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Frozen Shoulder Verlauf abkürzen mit ZRT-Matrix-Therapie

Orthopaedie Freiburg Drucken

1. Wer bekommt eine "Frozen Shoulder"?

Das "Frozen Shoulder" Syndrom (Adhäsive Kapsulitis) führt sehr rasch zu einer schmerzhaften und unbeweglichen Schulter. Der Verlauf ist zwar recht gut vorhersehbar, ist aber für die Patienten in der Regel mit Monate dauernden Einschränkungen der Lebensqualität und der Arbeitsfähigkeit verbunden.

Frozen Shoulder - auch Adhäsive Kapsulitis genannt - bringt eine schnell verlaufende, scheinbar ursachenfreie Störung der Schulterbeweglichkeit mit sich. Der Arzt stellt in der Regel eine Entzündung der Weichteile und Schleimbeutel fest, die das Schultergelenk umgeben.
Abb. zeigt Schultergelenk mit Gelenkkapsel. Die Frozen Shoulder - auch Adhäsive Kapsulitis genannt - bringt eine schnell verlaufende, scheinbar ursachenfreie Störung der Schulterbeweglichkeit mit sich. der Arzt stellt in der Regel eine Entzündung der Weichteile und Schleimbeutel fest, die das Schultergelenk umgeben. © Grays Anatomy

Plötzlich schießen die Schmerzen in die Schulter

Die Frozen Shoulder beginnt für die meisten Patienten unvermittelt mit plötzlich einschießenden Schmerzen. Diese können unabhängig von Überlastung und Verletzung der Schulter bei alltäglichen Bewegungen auftreten: Wenn der Patient sich streckt, um etwas von einem hohen Regal zu holen, wenn er auf eine Leiter klettert oder sich die Haare föhnt. Die Schulterschmerzen bei Frozen Shoulder treten dann immer regelmäßiger auf und werden unabhängig von bestimmten Bewegungen. Schließlich steift die schmerzhafte Schulter ein und wird unbeweglich.

Fachartikel zu Frozen Shoulder
"Frozen Shoulder mit ZRT®-Matrix-Therapie abkürzen" von Dr. Bernhard Dickreiter
Dieses "Einfrieren" der Schulter ist namensgebend für den englischen Begriff "Frozen Shoulder" (eingefrorene Schulter): Das Gefühl, das Patienten bei dieser Krankheit haben, wird dadurch recht genau beschrieben.

Frozen Shoulder
Eingeschränkte Beweglichkeit bei der Frozen Shoulder Erkrankung: Bei Frozen Shoulder kann der Ellenbogen nicht mehr auf Schulterhöhe angehoben werden. © Orthopädische Gelenk-Klinik

Wer ist von Frozen Shoulder betroffen?

Vor allem Patienten im Alter zwischen 40 und 60 Jahren sind von "Frozen Shoulder" betroffen. Frauen sind öfter als Männer davon betroffen. Bei 25% aller Patienten sind - meist kurz nacheinander - sogar beide Schultern befallen.

Weil das Schultergelenk bei Bewegungsmangel relativ schnell versteift, kann auch eine Immobilisierung der Schulter ursächlich sein. In den meisten Fällen findet der Schulterspezialist aber keine konkrete Ursache.

Terminologie und Begriffe

  • Adhäsive Capsulitis: Medizinischer Fachbegriff für Frozen Shoulder. Er bezeichnet die eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenkskapsel
  • Bursitis der Schulter: Das ist eine Schleimbeutelentzündung
  • Schulterimpingement: Das ist anders als Frozen Shoulder eine knöcherne Bewegungseinschränkung im Schultergelenk
  • Periarthritis humeroscapularis: Fachsprachlicher Begriff für Schulterentzündung bzw. Frozen Shoulder

    Es gibt eine Reihe von Begleiterkrankungen von Stoffwechsel und Hormonsystemen, die man so häufig im Zusammenhang der Frozen Shoulder Erkrankung feststellt, dass hier auch eine Ursache vermutet wird.

    Zu den Risikofaktoren der "Frozen Shoulder" gehören daher vor allem Störungen des Hormonsystems und des Zuckerstoffwechsels.

