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Epicondylitis - Schmerzhafter "Tennisellenbogen" durch überlastete Muskulatur des Unterarms

Orthopaedie Freiburg Drucken
Epicondylitis (auch Epikondylopathie) sind schmerzhafte Sehnenansätze von Muskeln des Unterarms, die an den beiden Knochenvorsprüngen oberhalb des Gelenkknorrens (Epikondylen) am Oberarmknochen entspringen.
Epicondylitis (auch Epikondylopathie) sind schmerzhafte Sehnenansätze von Muskeln des Unterarms, die an den beiden Knochenvorsprüngen oberhalb des Gelenkknorrens (Epikondylen) am Oberarmknochen entspringen. © Grays Anatomy

1. Ursachen der Epicondylitis: Wer bekommt einen Tennisellenbogen?

Schmerzhaftigkeit des Ellenbogengelenks bei bestimmten Bewegungen gehört zu den häufigsten Erkrankungen der orthopädischen Praxis. Das Auftreten des schmerzhaften "Tennis-" oder "Golfer"- Ellenbogens ist nicht auf die namensgebenden Sportarten begrenzt. Dennoch haben nach Untersuchungen über 50% der Tennisspieler diese Erkrankung zumindest gelegentlich. Tennisspieler, die mehr als 3 Stunden pro Woche spielen oder Spieler, die über 40 Jahre alt sind, haben ein deutlich erhöhtes Auftreten der Epicondylitis.

Wichtige Begriffe und Synonyme
Tennisellbogen, Tennisellenbogen, Tennisarm, Epicondylitis Humeri radialis, Epicondylitis humeri lateralis, Golferellenbogen, Repetitive Strain Injury, RSI, Therapie der Epicondylitis, Symptome der Epicondylitis

Der typische Epicondylitis-Patient ist zwischen 35 und 55 Jahren alt, Freizeitsportler oder zumindest körperlich regelmäßig aktiv; Männer und Frauen haben eine gleiche Wahrscheinlichkeit, am Tennisellenbogen zu erkranken.

Jede regelmässige Überanstrengung der Muskulatur des Unterarms kann zu dieser schmerzhaften Erkrankung führen.

Diese Erkrankung gehört zu den Ansatztendinopathien - den Sehnenerkrankungen: Der Schmerz konzentriert sich nämlich an der Stelle, wo die Sehnen der Unterarmmuskeln am Oberarm ansetzen.

So ist der Tennisellenbogen (Epicondylitis) eine typische Überlastungserkrankung. Daher tritt Epicondylitis auch oft als Berufserkrankung auf: Der Umgang mit schweren Werkzeugen (schwerer als 1 kg), das wiederholte Heben schwerer Lasten oder sich wiederholende Bewegungen über mehr als 2 Stunden am Tag begünstigen den Tennisellenbogen.

2. Symptome des Tennisellenbogens: Wie diagnostiziert der Orthopäde die Epicondylitis?

Mögliche andere Ursachen der Ellenbogenschmerzen
  • Weichteilinfekte
  • Schleimbeutelinfekt (Bursitis)
  • Arthrose
  • Rheuma
  • Impingement - Weichteileinklemmungen am Ellenbogen z.B. nach Unfall
  • Blockaden der Halswirbelsäule und Nervenengpässe

Für den Orthopäden präsentiert sich eine Epicondylitis meist als klarer Fall. Patienten klagen über stechende Schmerzen seitlich am Ellenbogen. Bei Bewegungen oder Streckung des Unterarmes flammt der Schmerz auf. Der Sehnenansatz der Unterarmmuskeln am Oberarm ist am Ansatzpunkt eindeutig druckschmerzhaft.

Oft präsentiert sich der Muskel, der im oberen Bereich des Unterarms verläuft, deutlich gerötet und geschwollen.

Eine Diagnose durch bildgebende Verfahren ist oft nur zur Bestätigung erforderlich. Röntgen, Ultraschall oder Magnetresonanzspektroskopie (MRT) können bei langwierigem Verlauf der Epicondylitis helfen, andere Krankheitsursachen auszuschließen.

