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Rückenschmerzen durch Abnützung der Bandscheiben und Arthrose der Wirbelsäule

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Unser moderner Lebensstil ist geprägt durch Bewegungsmangel und sitzende Lebensweise. Das ist schädlich für die Gesundheit der Wirbelsäule: Rückenschmerzen, Bandscheiben-Probleme und Beschwerden der Wirbelsäule sind auf dem Vormarsch - auch bei jungen Menschen. Häufige Ursachen von Rückenschmerzen sind Abnutzung der Bandscheiben und Arthrose der Wirbel (Facettengelenks-Arthrose).

Diagnose der Rückenschmerzen

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Die Wirbelsäule des Menschen wird von oben nach unten in mehrere Abschnitte unterteilt: Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule und Kreuzbein. © Grays-Anatomy

Rückenschmerzen erfordern gründliche Untersuchung durch einen erfahrenen Arzt. Die Ursachen der Schmerzen können oft ausstrahlen: Der Sitz Ihrer Schmerzempfindung ist oft nicht übereinstimmend mit der wirklichen Ursache der Rückenschmerzen. Schmerzen in Arm, Hand oder Bein können Ursachen in der Wirbelsäule haben. Auch geistige und emotionale Ursachen können psychosomatische Rückenschmerzen verursachen. Dazu kommen zahlreiche Stoffwechselprobleme, die unabhängig von Strukturschäden oder psychischen Ursachen zu lokalen Schmerzsyndromen im Rücken - den weit verbreiteten "unspezischen Rückenschmerzen"- führen können.

Rückenschmerzen richtig zu untersuchen und wirklich zu verstehen gehört zu den großen Herausforderungen für den erfahrenen Orthopäden.

Schmerzparadoxon: die grössten Schäden verursachen nicht die grössten Schmerzen

Von allen orthopädischen Patienten haben Rückenschmerzpatienten den weitesten Weg zu einer schlüssigen Diagnose. In vielen Fällen findet der Orthopäde strukturelle Probleme wie Bandscheibenvorfälle, Wirbelgleiten bis hin zu Wirbelkörperbrüchen. Diese Strukturschäden verursachen aber nur bei einem Teil der Patienten echte Schmerzen.

Bei Rückenschmerzen sind Röntgendiagnostik und MRT-Diagnostik als bildgebende Verfahren oft von einer Scheingenauigkeit. Viele strukturelle Schäden an der Wirbelsäule sind oft beschwerdefrei und daher Zufallsentdeckungen. Der Arzt muss durch genaue Untersuchung feststellen, welche der möglichen Ursachen in Frage kommen. Es gilt für den Rückenspezialisten ganz besonders: Es werden Menschen behandelt, nicht Röntgenbilder

Dagegen sind mit die heftigsten, stechenden Rückenschmerzen bei Patienten bei denen der Orthopäde mit bildgebenden Verfahren keinen orthopädischen Befund an Knochen oder Bandscheiben ermitteln kann. Die rasche Aufstellung einer psychosomatischen Diagnose wird vielen Patienten aber nicht gerecht: denn der Zustand und Stoffwechsel der Muskeln, Bindegewebe und Muskelfaszien kann zahlreiche chronische Krankheiten und Schmerzursachen offenbaren. Gerade der Zustand der Muskel und der Zellstoffwechsel in den Geweben ist in der Gelenk Klinik durch die Etablierung der Methoden Zellbiologischen Regulationsmedizin ein besonders erfolgreicher Ansatz zur Therapie der sogenannten "unspezifischen Rückenschmerzen" geworden, unter denen fast 80% aller Rückenpatienten leiden.

Diese Ursachen für Rückenschmerzen findet der Orthopäde häufig

Moderne Behandlung von Wirbelsäulen-Arthrose

Die Wirbelsäule als tragender Stütze des Skeletts und als Behälter des Rückenmarks (zentraler Nervenkanal) fordert in besonderem Maße das ganzheitliche und interdisziplinäre Denken Ihres behandelnden Orthopäden. Dr. Schneider findet sowohl in der Orthopädie als auch in moderner Schmerztherapie wichtige Beiträge zum Verständnis und Heilung Ihrer Rückenschmerzen.

 

Diese Alarmzeichen sollten Sie sofort zum Arzt führen

  • Unkontrollierte Darmentleerung
  • Störungen der Blasenentleerung (Inkontinenz oder Unfähigkeit zum Wasserlassen)
  • Unerklärliche Schwäche in Armen, Beinen, Fingern, Füßen
  • Gefühlsstörungen (Taubheit) in den Extremitäten
  • Brennen, Ameisenlaufen, Gefühllosigkeit
  • Gleichförmig starke Rückenschmerzen, die auch nicht positionsabhängig sind
  • Nächtliche Ruheschmerzen im Rücken
  • Deutliche Verschlechterung von zuvor eher mässigen Rückenschmerzen

Schmerztherapie an der Wirbelsäule

Schmerztherapie an der Wirbelsäule muß den Rückenschmerzen gerecht werden. Das hört sich banal an. Bedenkt man, daß Rückenschmerzen aber meist mehrere Ursachen haben - also multimodale Schmerzen sind, wird klar, dass der Orthopäde auch mit einem auf mehrere Ursachen gerichteten Behandlungskonzept antworten muss: Der Rückenspezialist muss also auch ein multimodales Therapiekonzept entwerfen können, das allen möglichen Ursachen des Rückenschmerzes gerecht wird.

Bei dieser Schmerztherapie werden zunächst alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft. In der überwiegenden Zahl aller Fälle von Rückenschmerzen kommt man damit zum gewünschten Therapieziel: schmerzfreie Beweglichkeit der Wirbelsäule.

