule zu Bandscheibenschäden und Bandscheibenvorfällen kommen. Doch nur ein Bruchteil - etwa 1% - der Bandscheibenvorfälle betreffen die HWS-Region.

Das normale schmerzfreie Gleiten der Wirbel wird dadurch behindert, wichtige Nerven können in Mitleidenschaft gezogen werden. Meist sind die unteren Halswirbel (HWK 6 und HWK 7) betroffen. Der Druck auf die Nerven der Halswirbelsäule kann durch Verminderung des Drucks der austretenden Bandscheibensubstantz auf den Nerven vermindert werden. Durch operativer Verminderung des Innendrucks der ausgetretenen Bandscheibe (Bandscheibendekompression durch Nukleotomie) kann der Nerv entlastet werden. Die neurologischen Ausfälle bilden sich dann meist sofort wieder zurück.

Ist der Raum der zwischen den Halswirbeln zurückbleibt durch Bandscheibendegeneration zu sehr vermindert, kann oft nur noch eine Versteifung der Wirbelsäule helfen. Dabei werden als Konsequenz der stark reduzierten Gleitfähigkeit benachbarte Wirbelkörper fusioniert. In vielen Fällen kann der Fusion der Halswirbel durch künstliche Bandscheiben (Bandscheibenprothesen) vorgebeugt werden.

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Bijan Ganepour
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