Ein direkter Nachweis des Tennisellenbogens kann durch Injektion eines Lokalanästhetikums in den Sehnenansatz erfolgen. Die Schmerzempfindung geht danach unmittelbar zurück.

3. Wie ist der Verlauf und Symptome der Epicondylitis?

  1. Stufe: Reversible Sehnenentzündung
  2. Stufe: Irreversible krankhafte Veränderungen am Ansatz des Unterarmmuskels
  3. Stufe: Abriss des Muskelansatzes
  4. Stufe: weitere Veränderungen wie Bindegewebseinlagerung in den Sehennansatz oder Verkalkung

4. Therapie des Tennisellenbogens: Konservative Therapie und Operation der Epicondylitis

Behandlungs-Strategie

Die gesamte Muskulatur des Unterarms, die für die Beweglichkeit und Kraft in Fingern und Handgelenk zuständig ist, haftet über Sehnen an der relativ kleinen Stelle am Oberarmknochen. Diese Ansatzstelle kann man sich wie einen Kleiderhaken vorstellen, an dem schwere Mäntel und Taschen aufgehängt werden. Zu viel Zug verformt den Haken.

Entsteht zu viel mechanischer Zug, kann sich dieser Bereich leicht entzünden. Die Behandlung zielt also zunächst auf die Entzündung: durch Salbe, Eis oder Entzündungshemmer (NSAR) wird die Entzündung behandelt.

Auch der Zug an dem Sehnenansatzgebiet muss reduziert werden. Das kann durch Schonung, äußerlich getragene Schienen und Dehnungsübungen (Physiotherapie) erzielt werden.

In weit über 90% aller Fälle von Epicondylitis führt bereits eine konservative Behandlung zum vollständigen Abklingen der Schmerzen.

Wichtig ist jedoch die Mitarbeit des Patienten. Durch spezielle Übungen sowie Vermeiden der Belastung, die zur Epicondylitis geführt hat, kann der Patient seinen Beitrag zur Heilung leisten.

Bekämpfung der Schmerzen und der Entzündung gehören zu den ersten Maßnahmen. Das kann durch Kühlung des Ellenbogens mit Eis erreicht werden.

Durchblutungsfördernde und schmerzstillende Salben können ebenfalls beim Abklingen der akuten Schmerzen helfen (Voltaren).

Zu Beginn der Behandlung verordnet der Orthopäde auch eine Anwendung von entzündungshemmenden Schmerzmitteln (Antiphlogistika, z.B. Ibuprofen).

Physiotherapeutisch kann der Heilungsprozess durch Dehnung der entzündeten Muskeln unterstützt werden. Durch regelmäßige passive Beugung und Überstreckung des Handgelenks und durch Streckung des Unterarms kann der Patient selbst zur Heilung und zur Gesunderhaltung bei Tennisellenbogen beitragen. (Exzentrische Trainingstherapie) Dabei wird durch regelmäßige Dehnung langfristig die Muskelspannung im Unterarm abgesenkt: der Zug am Sehnenansatzgebiet - gerade bei Aktivität- wird so vermindert. (Detonisierung)

EpiPoint ist eine Epicondylitis-Bandage zur gezielten und dosierten Kompression am Unterarm.
Epicondylitis-Orthese EpiPoint (Abb. mit freundlicher Genehmigung der Bauerfeind AG)
Eine Epicondylitis-Orthese leistet eine gezielte und dosierte Kompression am Unterarm. Eine Epicondylitis-Orthese vermindert - vor allem bei Belastung - die Zugspannung am Sehnenansatz und fördert dadurch die Heilung der Epicondylitis. Epicondylitis-Orthesen üben einen leichten, massierenden Druck auf den Unterarmmuskel aus: So wird die Zug-Spannung abgesenkt. Gerade bei Aktivität oder Sport soll diese Epicondylitis-Spange getragen werden, denn sie kann die schmerzhaften Belastungsspitzen im Sehnenansatzgebiet absenken.
© www.bauerfeind.com

In hartnäckigen Fällen oder bei bereits verkalkten Sehnenansätzen wird der Tennisellenbogen durch eine exktrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) behandelt.

