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Richtige Ernährung und Heil-Fasten kann Arthrose günstig beeinflussen

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Ernährung bei Arthrose -  ausgewogene Ernährung kann den Verlauf nachweislich günstig beeinflussen.
Ernährung bei Arthrose - gute Ernährung kann den Verlauf von Arthrose nachweislich günstig beeinflussen.

Die Ernährung spielt bei der Entstehung von Arthrose eine erhebliche Rolle. Mit Umstellung der Ernährung kann man eine Arthrose zwar nicht heilen. Umstellung der Ernährung kann aber den Verlauf der Arthrose nachweislich günstig beeinflussen. Zunehmend wird daher auch der Zusammenhang zwischen Arthrose und Ernährung auch wissenschaftlich genauer untersucht.

Übergewicht und fettreiche Ernährung von Arthrose-Patienten schaden den Gelenken zusätzlich

Es gibt Nahrungsmittel und Ernährungsweisen, die den Verlauf von Arthrose ungünstig beeinflussen. Arthrose-Schmerzen werden verstärkt, der Gebrauch von Schmerzmitteln steigt unter dieser arthrosefördernden Diät stark an. Zu den ungünstigen Ernährungsstrategien bei Arthrose gehören Nahrungsmittel mit einem hohem Anteil an folgenden Faktoren:
  • Gesättigten Fettsäuren
  • Käse
  • Kaffee
  • Alkohol
  • Gehärtete Fette
  • Fleischreiche Ernährung

Fettarme und Vitaminreiche Ernährung von Arthrose-Patienten hilft den Gelenken

Einen günstigen Einfluß auf Arthrose hat Ernährung mit
  • Calciumreichen Nahrungsmittel
  • Mageren und fettarmen Milchprodukten
  • ungesättigten Fetten wie z.B. Olivenöl
  • Naturreis und andere ballaststoffreiche Nahrung
  • Kaltwasserfische
  • Inhaltsstoffe von Knoblauch, Zwiebeln, Lauchgemüse entfalten nachweislich knorpelschützende Wirkung

Lauch, Knoblauch und Zwiebeln Schützen den Knorpel und verlangsamen Arthrose

In einer vergleichenden Zwillingsstudie haben englische Forscher den Einfluß der Ernährung auf Hüftarthrose untersucht. (Literaturangabe)

Allgemein erwies sich ein hoher Anteil vegetarischer Ernährung mit vielen Früchten und Gemüse als knorpelschützend. Menschen im Alter von 44 bis 70 Jahren mit hohem Gemüse und Fruchtanteil an der Ernährung hatten wesentlich weniger Arthrose im Hüftgelenk.

Nun könnte man fragen: vielleicht hatten Menschen mit hohem Gemüseanteil einfach weniger Körpergewicht und daher auch geringerer Gelenk-Belastung. Diese Wirkung der pflanzlichen Ernährung konnten die Forscher sogar unabhängig vom Körpergewicht durchgehend zu beobachten. Sie ist also kein von der Gewichtsverminderung abgeleiteter Effekt.

Besonders gut geschützt gegen Hüftarthrose waren Patienten mit einem hohen Anteil an Lauchgemüsen, Zwiebeln und Knoblauch an der Ernährung. Ein besonderer Wirkstoff (Diallyl Sulfat), der in Lauchgemüsen enthalten ist, hat auch im Labor bereits seine knorpelerhaltende Wirkung gezeigt.

Durch Gewichtsabnahme lassen Arthrose-Patienten Gelenke wieder aufleben

Studie zu Gewicht und Arthrose

In einer australischen Studie wurde der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Kniearthrose untersucht. Bei normalgewichtigen Patienten schreitet Kniertahrose erst in höherem Alter fort. Bei jungen, gesunden aber übergewichtigen Patienten wurde ein Rückgang des Knorpels bereits in jungen Jahren beobachtet.
Zur Studie

Die epidemische Zunahme des Übergewichts in der Bevölkerung geht einher mit einem ebenso ansteigenden Rate an Arthrose-Erkrankungen. Dieser statistische Zusammenhang zwischen Ernährung und Arthrose ist ein deutlicher Beleg für die Rolle der Ernährung und des Bewegungsverhaltens bei der individuellen Entstehung der Arthrose.

Der einfachste Zusammenhang zwischen Ernährung und Arthrose besteht in der Belastung der Gelenke durch Gewichtszunahme. Andererseits wird die Gelenk-Entlastung von Arthrose-Patienten durch die oben geschilderte optimale Arthrose-Ernährung - fettarme, ballaststoffreiche Ernährung- begünstigt.

Die Rolle der Ernährung bei Arthrose konnte in Studien durch den sehr deutlichen verbesserten Zustand (Beweglichkeit und Schmerzfreiheit) der Gelenke fastender Arthrose-Patienten nach Gewichtsabnahme wissenschaftlich belegt werden.