Konservative Behandlung von Rückenschmerz

Zu den konservativen Behandlungsformen der Rückenschmerzen gehören die verschiedenen Phyisotherapieformen.
  • Zellbiologische Regulationstherapie und Matrixtherapie kann verschiedene Prozesstörungen und Verspannungen lösen. Stoffwechselprozesse und Störungen des extrazellulären Milieus wie Sol-Gel Übergänge im Gewebe (Verhärtungen, die den Stoffwechsel behindern), Störungen des Säure Basen Gleichgewichtes (Übersäuerung) mit resultierenden Schmerzreizen werden hier behandelt.
  • Bewegung und Physiotherapie: Die Stärke der Rückenmuskeln, Körperhaltung und psychosomatisch verursachte Schmerzen spielen eine große Rolle. Das macht Physiotherapie und Bewegungs- sowie Haltungsschulung zu einem wichtigen Instrument bei der Behandlung Ihrer Rückenschmerzen.
  • Medikamentöse Therapie Medikamente können Muskeln von schmerzthaften Verspannungen befreien. Schmerzkreisläufe und psychische Blockaden (Schmerzverstärkung aus Angst vor dem Schmerz) können auch medikamentös durchbrochen werden.
  • Schmerzkatheter-Behandlung: Moderne Schmerztherapie bei Rückenleiden. Sie wird durchgeführt durch direkte Behandlung Ihrer Schmerz-Ursachen durch Infusion direkt an die Nervenwurzel - ohne Operation.
  • Minimalinvasive Verödung bei Facettengelenks-Arthrose: Durch Minimalinvasive Verödung (Entfernung) eines schmerzleitenden Nervs kann Ihr Schmerzreiz am Entstehungsort dauerhaft unterbunden werden. Dieser Nerv entspringt in der oft chronisch entzündeten Gelenk-Kapsel eines Rücken-Wirbels. Wenn er durch einen minimalinvasiven Eingriff verödet ist, kann er keine Schmerzreize mehr übertragen. Der Schmerz ist dann endgültig abgestellt.

 

3-D-Wirbelsäulenmessung - Diagnose ohne Strahlung

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Die 3D-Wirbelsäulenmessung: Linien werden auf den Rücken projiziert. © Gelenk-Doktor.de

Die 3D-Wirbelsäulenmessung ist ein optisches Verfahren, ohne belastende Röntgenstrahlen und Nebenwirkungen. Mit ihr können die Statik des Beckens und der Wirbelsäule bestimmt und Fehlhaltungen und Fehlstellungen der Wirbelsäule festgestellt werden. Fehlhaltungen und Fehlstellungen der Wirbelsäule können genau festgestellt werden. Die 3D-Wirbelsäulenmessung wird auch eingesetzt, um Fehlstellungen des Beckens und unterschiedliche Beinlängen nach einer Hüftprothesenoperation zu messen. Während der Messung kann der Orthopäde überprüfen, ob sich der Ausgleich die Wirbelsäulenstatik verbessert hat. Die 3D-Wirbelsäulenmessung kann Form und Zustand Ihrer Wirbelsäule genau beschreiben. Die 3D-Wirbelsäulenmessung ist ein optisches Verfahren: lediglich Linien werden auf den Rücken projiziert.

 

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Operative Behandlung der Rückenschmerzen

Beispiel für hinreichende Therapiewahl
Ein Patient kommt mit einem eingeklemmten Nerv, also einer Nervenkompression. Daraus resultierenden Schmerzsymptomen, Ameisenlaufen oder neurologischen Ausfällen. Die operative Behandlung ändert sich je nach möglicher Ursache der Nervenkompression:
  • Gelenkverdickung oder Bandverdickung: Behandlung des Gelenks
  • Bandscheibenvorfall: Behandlung des Vorfalles
  • Tumor: Entferung des Tumors
  • Knöcherne Enge oder Stenose: Behandlung der Stenose oder der Engstelle
  • Multifaktorielle Nervenkompression: Behandlung mehrerer Ursachen gleichzeitig

Wenn alle konservativen Mittel ausgeschöpft sind und der Rückenschmerz sowie ein zugrundeliegendes strukturelles Problem noch immer besteht, muß eine operative Lösung erwogen werden.

Operationen sind auf Grund der zahlreichen konservativen Behandlungsmöglichkeiten immer eine nachrangig zu erwägende Behandlungsmöglichkeit.

Eingriffe und Narbenbildung im sensiblen und von Schmerzrezeptoren reich bestückten Rücken des Menschen benötigen viel Erfahrung und haben ein erhebliches Nebenwirkungspotential. Jeder operative Eingriff, auch am Rücken, hat das Potential für lebenslange Narbenbildung und Gewebsveränderungen. Mit diesem Risiko muß die moderne Wirbelsäulen und Neurochirurgie aktiv umgehen. Wenn Sie sich als Patient am Rücken operieren lassen müssen, sollte auch Ihre Arztwahl und die Wahl der Operationsmethodik von dieser Überlegung geleitet werden.

Wird ein Wirbelsäulen-Eingriff erwogen, ist also stets die minimalinvasivste Wirbelsäulenoperation- also mit kleinsten Schnitten verbundene - der möglichen Behandlungsformen vorzuziehen.

Ein weiteres Kriterium an den operativen Eingriff: Die Wirbelsäulenoperation sollte hinreichend sein, also geeignet sein das strukturelle Problem als Ursache des Rückenschmerzes wirklich zu beheben. Ist der Eingriff nicht hinreichend und wirksam, dauern die Schmerzen an und eine Revisionsoperation wird erforderlich.

Rücken-Operationen müssen zudem zeitgerecht erfolgen . Bei Nerveneinklemmungen können so zum Beispiel irreversible Dauerschäden an den Nerven mit lebenslangen Ausfallserscheinungen vernmieden werden.

 

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