Für spätere Stadien der Epicondylitis stehen verschiedene Injektionstherapien zur Verfügung - dazu gehören Behandlungen wie Cortison-Injektionen oder Botox-Injektionen in das entzündete Sehnenansatzgebiet. Cortison-Injektionen werden wegen einer möglichen Schädigung des Sehnenansatzes selten vorgenommen.

Auch alternative Ansätze mit homöopathischen Mitteln, Neuraltherapie sind oft hilfreich.

Sehr selten sind bei Tennisellenbogen Operationen des Sehnenansatzes erforderlich. Durch operative Entfernung des degenerierten Gewebes im Sehnenansatzbereich wird die Sehnenspannung abgesenkt. Diese Operation wird ambulant - ohne Krankenhauseinweisung - durchgeführt.

In der überwiegenden Mehrzahl der Epicondylitis Erkrankungen bietet die Operation aber keinen deutlichen Vorteil. Konservative entzündungshemmende und physikalische Therapie bietet bereits sehr gute Ergebnisse.

Effektive Behandlung der Epicondylitis durch Zellbiologische Regulationstherapie

Hintergrund zur Zellbiologischen Regulations Medizin

Die Zellbiologische Regulationsmedizin in der ihrer aktuellen Methodik wurde von Dr. Bernhard Dickreiter und seinem Team an der Rehaklinik Klausenbach etabliert und der orthopädischen Gelenk Klinik Gundelfingen weiter entwickelt.

Die Kosten für den Zell-Therapeutischen Ansatz werden aktuell nur für Versicherte der DAK Gesundheit erstattet.

Voraussetzung: die Leistung muss von einem zertifizierten Therapeuten erbracht werden

Andere Kassen können auf Antrag die Therapie ebenfalls erstatten. Für Selbstzahler kostet die Therapie etwa 30 EUR pro Anwendung. Bis zu 6 Anwendungen im Abstand von etwa 3 Tagen sind erforderlich.

Weiterlesen zu den Details der Zellbiologischen Regulationstherapie

Praktische Vorgehensweise

Das Ziel dieser grundlegenden Behandlungsmethode ist die biomechanische Reinigung der Zellumgebung in schmerzhaften oder entzündlich veränderten Geweben. Bei diesem Verfahren wird mit einer sanften von außen applizierten Schwingung der Muskeleigenrhythmus wieder eingekoppelt, die Mikrozirkulation um die Zellen wird in Gang gebracht und die Stoffwechselvorgänge auf Zellebene werden normalisiert.

Beim Tennisellenbogen (Epicondylitis) behandelt der Physiotherapeut zunächst die Schulter-Nacken-Muskulatur mit einem Schwingungsapplikator. Dadurch soll als erstes der venöse und lymphatische Abfluss aus dem schmerzhaften Arm aktiviert werden. Anschließend werden der Oberarm, dann der Unterarm und die Hand in die Therapie mit einbezogen. DerSchwerpunkt der Behandlung richtet sich auf die Unterarm-Muskulatur, deren Verspannung für die schmerzhaften Beschwerden in erster Linie verantwortlich gemacht wird.

Matrix-therapie Schulter
Durch Schwingungseintrag in die Muskulatur der Umgebung des Epicondylitis-Gelenks wird die Regeneration des unterversorgten und verkrampften Gewebes unterstützt. © Dr. Bernhard Dickreiter

Die Behandlung muss als angenehm und ohne zusätzliche Schmerzen empfunden werden. Die Behandlung dauert ca. 30 Minuten. Nach bisherigen Erfahrungen werden durchschnittlich etwa 6 Behandlungen benötigt, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Die Therapiesitzungen werden im Abstand von 2 bis 3 Tagen durchgeführt.

Anwendung von Tiefenwärme auf der Basis von wassergefiltertem Infrarot-A ergänzt die Matrix-Therapie. Zusätzlich werden weitere Maßnahmen der Zellbiologischen Regulationstherapie wie z.B. Basen-Wickel, Basen-Bäder usw. durchgeführt. Entsprechende Verhaltensregeln für den häuslichen Alltag wie Ernährung, Bewegung und Übungen (Dehnübungen oder Koordinationsübungen) werden erörtert.

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