Aktives Fettgewebe: entzündliche Degeneration der Gelenkknorpel und Arthrose

Nicht nur die mechanische Gelenkbelastung durch Übergewicht ist schädlich bei Arthrose. Auch der Stoffwechsel ist verändert: das Fettgewebe produziert entzündungsfördernde Hormone, die sogenannten Adipokine. Adipokine verursachen Enzymkaskaden, die letztlich auch die Proteine der Knorpelmatrix abbauen und Knorpel weicher und weniger widerstandsfähig machen. Die Hormonwirkung konnte man durch Untersuchungen an Gelenkflüssigkeit betroffener Arthrose-Patienten durchführen. Durch Muskelaufbau und Abbau von Fettgewebe lässt sich dieser Zusammenhang durchbrechen. Hüftarthrose oder Kniearthrose erscheint hier also eher als entzündliche Erkrankung.
Zur Adipokin-Studie

Daher gehören Überlegungen und Verhaltensumstellungen bezüglich der Ernährung bei der Behandlung der Arthrose zu jedem ganzheitlichen Behandlungsansatz bei Arthroseschmerzen.

Neben der Rolle des Gewichsverlustes als einfacher mechanischer Entlastung der schmerzenden Gelenke spielen hinsichtlich der Ernährung bei Arthrose auch spezifische - endokrinologische - Faktoren eine bekannte Rolle. Dass folgende Faktoren den Verbrauch an Nichtsteroidalen Schmerzmitteln (NSAR) in klinischen Versuchsreihen sehr deutlich absenken ist eine weiterer Hinweis auf die Rolle der Arthrose-Ernährung.

  • Antioxidierend wirkendes Vitamin C
  • Mineralische Co-Faktoren
  • Ungesättigte Fettsäuren in der Nahrung
  • Ein niedriger Fleischanteil
  • Knoblauch, Zwiebeln, Lauchgemüse enthalten knorpelschützende Stoffe

Fastende Arthrose-Patienten benötigen weniger Schmerzmittel

Im Zusammenhang mit Fastenkuren konnten Patienten in diesen Untersuchungen die Gabe von Schmerzmitteln vermindern. Bereits nach 2 Wochen gingen die Gelenkschmerzen und damit der Schmerzmittelverbrauch massiv zurück. Ein einfacher Grund für diesen Zusammenhang - vor allem bei Kniearthrose und Hüftarthrose: Die Patienten entlasteten durch Gewichtsabnahme ihre Gelenke.

Sehr interessant ist jedoch die Beobachtung, daß der Schmerzrückgang nachhaltig war: Auch 3 Monate nach Beendigung der Fastenperiode wurde dieser Effekt noch gesehen. Die Forscher des Kompetenzzentrums Naturheilkunde der Universität Jena vermuteten, daß auch die verminderte Zufuhr an tierischen Nahrungsmitteln für diesen Schmerzrückgang verantwortlich war: vor allem die reichlich in tierischen Fetten enthaltene Arachidonsäure wird verdächtigt, die entzündlichen knorpelschädigenden Stoffwechsel-Prozesse bei Arthrose zu verstärken.

Auch Änderungen im Stoffwechsel und körpereigene sogenannte Endorphine - biologische Schmerzmittel - könnten akute Arthrose-Schübe und Arthrose-Schmerzen günstig beeinflussen.

Konsultieren Sie für Ihre Fasten-Therapie einen Arzt oder Orthopäden

Wichtig ist jedoch: Wenn Sie einen Behandlungs-Versuch durch Ernährungsumstellung oder Reduktion starten wollen, dann tun Sie das bitte in Absprache mit einem erfahrenen Orthopäden - nicht im Selbstversuch. Erst nach Abklärung Ihrer möglichen Grunderkrankungen sowie nach genauer Klärung der Arthrose-Ursachen kann ein solcher Versuch sicher duchgeführt werden.

Nahrungsergänzung bei Arthrose: Chondroitinsulfat und sogenannte "Knorpelernährung"

Es gibt Berichte, daß Nahrungsergänzungsmittel wie Chondroitinsulfat oder Glucosamin sowie bestimmte Vitamine Symptome bei Arthrosepatienten günstig beeinflussen. Dieser Aspekt der Ernährung bei Arthrose ist bislang noch nicht zufriedenstellend wissenschaftlich bestätigt. Damit gehört die sogenannte "Knorpelernährung" durch Nahrungsergänzungsmittel noch nicht zu den klinisch anerkannten Handlungsansätzen des Orthopäden

Fachärztliche Klärung der Arthroseursachen ist wichtig

Die wahren Arthrose-Ursachen spielen eine große Rolle für die Erfolgsaussichten: Wenn eine Fehlstellung der Gelenke, Knorpelaufrauhung nach Sturz oder Probleme mit der Gelenksführung durch Bänder und Muskeln Ihre Arthrose verursachen, werden Sie in der Regel nur durch eine zielgerichtete Physiotherapie oder eine korrigierende Operation oder Arthroskopie Besserung erfahren.

Eine genaue Klärung der Arthrose-Ursachen durch den Experten ist also in jedem Fall wichtig. Durch eine Selbstbehandlung der eigenen Arthrose ohne genaue Diagnose, können Sie die wertvolle Zeit verlieren, in der ein arthroskopischer Eingriff den Arthroseverlauf dauerhaft hätte beenden könnte.

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