    Störungen des Stoffwechsels sind unser Schlüssel zum Verständnis

    Lokale Störungen des Stoffwechsels, zum Beispiel der Schultermuskulatur und der Bindegewebe der Gelenkkapsel der Schulter, führen zu einer schmerzhaften Versteifung der Schulter. Die deutlichen Entzündungszeichen bei Frozen Shoulder sind dabei aber nicht bakteriell oder viral verursacht. Vielmehr gehen wir davon aus, dass der Stoffwechsel entgleisen kann: Der Transport von Nährstoffen zu den Zellen der Schultermuskeln und der Bindegewebe funktioniert nicht mehr. Auch der Abtransport von Abfallprodukten des Stoffwechsels wird ineffizient. Die unterversorgten Zellen schalten unter Sauerstoffmangel auf ein Notprogramm um: sie vergären Zucker zu Milchsäure, die dann als giftige Substanz aus der Zelle geschafft wird und im Extrazellularraum (EZM) eine lokale Übersäuerung mit den bekannten schmerzhaften Entzündungszeichen verursacht. Bei der Frozen Shoulder handelt es sich also um eine langwierige lokale Dysregulation des Stoffwechsels. mit dramatischen Folgen.

    Diese Störung des Zellstoffwechsels ist aber auch der Ansatzpunkt der Zellbiologischen Regulationstherapie (Matrixtherapie) als vorwiegend physiotherapeutischer Methode zur kausalen Behandlung der Frozen Shoulder.

    Häufige Begleiterkrankungen der "Frozen Shoulder"

    • Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Schilddrüsenunterfunktion
    • Schilddrüsenüberfunktion
    • Metabolisches Syndrom
    • Hoher Cholesterinspiegel

    2. Krankheitsverlauf bei "Frozen Shoulder"- die Krankheitsstadien

    Obwohl es eine Reihe von Grunderkrankungen gibt, die das Auftreten des "Frozen Shoulder" Syndroms wahrscheinlicher machen, sind die genauen Krankheitsursachen noch ungeklärt. Im Verlauf der Erkrankung vernarbt und verklebt das Kapselgewebe um das Schultergelenk aus weitgehend ungeklärten Ursachen. Die Schrumpfung der Gelenkhülle und die zunehmende Vernarbung führen zu den starken Bewegungseinschränkungen. Die Krankheit endet in der Regel typischerweise auch ohne Behandlung nach einem Zeitraum zwischen 6 Monaten und 2 Jahren.

    Stadium 1 (Starke Schmerzen): Schmerzen, insbesondere nachts als Ruheschmerzen. Bewegungseinschränkungen stehen hier noch nicht im Vordergrund. Die Schulter ist noch frei beweglich. Doch Schmerzen in Bewegung, aber auch als nächtlicher Ruheschmerz, stellen eine starke Beeinträchtigung des Patienten dar. Auch Schmerzmittel bringen kaum eine Linderung dieser Schulterschmerzen.

    Stadium 2 (Einsteifung) nach etwa 3 Monaten: Die Schmerzen lassen nach, es tritt eine zunehmende Bewegungseinschränkung in den Vordergrund. Ein typisches Zeichen: Bei an den Körper angelegtem Ellenbogen und waagerecht ausgestrecktem Unterarm kann die Hand nicht nach außen geführt werden. Das Ellenbogengelenk kann nicht mehr auf Schulterhöhe angehoben werden. Die Gelenkkapsel ist nicht mehr akut entzündet, sondern vernarbt. Sie schrumpft ein und verdickt sich.

    Stadium 3 (Erholung oder "Aufttauen der Schulter"): Die Bewegungseinschränkungen lösen sich langsam wieder auf. Die Schmerzen nehmen wieder ab. Der Patient muss jedoch darauf achten, dass nach Abheilen der Frozen Shoulder nicht eine dauernde Schwächung und Bewegunsgeinschränkung des betroffenen Schultergelenks zurückbleibt. Dies ist auch eine Aufgabe der begleitenden Physiotherapie .

     

    Untersuchung der Frozen Shoulder durch Druckschmerz
    Abb. zeigt die Untersuchung der Frozen Shoulder: Druckschmerzhaftigkeit der entzündeten Gelenkkapsel ist für den erfahrenen Schulterspezialisten eines der deutlichsten Zeichen. © Prof. Dr. Sven Ostermeier, Orthopädische Gelenk-Klinik

     

    3. Diagnose: Wie untersucht der Orthopäde die "Frozen Shoulder"?

    Differentialdiagnosen der "Frozen Shoulder"

    Durch Röntgenuntersuchung, Ultraschalluntersuchung (Sonografie) lassen sich diese Erkrankungen von "Frozen Shoulder" abgrenzen.

    Das wichtigste Symptom der "Frozen Shoulder" besteht in der zunehmenden, schmerzhaften Bewegungseinschränkungen. Die Befragung des Patienten ergibt hier den ersten Aufschluss. Dabei ist die aktive Beweglichkeit des Schultergelenks eingeschränkt. Aber auch die passive Führung der betroffenen Schulter ist deutlich eingeschränkt. Der erfahrene Schulterspezialist sieht auch schon bei der äußerlichen Inspektion eine schmerzbedingte Fehlhaltung der Schulter.

    Frozen Shoulder mit Manueller Physiotherapie behandeln
    Die manuelle Therapie der Schulter bei Frozen Shoulder hält die Gelenkkapsel beweglich. Sie löst die eingeschrumpfte Gelenkkapsel durch aktive Mobilisierung des Bindegewebes. Neben der ZRT-Matrix-Therapie ist manuelle Therapie das wichtigste Physiotherapiemodul bei Frozen Shoulder. © Gelenkreha.de

    Für Schulterschmerzen und Schultersteife gibt es auch zahlreiche andere Auslöser, die zunächst durch eine fachgerechte Untersuchung ausgeschlossen werden müssen.

    Dabei spielen Ultraschalluntersuchung und Röntgen die Hauptrolle - selten wird ein MRT (Computertomografie) benötigt.

    Die Diagnose Frozen Shoulder ist für viele untersuchende Ärzte schwierig zu stellen, weil es kaum radiologische Befunde gibt, die die Adhäsive Capsulitis direkt nachweisen.

    Kennzeichnend ist ein wegen der Entzündung der Schulter leicht auslösbare Druckschmerz bei Druck auf bestimmte Stellen der Schulterkapsel.

    Ein Ultraschallbild oder ein Röntgenbild sind meist wenig aufschußreich bei der Diagnose der Frozen Shoulder.

    In vielen Fällen gibt erst eine Schulterarthroskopie Aufschluß über die Frozen Shoulder: Der Schulterspezialist kann die geschrumpfte, verdickte und entzündete Gelenkkapsel direkt endoskopisch inspizieren und auch behandeln.

    4. Therapie: Behandlung der "Frozen Shoulder"

    Frozen Shoulder mit Matrix-Therapie behandeln
    Die Ringe sind an einem Vibrationsgerät aufgehängt. Patienten mit Frozen Shoulder können durch unterschiedliche Belastung einen sehr spezifischen Vibrationseintrag in Ihre Schultermuskulatur und Gelenkkapsel erzeugen. Die Schwingung unterstützt die Eigenschwingung der Skelettmuskulatur des Patienten. Damit wird das für die Frozen Shoulder charakteristische Stoffwechseldefizit schnell aufgehoben. Die Mikrozirkulation wird wieder angeregt. Damit wird der Krankheitsverlauf der Frozen Shoulder stark abgekürzt. © Gelenkreha.de

    Durch den bislang für unabwendbar gehaltenen Verlauf des Frozen Shoulder Syndrom mit Selbstheilung nach 6 Monaten bis 2 Jahren schien lediglich Aufklärung des Patienten und Behandlung der Krankheitssymptome durch Schmerztherapie möglich zu sein. Der Orthopäde konzentrierte sich daher auf die Schmerztherapie der "Frozen Shoulder" durch die Gabe von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR).

    In zweiter Linie erfolgten Steroidinjektionen in das betroffene Gelenk. Steroidbehandlungen können die Beschwerden nur vorübergehend bessern und sind nur als vorübergehende Therapie gedacht. Der Krankheitsprozess wird durch Steroide nicht abgekürzt, nur bei besonders schmerzhaften Phasen können die Symptome durch Steroidinjektion gelindert werden.

    Diese Medikamente können bei Frozen Shoulder helfen

    Behandlung der "Frozen Shoulder" durch Zellbiologische Regulationstherapie

    Matrix-therapie Schulter
    Durch Schwingungseintrag mit einem Matrix-THerapiegerät in die Muskulatur der Umgebung des schmerzenden Schulter-Gelenks wird der Krankheitsprozess der Frozen Shoulder in vielen Fällen stark verkürzt. © www.gelenkreha.de

    Mit der Zellbiologischen Regulationstherapie (Matrixtherapie) steht nun aber eine physiotherapeutische Behandlung der Frozen Shoulder zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf deutlich abkürzt.

    Das Ziel dieser physiotherapeutischen Behandlungsmethode ist die biomechanische Reinigung der Zellumgebung in schmerzhaften oder entzündlich veränderten Geweben durch den Vibrationseintrag (Biomechanische Stimulation). Bei diesem Verfahren wird mit einer sanften von außen applizierten Vibration die bei Frozen Shoulder wahrscheinlich gestörte natürliche Eigenschwingung der Muskulatur wieder hergestellt. Diese Eigenschwingung oder Ruhevibration ist die stoffwechselunterstützende Ruhevibration der Muskulatur: Durch die spontane Aktivität von 3-5% aller Muskelfasern wird normalerweise die Mikrozirkulation in der extrazellulären Matrix rund um die Zellen reaktiviert. Die bei der entzündlichen Veränderung der Frozen Shoulder gestörten Stoffwechselvorgänge werden wieder normalisiert.

    Dies ZRT Matrix-Therapie wird seit etwa 10 Jahren entwickelt und ist relativ neu. Vielen Orthopäden und Physiotherapeuten ist diese Therapiealternative daher noch nicht bekannt. Wir haben die ZRT Matrix-Therapie als kausale, nicht symptomorientierte Therapie als sehr effizient erlebt und können den typischen Krankheitsverlauf bei Frozen Shoulder sehr deutlich abkürzen. Neben einzelnen operativen Verfahren zur Behandlung der Frozen Shoulder ist diese Therapie die einzige uns bekannte, die den Krankheitsverlauf wirklich deutlich abkürzen kann. Schmerzmittel sind als Begleitung der Zellbiologischen Regulationstherapie (Matrixtherapie) meist nicht mehr erforderlich.

    Kurz-Infos zur Zellbiologischen Regulations Medizin (Matrixtherapie) bei Frozen Shoulder

    Die Zellbiologische Regulationsmedizin in der ihrer aktuellen Methodik wurde von Dr Bernhard Dickreiter und seinem Team an der Rehaklinik Klausenbach, Nordrach etabliert und der orthopädischen Gelenk Klinik Gundelfingen weiter entwickelt.

    Ziel der Zellbiologischen Regulationstherapie ist die Normalisierung des Stoffwechsels in der erkrankten Schulter durch ein Bündel an physiotherapeutischen Methoden: Im Zentrum der zellbiologischen Matrixtherapie stehen spezielle Vibrationstherapien, die von ausgebildeten Therapeuten auf ärztliche Verordnung erbracht werden.

    Bis zu 6 Anwendungen im Abstand von etwa 3 Tagen sind erforderlich. Meistens berichten die Patienten schon nach der ersten Behandlung von einer deutlichen Verbesserung der Schmerzen und der Beweglichkeit. Einige Patienten sind nach 6 Behandlungen wieder hergestellt. Je nach Krankheitsstadium können aber bis zu 18 Einzelbehandlungen erforderlich sein, um einen schmerzfreien Alltag bei Frozen Shoulder wieder zu ermöglich.

    Weiterlesen zu den Details und der Wirksamkeit der Zellbiologischen Regulationstherapie

    Die Zellbiologische Regulationstherapie zur Behandlung der Frozen Shoulder (Adhäsive Kapsulitis) wirkt also direkt auf die Ursachen der Schulterversteifung. Diese liegen bei den überwiegend weiblichen Patienten im Stoffwechsel begründet. So sind hormonelle Umstellung, Diabetes, Störungen der Schilddrüse, Ernährungsfehler, metabolisches Syndrom meist Grunderkrankungen die Patientinnen mit Frozen Shoulder mit sich bringen. Die mit diesen Grunderkrankungen einhergehende Verschlechterung der Stoffwechselsituation will die Matrixtherapie auf Zellebene durch gezielte Regeneration möglichst rasch wieder herstellen.

    Durchführung der Matrixtherapie bei Frozen Shoulder

    Bei der Frozen Shoulder (Adhäsive Kapsulitis) behandelt der Physiotherapeut zunächst die Schulter-Nacken-Muskulatur, die Brustmuskeln und die Muskeln des Schulterblattes mit einem Schwingungsapplikator. Dadurch soll als erstes der venöse und lymphatische Abfluss aus dem schmerzhaften Schulter-Gelenksbereich aktiviert werden. Anschließend werden der Oberarm und die unmittelbare Gelenksumgebung in die Therapie mit einbezogen. In verschiedenen Gelenkspositionen werden dann unmittelbar die Gelenkskapsel und die Weichteilgewebe um das Gelenk behandelt. Der Physiotherapeut kann dadurch neben der Optimierung des Stoffwechsels zunehmend Verklebungen der Gelenkskapsel und der Gelenksumgebung auflösen. Dies ist die Voraussetzung für eine zunehmende schmerzfreie Bewegungsfähigkeit im Schultergelenk.

    Die Behandlung muss als angenehm und ohne zusätzliche Schmerzen empfunden werden. Die Behandlung dauert ca. 30 Minuten. Nach bisherigen Erfahrungen werden durchschnittlich etwa 6 Behandlungen benötigt, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Die Therapiesitzungen werden im Abstand von 2 bis 3 Tagen durchgeführt.

    Tiefenwärme ergänzt die Zellbiologische Regulationstherapie bei Frozen Shoulder

    Eine Tiefenwärme mit wassergefiltertem Infrarot-A ergänzt die Therapie. Zusätzlich werden weitere Maßnahmen der Zellbiologischen Regulationstherapie wie z.B. Basen-Wickel, Basen-Bäder usw. durchgeführt. Entsprechende Verhaltensregeln für den häuslichen Alltag wie Ernährungsumstellung, Bewegung und Übungen (Dehnübungen, Kräftigung und Koordinationsübungen) werden erörtert.

    Die Zellbiologische Regulationstherapie ersetzt keine Übungen zur Kräftigung der Schulter. Vielmehr schafft die Matrixtherapie erst durch Regulierung des Stoffwechsels die Grundlage dafür, dass die Schulter wieder im Sinne der Kräftigung trainiert werden kann.

    5. Operation der Frozen Shoulder verkürzt den Krankheitsverlauf

    Minimalinvasive Operation der "Frozen Shoulder"Nah am Ansatz der Gelenkkapsel wird mit einem speziellen Instrument - einem sogenannten Elektrokauter - die Gelenkkapsel abgelöst. Dabei achtet der Schulterspezialist darauf, die für die Gelenkfunktion wichtigen Bänder zu erhalten.

    Nach der Operation erfolgt unter fortwährender Schmerzstillung ein permanentes Bewegungstraining der Schulter auf einer Motorschiene.

    Eine operative Behandlung der "Frozen Shoulder" wird meistens nur bei langwierigem Krankheitsverlauf und bei Versagen der konservativen Therapie in Betracht gezogen. Der Einsatz der Matrixtherapie (zellbiologische Regulationstherapie) spielt in unserer Schulterpraxis allerdings eine wesentlich größere Rolle bei der Lösung der Frozen Shoulder als der operative Ansatz.

    Die Operation der Frozen Shoulder erfolgt meist arthroskopisch (minimalinvasiv) unter Vollnarkose. Bei diesem minimalinvasiven Eingriff erfolgt eine operative Lösung der Gelenkkapsel. Bei operativer Lösung der Verklebungen in der Gelenkkapsel (Arthrolyse) ist nach kurzer Zeit mit einem vollständigen Beschwerderückgang zu rechnen. Auch operative Eingriffe erbringen nachweislich eine entscheidende Verkürzung der Frozen Shoulder Erkrankung. Nach der Schulteroperation ist aber sofort die physiotherapeutische Unterstützung erforderlich, um das durch die operative Lösung der Verklebungen gewonnene Bewegungspotential auch wirklich zu erhalten und auszubauen. Nur dann kann die Arthrolyse der Frozen shoulder eine Rolle bei der Verkürzung des Krankheitsprozesses spielen.

    6. Prognose: Die Aussichten der "Frozen Shoulder"-Erkrankung

    Ein zentraler Punkt bei der Therapie der "Frozen Shoulder" sind die damit verbundenen psychischen Belastungen für den Patienten. Die Erkrankung ist chronisch, schmerzhaft und langwierig. Nach Ausschluss aller übrigen Krankheitsursachen kann der Arzt lediglich den in der Regel monatelangen schmerzhaften Prozess betreuen.

    Auch der Patient muss sich immer vor Augen führen, dass es keine schuldhafte Verursachung des Krankheitsprozesses gibt - sowenig wie eine schnelle Auflösung des Syndroms.

    Dieser Verlauf stellt ganz besondere Anforderungen an das vertrauensvolle Arbeitsbündnis zwischen Orthopäden und "Frozen Shoulder"-Patient. Durch intensive Beratung des Patienten muss diese psychische Belastung aufgearbeitet werden. Nur Motivation des Patienten zur Mitarbeit bei häuslichen krankengymnastischen Übungen kann den ansonsten langwierigen Verlauf abkürzen. Wichtig ist auch die Prävention der Schultersteife auf der Gegenseite, denn nicht wenige Patienten erleiden das nacheinander beidseitig. Wir empfehlen bei den ersten Anzeichen, die dem Patienten ja bekannt sind, den Gang zum Arzt, um die Frozen Shoulder durch eine schützende und Stoffwechselaktivierende physiotherapeutische ZRT-Matrix-Behandlung zu vermeiden.

     

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